Alopezie bezeichnet allgemein ein lichter-werdendes Haar, während ein über den Normwert steigender Haarausfall als Effluvium bezeichnet wird. Dieses kann schlussendlich auch zu einer Alopezie führen. Bei dieser Form des Haarverlusts handelt es sich im Allgemeinen um eine, bei der die ausgefallenen Haare nicht mehr nachwachsen, ohne dass konkrete Maßnahmen ergriffen werden. Wir klären Dich zu den möglichen Ursachen und Unterformen auf.

Alopezie Haarausfallen

Formen der Alopezie

Eine Alopezie kann grundsätzlich erblich-bedingt, erworben, herdförmig, diffus oder total sein. Hierbei wird zwischen vernarbender Alopezie und nicht-vernarbender Alopezie unterschieden. Bei einer vernarbenden Alopezie tritt der Haarausfall durch eine Schädigung der Haarfollikel ein. Diese Form entsteht beispielsweise infolge einer Infektion, eines Tumors oder durch Hautkrankheiten.

Bei einer nicht-vernarbenden Alopezie ist das Ausfallen der Haare hingegen auf den Eintritt der Haare in die Ruhephase zurückzuführen ist. Diese Form der Alopezie heißt androgenetische Alopezie (erblich-bedingter Haarverlust) und alopecia areata (Kreisrunder Haarausfall).

Stetig lichter-werdendes Haar lässt sich in die drei häufigsten Arten des Haarverlusts unterteilen.

Erblich bedingter Haarausfall – Androgenetische Alopezie

Androgenetische Alopezie ist mit 95% die häufigste Form des Haarschwunds. Bei Betroffenen beginnt der Haarausfall zunächst an der Stirn und an den Schläfen. Später entsteht dünnes Haar am Hinterkopf, bis sich schlussendlich die Glatze bildet. Grund für den Verlust der Haare sind verkürzte Wachstumsphasen der Haare. 

Kreisrunder Haarverlust – Alopecia areata

Bei dieser Form der Alopezie entstehen kahle Stellen am Kopf. Experten sind sich bis heute unschlüssig über die tatsächliche Ursache des kreisrunden Haarausfalls. Es wird weiterhin von einer Störung des Immunsystems ausgegangen. Auch Stress ist eine oft genannte mögliche Ursache für diese Form des Haarverlusts.

Androgenetische Alopezie

Diffuser Haarausfall – Alopecia diffusa

Die Alopecia diffusa ist gekennzeichnet durch das komplette Ausdünnen der Haare am gesamten Kopf. Häufig sind die Ursachen Infektionskrankheiten, Schilddrüsenunterfunktion oder ein hoher Cortisol-Spiegel durch zu viel Stress.

Wodurch wird die Alopezie ausgelöst?

Eine areale Alopezie ist aufgrund der deutlich sichtbaren kahlen Stellen schnell zu diagnostizieren. Die androgenetische Alopezie beginnt jedoch langsam und schleichend und ist deshalb zunächst nicht so einfach zu erkennen. Um den Auslöser zu identifizieren, hilft ein sogenannter klinischer Epilationstest, bei dem fest an einem Haarbüschel gezogen wird.

Wenn die Haare schmerzfrei aus der Kopfhaut entfernt werden können, liegt eine verstärkte Alopezie vor. Der Epilationstest ist ein erster Versuch die schwere der Alopezie zu diagnostizieren. Das Verfahren mit einem sogenannten Trichogramm liefert dann genauere Aussagen. Es ermöglicht die genaue Einordnung jedes einzelnen Haares in die drei Phasen des Haarzyklus.