Aufbau der Haare

Geschrieben von | 5. März 2016 | | 0

Aufbau der Haare

Ein volles Haar ist in unserer Gesellschaft wünschenswert, doch viele Menschen leiden unter Haarausfall. Doch wie sind unsere Haare eigentlich aufgebaut? Unser Haar sind lange Hornfäden, die zu etwa 80% aus Keratin, 15% Wasser, sowie einem geringen Anteil aus Fetten und Mineralien bestehen. Unsere Haut ist mit wenigen Ausnahmen fast gänzlich behaart.

Um die Problematik Haarausfall zu verstehen, müssen wir den Aufbau und die Zusammensetzung unserer Haare kennen. Das was wir außerhalb der Kopfhaut sehen, macht zwar den Großteil des Haares aus, ist aber nicht der Bestandteil, der über den Wuchs oder den Haarverlust entscheidet. In seiner Gesamtheit ist das Haar ein sehr komplexes Gebilde, das aus unterschiedlichen Teilen besteht und das fest mit der Blutzufuhr verbunden ist.

Wird die Verbindung gestört oder funktioniert die am Haarwurzelkanal befindliche Talgdrüse nicht richtig, kommt es zu Haarausfall. Lange vor dem sichtbaren Verlust der Haare stirbt die nicht mehr versorgte Haarzwiebel ab. Bis zum Haarschwund können ab dem Auftreten der Ursache Wochen, aber auch Monate vergehen. Unser Haar ist ein komplexes Gebilde, das bei jedem Menschen gleich aufgebaut – und doch so unterschiedlich ist.


Inhaltsverzeichnis

» Wie sind unsere Haare aufgebaut?
» Aufbau von Haaren in unserer Haut
» Gleicher Aufbau von Haaren, unterschiedliche Typen
» Fazit | Warum unser Haar trotz identischem Aufbau unterschiedlich aussieht


Wie sind unsere Haare aufgebaut?

Der Aufbau unseres Haares sind im Wesentlichen die drei Schichten Cuticula, Cortex und Medulla. Die Cuticula bezeichnet die äußerste Schicht und besteht aus verhornten, bereits abgestorbenen Zellen und besitzt im Regelfall sechs bis zehn Zellanlagen. Die Cuticula gibt uns Informationen zum Gesundheitszustand unseres Haares. Der Cortex wird auch Faserschicht genannt und macht etwa 80% des Haares aus.

Er besteht aus Faserbündeln, die sich aus vielen feines Keratinfasern zusammensetzen. Bei diesen Fasern kann beispielsweise auch Spliss entstehen. Im Inneren unseres Haares befindet sich das Haarmark, die sogenannte Medulla. Die Medulla besteht aus Zellwandungen, Abbauprodukten des Cortex und Fetten und ist ohne Bedeutung für den Aufbau und die Struktur des Haares.


Aufbau von Haaren in unserer Haut

Die gezeigte Abbildung verdeutlicht die Komplexität der Haar- und Hautstruktur. Getreu dem bekannten Eisbergmodell sind aus dieser Darstellung nur der Haarschaft und die Haut sichtbar. Unsichtbar sind weitere Bestandteile des Haares und der Haut, wie die Epidermis, sowie Haarbalgmuskel, Haarfollikel, Haarzwiebel, Blutgefäße, Talgdrüsen und die Haarpapille. In der Wachstumsphase sitzen die Haare fest in unserer Haut. Aufbau von HaarenJedes Haar ist verbunden mit einer Talgdrüse und einem Haarbalgmuskel, der an der Epidermis und Haarfollikel miteinander verknüpft und beispielsweise bei der sogenannten Gänsehaut dafür sorgt, dass sich das Haar aufrichtet. Die Talgdrüse ist dafür zuständig, dass Hautschicht und Haar weich bleiben. Sind die Talgdrüsen besonders aktiv, ist beispielsweise fettiges Haar die Folge. Wird wenig Talg produziert, wird das Haar hingegen trocken und stumpft ab. Die Haarpapille ist ein Hautzapfen am Haarende und steuert die Versorgung des Haares mit den wichtigsten Nährstoffen und ist damit wesentlich für ei gesundes Haarwachstum zuständig.


Gleicher Aufbau von Haaren, unterschiedliche Typen

Haare haben zwar einen einheitlichen Aufbau, unterscheiden sich jedoch je nach Lebensalter in ihrer Optik und Haptik. So werden Vellushaare, Terminalhaare und Lanugohaare unterschieden. Der Begriff Vellushaar bezeichnet kurze, sehr zarte und flaumige Haare, die auf einem Großteil unserer Haut wachsen. Beispielsweise an den Ohren, Armen und im Gesicht. Es ist sehr zart und fällt eher weniger auf. Terminalhaare sind dick und borstig und sind auf der Kopfhaut, im Bart, im Achselbereich, den Augenbrauen sowie im Schambereich zu finden. Lanugohaar bezeichnet das Haar des Fetus im Mutterleib und wird nach der Geburt zu Vellus- oder Terminalhaar. Ein Haarfollikel kann also im Laufe der Zeit auch unterschiedliche Haartypen annehmen. Bei erblich-bedingtem Haarausfall bildet sich das Terminalhaar zum Vellushaar zurück.


Fazit | Warum unser Haar trotz identischem Aufbau unterschiedlich aussieht

Es gibt dickes und dünnes, blondes und dunkles sowie rotes Haar. Ganz ohne unser eigenes Zutun und ohne jeglichen Einfluss kommen wir mit einer vordefinierten, in den Genen veranlagten Haarfarbe auf die Welt. Doch auch unsere Haarstruktur, die Haardichte und die Veranlagung zu Haarschwund liegen bereits in den Genen. Menschen mit bereits in der Kindheit dünnen und instabilen Haaren neigen eher dazu, bereits in jungen Jahren unter Haarausfall, der aber bei den meisten Betroffenen lediglich das Terminalhaar betrifft, zu leiden.

Jedes Haarfollikel kann sich im Laufe der Zeit verändern. Auf dem Kopf wächst auf einmal Vellushaar, das in seinem Ursprung hauptsächlich auf dem Körper wächst. Viele Frauen stellen mit zunehmendem Alter einzelne dicke und dunkle Haare fest, die über der Oberlippe oder im Kinnbereich wachsen. Es gibt viele Dinge, die den Haarwuchs trotz einheitlichem Aufbau beeinflussen. Vor allem unser Hormonhaushalt spielt eine wichtige Rolle. Verändert sich der Testosteronspiegel, verändern sich die Dicke und Dichte unserer Haare bei Männern und Frauen am deutlichsten.

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ÜBER DEN AUTOR

Haarausfallen Autor
Haarausfallen

Warum führe ich diesen Haarausfall-Blog? Weil ich schon mit 19 unter Haarausfall gelitten und ihn nun endlich in den Griff bekommen habe. Ich möchte alle Erfahrungen der Menschen zum Thema Haarausfall verbinden, eine Plattform zur anonymen Diskussion über das sensible Thema Haarausfall bieten und gemeinsam Lösungen finden.