Zinkmangel ist ein Nährstoffmangel, der Haarausfall und viele weitere gesundheitliche Probleme verstärken oder sogar verursachen kann, da unser Immunsystem durch das Defizit stark geschwächt wird. Dieser Umstand ist sehr gut behandelbar, weshalb  der Haarausfall durch Zinkmangel ganz gezielt gestoppt werden kann.

Da unser Körper Zink nicht selbstständig herstellt, muss Zink über Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden, um einen Mangel ausschließen zu können. Wer streng-vegetarisch lebt, soll besonders häufig unter Zinkmangel leiden, aber im Grunde kann es jeden treffen. Sollte der Zink-Spiegel wieder ausgeglichen sein, wird der Haarausfall nach etwa 2-3 Monaten gestoppt und das Haarwachstum wieder angeregt. 


  


  Symptome von Zinkmangel

Die Symptome von Zinkmangel sind in körperliche und geistige Symptome zu unterteilen. Es ist gar nicht so leicht, nur anhand der Symptomatik sofort auf ein Zinkdefizit zu schließen. Du solltest in jedem Fall eine Blutuntersuchung bei deinem Arzt vornehmen lassen. 

Diese Untersuchung hat jedoch auch noch keine 100%ige Aussagekraft. Da sich Zink in den Zellen einlagert, befindet sich nicht der komplette Zink-Anteil des Körpers im Blut. Du musst Deinem Arzt also Deine Symptome genau erläutern. Folgende körperlichen Symptome treten in diesem Rahmen häufig in Erscheinung:

  • Haarausfall (Alopezie oder brüchiges Haar)
  • Hormonelle Störung (Einfluss auf Fruchtbarkeit oder Lust auf Sex)
  • Sinnesstörungen (Seh- oder Geschmacksstörungen)
  • Hauterkrankungen (schuppige Haut, Akne oder Ekzeme)
  • Schwaches Immunsystem (häufige Erkältung, Herpes oder grippale Infekte)

Aber auch Deine Psyche kann Dir Hinweise auf einen möglichen Zinkmangel gegen. Dies sind möglichen geistigen Symptome:

Müdigkeit, Antriebslosigkeit

  • Abfallende Leistungsfähigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten

Das Gesamtbild der Symptome lässt Ärzte dann häufig auf einen möglichen Zinkmangel schließen. Der Besuch beim Arzt folgt bei den meisten Menschen erst nach Eintreten äußerlicher, also sichtbarer Symptome.

Ursachen für einen verminderten Zink-Haushalt

Die häufigsten Ursachen für Zinkmangel sind eine unzureichende Nährstoffzufuhr, eine gehemmte Verwertung von Zink im Körper oder ein altersbedingter Mehrverbrauch von Zink. Wer eine Crash-Diät vollzieht, macht dies meist mit einer nährstoffarmen Ernährung und leidet mit höherer Wahrscheinlichkeit unter einem Zinkmangel.

Genauso kann fehlendes Eiweiß einen Zinkmangel hervorrufen, der anschließend zu Haarverlust führen kann. Übermäßiger Alkoholkonsum oder eine Calcium-Überdosis nach Osteoporose können Auslöser für Haarausfall durch Zinkmangel sein.

Der Körper der Frau unterliegt häufigen hormonellen Umstellungen, wie in oder nach der Schwangerschaft, sowie in den Wechseljahren. In dieser Zeit werden mehr Nährstoffe als üblich verwertet, weshalb ein Zinkmangel aber auch ein Eisenmangel keine seltene Folge ist. Sogar einige Medikamente, wie die Antibabypille, Antazida oder bestimmte Antibiotika, können eine Unterversorgung von Zink verursachen.

Welche Lebensmittel enthalten Zink?

Da Zink das Haarwachstum unterstützt, solltest Du viele Lebensmittel mit Zink zu Dir nehmen, um Haarausfall zu vermeiden oder zu stoppen. Doch welche Lebensmittel enthalten Zink? Besonders in Rindfleisch, Austern, Linsen oder Vollkornprodukten findest Du den Nährstoff. In der Regel enthalten proteinhaltige Lebensmittel einen großen Zink-Anteil. Hülsenfrüchte geben Dir in jedem Fall einen richtigen Nährstoff-Schub.

Was tun gegen Haarausfall durch Zinkmangel?

Da unser Körper Zink nicht selbst herstellen kann, muss der Zinkmangel entweder durch eine optimierte Ernährungsumstellung oder durch die Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden. Im Regelfall gleicht sich der Zink-Spiegel innerhalb weniger Wochen wieder aus. Besonders in den Wechseljahren oder in der Schwangerschaft besteht ein höherer Bedarf, der durch die genannten Möglichkeiten gedeckt werden kann. Um dem Zinkmangel vorzubeugen, solltest Du nicht auf Fleisch verzichten und weniger Fertiggerichte zu Dir nehmen, die Deinem Körper nicht ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stellen.