Das wir Haare verlieren, ist im Prinzip völlig normal. Täglich fallen uns 80-100 Haare aus. Sobald sich die Anzahl der ausgehenden Haare deutlich über diesem Normalwert befindet, spricht man von akutem Verlust der Haare. Was gehört bei Haarausfall zu den Ursachen? Denn dünnes und lichtes Haar ist nicht selten und trifft in der Regel häufiger Männer als Frauen.

Schätzungsweise leiden 1,3 Millionen Männer und 400.000 Frauen in Deutschland unter Haarschwund. Aber was tun gegen Haarausfall? Wir geben Dir mehre Lösungen mit an die Hand, wie Du den Haarverlust stoppen und das Haarwachstum nachhaltig verbessern kannst.

Arten von Haarausfall

Es ist von akutem Haarschwund die Rede, wenn die verlorenen Haare auch nicht wieder nachwachsen. Grundsätzlich wird in zwei Arten von Haarausfall unterschieden: Alopezie und Effluvium.

Als Alopezie (Alopecia) wird allgemein ein sichtbar lichter-werdendes Haar bezeichnet, während ein über die Norm gesteigerter Verlust der Haare (mehr als 200 Haare am Tag) als Effluvium bezeichnet wird. Effluvium kann zu einer Alopezie führen und andersherum genau so.

Die drei häufigsten Arten von Haarausfall (Alopezie):

Erblich-bedingtes Ausfallen der Haare kennzeichnet sich dadurch, dass der der Verlust zunächst an den Schläfen und der Stirn beginnt und sogenannte Geheimratsecken entstehen, während später auch dünnes Haar am Hinterkopf entsteht. Ursache für die sogenannte androgenetische Alopezie sind verkürzte Wachstumsphasen der Haare, die auf eine Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem männlichen Sexualhormon Testosteron zurückzuführen sind.

Kreisrunder Haarverlust bezeichnet die meist runden haarlosen Flächen, die überwiegend am Hinterkopf oder an den Seiten des Kopfes auftreten. Bis heute streiten sich die Experten über die genaue Ursache dieser Form, die sich fleckenförmig äußert. Es wird aktuell von einer Störung des Immunsystems ausgegangen.

Bei einem diffusen Haarausfall ist der Verlust der Haare nicht auf ein bestimmtes Areal des Kopfes eingegrenzt. Diese Art des Haarverlusts hat zur Folge, dass das Haar am ganzen Kopf ausdünnt. Er wird meist als vorübergehende Störung festgestellt, sodass nach der Behandlung der Ursache der Haarverlust gestoppt werden kann. In den meisten Fällen ist eine Schädigung der Haarwurzel der Auslöser, der beispielsweise aufgrund von Infektionskrankheiten oder Schilddrüsenstörungen entsteht.

Arten von Haarausfall (Alopezie)

Desweiteren existieren folgende weitere Arten von Haarausfall:

  • Alopecia senilis, bezeichnet den gewöhnlichen Verlust der Haare im Alter.
  • Alopecia actinica, als Folge ionisierender Bestrahlung.
  • Alopecia mechanis, Haarverlust durch das Ausreißen der Haare oder Tragen von Lasten auf dem Kopf.
  • Alopecia parvimaculata, hier kommt es zum Haarverlust als Folge einer Infektion.
  • Alopecia mucinosa, eine Hauterkrankung ist die Ursache.
  • Alopecia congenita, ist der Fachbegriff für eine angeborene Haarlosigkeit am ganzen Körper.
  • Alopecia seborrhoica, beschreibt eine übermäßige Talgproduktion der entsprechenden Drüsen auf der Kopfhaut.

Unterschiedliche Arten von ausfallendem Haar – Warum?

Die verschiedenen Formen und Arten von Haarausfall beruhen auf den unterschiedlichen Ursachen, die beispielsweise kahle Stellen am Kopf oder ein insgesamt dünneres Kopfhaar zur Folge haben. Die erblich-bedingte Form entsteht zum Beispiel durch eine genetische Veranlagung, während die diffuse Form des Haarschwunds häufig durch zu viel Stress oder eine Mangelernährung entsteht.

Alle Formen von Haarverlust können ähnlich frustrierend sein und verändern unser Erscheinungsbild auf unterschiedliche Weise. Wer unter ausfallenden Haaren leidet, empfindet besonders die erste Zeit des Verlusts als traumatisches Erlebnis.

Unterschiedliche Arten von Haarausfall

Haarbruch ist ein Vorbote des Haarverlusts

Haarbruch oder Spliss können erste Vorboten eines zukünftigen Haarschwunds sein, da es eine Reaktion des Haares auf überlastende äußere Einflüsse in Kombination mit einem Nährstoffmangel ist. Der Bruch der Haare entsteht meist durch Reibung der Haare an der Kleidung oder übertriebener Verwendung von chemischen Haarpflegeprodukten oder übermäßigem Färben.

Zu den spliss-fördernden äußeren Einwirkungen zählt auch die übermäßige Hitzeeinwirkung auf das Haar. Großer Hitze wird unser Haar durch Sonneneinstrahlung, aber besonders durch das Föhnen und Glätten der Haare, ausgesetzt. Um Haarschwund und Haarbruch zu vermeiden, solltest Du die Haare daher nicht auf diese Weise überstrapazieren.