Der Grundstein in der Geschichte der Haartransplantation wurde von Dr. Sasegaw in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gelegt. Überlieferungen berichten von ersten Experimenten der Einsetzung von Haarschäften in die Kopfhaut. Allerdings waren die Erkenntnisse und die technischen Möglichkeiten eingeschränkt, so dass die gewünschten Ergebnisse in der Anfangszeit leider nur ein Wunsch blieben.

Wie konnte der heutige Standard der Haarverpflanzung erreicht werden? Inwiefern wurden dabei gewissen Techniken revolutioniert? In diesem Beitrag geben wir Dir darauf detaillierte Antworten!

Die Haarverpflanzung ist keine neuzeitliche Erfindung

Im Jahr 1930 beginnt die Geschichte der Haartransplantation, die aufgrund ihrer ständigen Weiterentwicklung als Never Ending Story geschrieben wird. Während zu Anfang der 30er Jahre eher Experimente ohne das angestrebte Ergebnis erfolgten, hat der japanische Dermatologe Dr. Okuda im Jahr 1939 erstmals einen Erfolg verzeichnet. Er gilt als Erfinder der Haartransplantation-Technik, die zu einem späteren Zeitpunkt als Punch-Technik bekannt wurde.

Die Verpflanzung des eigenen Haares beruhte auf herausgestanzten runden Haarinseln von der Kopfhaut. Verbrennungsopfer und Menschen mit starker Narbenbildung wurden auf diese Weise behandelt und der Dermatologe stellte fest, dass das transplantierte Haar an der neuen Stelle nach einiger Zeit weiterwuchs.

Im Jahr 1943 veränderte ein anderer Dermatologe aus Japan, Dr. Tamura diese Technik und entfernte weitaus weniger Haare pro Areal, womit er die Strip-Technik erfand. Bis 1959 war die Haartransplantation ausschließlich in Asien bekannt. Erst mit der Veröffentlichung des New Yorker Arztes Dr. Norman Orentreich im Jahr 1959 wurden die Möglichkeiten in der westlichen Welt bekannt.

Bis zu Beginn der 90er Jahre wurden die bekannten Methoden weiterentwickelt, neue Verfahren konzipiert und verschiedene Implantationstechniken entwickelt. Doch der Durchbruch der Haarverpflanzung der modernen Zeit sollte noch ein paar Jahre auf sich warten lassen.

Geschichte der Haartransplantation

Die Haartransplantation in stetiger Weiterentwicklung

Anhand der Erkenntnisse und in Verfeinerung der Verfahren entstand in den 90er Jahren die FUE-Technik. Die Geschwister Dr. Ray Woods und Dr. Angela Campbell beendeten das Herausschneiden von Hautarealen mit dem Skalpell und entwickelten eine schonendere Technik, die die Narbenbildung weitestgehend minimiert.

In der Geschichte der Haartransplantation wurde diese Methode immer weiter verfeinert und von Ärzten auf dem gesamten Globus aufgegriffen. Die FUE-Methode spielt auch bei heute vorgenommenen Haartransplantationen eine essentielle Rolle und wurde so präzisiert, dass die als schmerzfreie Haartransplantation unter lokaler Anästhesie vorgenommen wird.

Neue Methoden in der Gegenwart

Die FUE-Methode liegt allen gegenwärtig eingesetzten Transplantationstechniken zugrunde und ist daher eine Entwicklung, auf der auch die Verfahren der Zukunft aufbauen werden. Durch die heute technischen und medizinischen Möglichkeiten haben sich aus dieser Haarimplantationstechnik heraus viele weitere Möglichkeiten entwickelt.

Die Kombination aus Haartransplantation und Eigenbluttherapie, die völlig nadelfreie Anästhesie und die Beschleunigung der Heilung schreiten stetig voran und lassen bereits heute erkennen, was zukünftig möglich sein wird. Fakt ist, dass Du Haarverlust nicht mehr einfach hinnehmen musst.

Die Transplantation von Eigenhaar hat sich aufgrund ihrer sichtbaren Erfolgsrate längst als effektives Konzept gegen mangelndes Selbstbewusstsein und weitere Einschränkungen durch Haarausfall etabliert.

Wie wird sich die Haarverpflanzung zukünftig gestalten?

Geschichte der Haartransplantation

In Anbetracht der Geschichte der Haartransplantation ist deutlich ersichtlich, dass das Ziel der Echthaarverpflanzung in immer kleineren Narben und immer kürzeren Heilungsphasen liegt. Mit hauchdünnen Hohlnadeln werden die zu transplantierenden Haare im Spenderbereich entnommen, im Rahmen der Lagerung mit Nährstoffen versorgt und im Empfängerbereich verpflanzt.

Sicherlich wird das Direktimplantat ohne Zwischenlagerung zukünftig an Bedeutung gewinnen und so für einen noch schnelleren und dichteren Haarwuchs sorgen. Auch die PRP Behandlung wird weiterentwickelt und könnte mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen durchaus als adäquate Alternative zur Haarverpflanzung dienen.

Durch weitere Forschungsergebnisse und der moderneren Technik, wird die Haarimplantation der Zukunft sicherlich noch weitere Meilensteine in ihrer Entwicklung aufweisen. Schon jetzt ist die Fortschritt der Haartransplantation eine der größten Errungenschaften für Männer, die unter diffusen oder genetisch bedingtem Haarverlust leiden und ihre Attraktivität in Frage stellen.

Die Wirkung der PRP Behandlung

Bei der PRP Methode wird eine geringe Menge Blut entnommen, zentrifugiert und mit einem reichhaltigen Nährstoffkomplex versetzt. Anschließend wird das plättchenreiche Plasma in die Kopfhaut injiziert, wo es seine Wirkung entfaltet und die Follikel nährt.

Je nach Ausmaß des Haarverlusts, kannst Du mit einigen Behandlungen das Ergebnis erzielen, dass Dein Haarausfall weitestgehend gestoppt und der Haarwuchs angekurbelt wird. Da es sich bei diesem Verfahren um eine besonders schmerzfreie und nicht invasive Methode handelt, wird im Bereich PRP besonders intensiv geforscht.

Es erscheint durchaus möglich, dass zukünftig nicht mehr transplantiert wird, sondern dass ausschließlich durch Eigenblut für eine Kräftigung der Follikel und deren Wachstumsförderung gesorgt werden kann. Da die Behandlung mit Eigenblut erfolgt, sind allergische Reaktionen und Nebenwirkungen ausgeschlossen.

Geschichte der Haartransplantation - PRP Behandlung

Barthaarverpflanzung – Transplantationen von Gesichtshaar

Die Barthaartransplantation geht auf die ursprüngliche Geschichte der Haartransplantation zurück. Wenn die Implantation von Kopfhaar möglich ist, könne die gleiche Möglichkeit auch bei der Verpflanzung der Gesichtsbehaarung funktionieren. Bei spärlichem und lückenhaftem Bartwuchs fühlt sich der Mann ebenso in seiner Ästhetik eingeschränkt, wie beim frühzeitigen Verlust der Kopfbehaarung.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis das erste Barttransplantat verpflanzt wurde und mit Erfolg anwuchs. Mitte des 20. Jahrhunderts steckte die Eigenhaarbehandlung noch in den Kinderschuhen, doch bereits zum Jahrhundertende wurde dank der weiterentwickelten FUE-Methode Kopf- und Barthaar, aber auch Augenbrauen und Körperbehaarung, transplantiert.

Die moderne Technik der Haarpigmentierung

Entgegen der weit verbreiteten Meinung handelt es sich bei der Haarpigmentierung nicht um eine tönende oder mit Farbe realisierte Veränderung der Haarfarbe. Vielmehr findet das Verfahren zur optischen Verdichtung kahler Areale auf dem Kopf Verwendung, wenn man(n) sein Haar kurz trägt und aus diesem Grund keine konventionelle Implantation wünscht. Die Haarpigmentierung ähnelt einer Tätowierung und wird im Farbton der natürlichen Haaransätze vorgenommen.

Die Farbpartikel werden zwischen 0,6 und 1,2 Millimetern Tiefe in die Kopfhaut implantiert und erzeugen einen dunklen Schein, der Geheimratsecken oder kreisrunden Haarausfall am Oberkopf unerkennbar macht. Auch in Kombination mit einer Eigenhaarverpflanzung kann die Pigmentierung der Kopfhaut als optische Haarverdichtung gewählt werden.

Du wirst erstaunt sein, wie voll Dein Haar allein durch die Farbpigmente wirkt und wie einfach sich Haarausfall optisch behandeln lässt. Im Gegensatz zu einer konventionellen Tätowierung handelt es sich bei den für Haarpigmente eingesetzten Farben um Hypoallergene, also für die Haut und den Organismus verträgliche Farbstoffe.

Auch die von Tattoos bekannte Blaufärbung ist bei einer Haarpigmentierung ausgeschlossen. Trägst Du Dein Haar von Natur aus kurz, ist eine Haarpigmentierung eine gute Lösung für ein sofort sichtbares Ergebnis.

Geschichte der Haartransplantation - Haarpidmentierung

 

Die Evolution der Eigenhaarverpflanzung scheint weiter zu gehen

Der Rückblick auf die ersten Haarimplantate zeigt, dass sich die Branche in stetiger Weiterentwicklung befindet. Während die ersten Versuche auf sehr simplem Niveau stattfanden, hat die Haartransplantationsbranche in den letzten 10 Jahren einen enormen technischen Aufschwung erlebt.

Neue Methoden, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Forschung prägen die Echthaarverpflanzung und haben neue Möglichkeiten geschaffen. Unterschiedliche Methoden, sowie die Verpflanzung von Barthaar sowie Augenbrauen und Haarpigmentierungen runden das Portfolio ab.

Wie sich im geschichtlichen Background der Haarimplantation zeigt, ist volles Haar nicht erst in der modernen Zeit ein Schönheitsideal. Haarausfall war schon immer eine starke Beeinträchtigung, die mit dem Verlust der Jugend und Ästhetik in Verbindung gestellt wurde.

Wer unter lichtem oder teilweise ausfallendem Haar litt, büßte sein Selbstbewusstsein und seine Selbstsicherheit in Gesellschaft ein. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die ersten Wissenschaftler mit Haarimplantaten beschäftigten und einen medizinischen Weg gegen Haarverlust suchten.

Die Geschichte der Haartransplantation ist noch nicht am Ende und wird auch zukünftig weitergeschrieben und entwickelt. Du musst mit Haarverlust nicht auf die Zukunft warten, sondern kannst die Problematik in der Gegenwart angehen und Dich durch eine Eigenhaarimplantation für volles Haar entscheiden.