HAARAUSFALLEN

Erblich-bedingter Haarausfall (alopecia androgenetica)

Erblich-bedingter Haarausfall wird auch androgenetische Alopezie genannt und ist eine durch Sexualhormone, sogenannte Androgene, vor allem bei Männern auftretende Form des Haarausfalles. Erblich-bedingter Haarausfall ist in rund 95% aller Fälle der Grund für einen Haarausfall. Durchschnittlich bei etwa 77% kommt zu erblich-bedingtem Haarausfall bei Männern. Da diese Art des Haarausfalles bei so vielen Menschen auftritt wird sie allgemein als normale Erscheinung des Alterungsprozesses verstanden. Je nach familiären Hintergrund tritt der Haarausfall bei dieser Form der Alopezie häufiger oder seltener auf. Forscher haben herausgefunden, dass sich der Haarausfall in den meisten Fällen über die X-Chromosome aus dem Erbgut der Mutter weitervererbt. Die Erscheinung des erblich-bedingten Haarausfalls bei beiden Geschlechtern ist unterschiedlich, die Ursache jedoch nicht.

Erblich-bedingter Haarausfall bei Männern

Erblich-bedingter Haarausfall bei MännernBei Männern wird der erblich-bedingte Haarausfall in unserer Gesellschaft als ganz normales Symptom des Alterns angesehen, denn nur einer von fünf Männern leidet in seinem Leben nicht an erblich-bedingtem Haarausfall. Wie bei Frauen auch, entsteht erblich-bedingter Haarausfall durch eine weitervererbte Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber dem männlichen Sexualhormon Testosteron und dessen Abbauprodukt Dihydrotestosteron (kurz: DHT). Diese genetische Veranlagung sorgt dafür, dass die Haarwurzel geschwächt wird und das Haarwachstum gesenkt wird, bis es schließlich immer dünner wird und ausfällt. Bei vielen Männern beginnt der erblich-bedingte Haarausfall bereits im Alter von 20 Jahren, bei anderen setzt er erst später ein. Grund dafür sind das Zusammenspiel unterschiedlicher Ursachen für Haarausfall. Wer unter erblich-bedingtem Haarausfall leidet, gleichzeitig unter hohem Stress steht und sich zusätzlich auch noch ungesund ernährt, wird früher eine Glatze bekommen als jemand, der seinem Körper durch eine gesunde Ernährung die essentiellen Nährstoffe für ein gesundes Haarwachstum schenkt.

Erblich-bedingter Haarausfall bei Frauen

Bei Frauen zeigt sich der erblich-bedingte Haarausfall, indem das Haar im Bereich des Scheitels immer weiter ausdünnt, bis schließlich die Kopfhaut zu sehen ist, während der erblich-bedingte Haarausfall bei Männern mit den fortschreitenden Geheimratsecken beginnt. Der Haarausfall bei Frauen ist weitaus belastender als der Haarausfall beim männlichen Geschlecht. Grund dafür ist, dass Haarausfall bei Männern in unserer Gesellschaft aufgrund der häufigen Erscheinung in unserem Alltag, akzeptierter ist als Haarausfall bei Frauen. Der erblich-bedingte Haarausfall bei Frauen tritt besonders in Phasen der hormonellen Umstellung ein, wie beispielsweise nach der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Auch Haarausfall nach Absetzen der Pille ist möglich. In diesen Phasen verschiebt sich das Gleichgewicht der männlichen und weiblichen Hormone im Körper der Frau zu Gunsten der männlichen Geschlechtshormone. In der Regel erholt sich der Körper aber nach einigen Monaten von dieser hormonellen Umstellung und der Haarausfall ist gestoppt. Über den Haarausfall solltest du aber definitiv ein Gespräch mit deinem Arzt führen.

Symptome erblich-bedingten Haarausfalls

Bei Männern beginnt der Haarausfall an der Stirn und an der Schläfe mit den typischen Geheimratsecken, während später auch die Haare in der Scheitelregion am Hinterkopf lichter werden. Bei uns Männern kommt es häufig schon im jungen Alter zu schütterem lichten Haar, manchmal sogar schon als Teenager. Tatsächlich kommt es auch bei etwa 50% der Frauen in ihrem Leben einmal zur androgenetischen Alopezie: In der Regel erfolgt der Haarausfall dann nach der Menopause und setzt im Bereich des Mittelscheitels ein. Auch Frauen jungen Alters können an erblich-bedingtem Haarausfall leiden, der z.B. im Zuge der Behandlung von Brustkrebs eintreten kann.

Gründe für erblich-bedingtem Haarausfall

Die Ursachen für erblich-bedingten Haarausfall bei Männer und Frauen sind identisch, bei beiden Geschlechtern kommt es zu einer genetischen Veränderung der Haarfollikel, die durch diese Umstellung empfindlicher für männlichen Geschlechtshormone werden. Die Ursache für erblich-bedingten Haarausfall ist meist eine aufgrund des Erbgutes erhöhte Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron. Die Haarfollikel liegen unter der Kopfhaut und sind für die Produktion unserer Haare verantwortlich. Sie weisen aufgrund der genetischen Veranlagung eine höhere Zahl an Bindungsstellen für Sexualhormone auf. Dies hat den erblich-bedingten Haarausfall zur Folge.

Mittel gegen erblich-bedingten Haarausfall

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten dieser Form der Alopezie (Erblich-bedingter Haarausfall) entgegenzuwirken und den Haarausfall zu stoppen. Unterschiedliche Wirkstoffe bekämpfen den Haarausfall an seiner jeweiligen Ursache und können den erblich-bedingten Haarausfall und das Fortschreiten der Geheimratsecken gezielt stoppen oder verlangsamen. Mittel und Wirkstoffe mit positiver Wirkung gegen erblich-bedingten Haarausfall sind beispielsweise vitaminhaltige Nahrungsergänzungsmittel mit dem Vitamin Biotin, sowie die Medikamente Priorin und Pantovigar. Diese Mittel haben den erblich-bedingten Haarausfall in vielen Fällen verlangsamt und sogar gestoppt. Unter Mittel gegen erblich-bedingten Haarausfall findest du genauere Informationen zu dem Thema.

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