Zunächst erklären wir dir, was unter Haarbruch (Spliss) genau zu verstehen ist. Bei Spliss (Trichoptilosis) splittern und brechen die Haare, sodass unsere Haarspitzen brüchig und glanzlos erscheinen. Äußere Einflüsse und Überstrapazierungen sind die häufigsten Auslöser für Haarbruch, welche auch zu Haarausfall führen können.

Das Färben der Haare hat zwar keinen unmittelbaren Einfluss auf das Haarwachstum, dennoch hat es negative Auswirkungen auf die Haarstruktur. Spliss ist ein Vorbote von Haarausfall und zeigt, dass Dein Haar beschädigt und geschwächt ist. In diesem Artikel zeige ich Dir ausführlich, wodurch Spliss und Haarbruch genau entstehen und was Du für schöne und kräftigere Haare tun kannst.

Frauen leiden unter dünnen Haaren

Was sind die Ursachen für Spliss?

Unsere Haare können genauso unter Stress geraten, wie wir selbst auch. Die häufigste Ursache für Haarbruch bzw. Spliss ist zu häufiges Färben der Haare (die Haarstruktur wird beschädigt) und die Pflege mit chemischen Produkten. Dein Haar gerät auch durch Hitze unter Stress. Die Sonneneinstrahlung oder zu heißes Föhnen und Glätten lässt besonders die Haarspitzen auf diese Weise austrocknen.

Das kann zur Folge haben, dass Dein Haar strohig und glanzlos wird. Insgesamt zeigt sich der Spliss in einem weniger glatten und ungeordneten Gesamtbild Deiner Haare. Die Ursachen für Spliss unterscheiden sich aber zwischen langem und kurzem Haar.

Bei kurzen Haaren brechen die Spitzen seltener auf, da die Haare weniger Reibung durch Bewegung ausgesetzt werden und natürlich auch häufiger geschnitten werden. Aus diesem Grund kann der Spliss nicht stark voranschreiten. Die Reibung an der Kleidung ist eine der Hauptursachen.

Im Folgenden zeige ich Dir, wie Du den Spliss stoppen kannst. Was kannst Du gegen die Reibung der Haare tun? Ganz einfach: Sind Deine Haare etwa schulterlang oder länger, solltest Du die Haare bei sportlichen Aktivitäten hochstecken oder hochbinden.

So verhinderst Du die Reibung und kannst den Haarbruch vorbeugen. Auch zu häufiges Kämmen gehört zu den Ursachen. Wenn Du den Spliss stoppen willst, solltest Du grundsätzlich vermeiden, dass Deine Haare mehrere Stunden des Tages der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

Auf diese Weise kann eine Austrocknung vermieden werden und die nötige Feuchtigkeit für die Haare kann gewährleistet werden. Unser Haar besteht zu 15% aus Wasser (siehe Aufbau unserer Haare). Durch zugeführte Hitze (Föhnen, Glätten, Sonneneinstrahlung) entziehst Du Deinem Haar den Wasseranteil.

Auch die Reibung der Haare an Kleidung oder Kopfkissen und Bettdecke kann für das Splittern der Haare verantwortlich sein. Besonders in der Nacht kann Spliss entstehen, da Dein Haar relativ lang einer gewissen Reibung ausgesetzt ist. Stoffe wie Satin sind etwas glatter und bieten weniger Angriffsfläche zur Reibung, sodass Du den Haarbruch durch die Reibung mit der Bettwäsche verhindern kannst.

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Wie kannst Du brüchige Haare entfernen?

Die ausbleichenden Haarspitzen sind das Erkennungsmerkmal von Spliss. Doch wie kannst Du die brüchigen Haare behandeln? Verwende am besten milde Haarpflegemittel und Shampoos gönne Deinem Haar mit einer Haarkur etwas Entspannung. Wie schon bereits erwähnt, wird nicht nur deine Psyche unter Stress gesetzt. Dein Haar benötigt ebenso eine Auszeit, wie Du sie vielleicht auch manchmal mental brauchst.

Viele Friseure empfehlen besonders Honig- und Salbei-haltige Haarpflegeprodukte bei der Behandlung von Spliss. Eine Technik von Haarstylisten ist die sogenannte Spliss-Cut-Methode, bei der eine erhitzte Schere genutzt wird, um die Haarspitzen wieder festzuschweißen und zu versiegeln. Am einfachsten lässt sich brüchiges Haar entfernen, indem Du Dir die Spitzen nachschneiden lässt.

Ein Friseur kann bei Dir vielleicht auch eine Keratin-Glättung gegen Haarbruch vornehmen, bei der weiteres Keratin in die Haarschicht gelangt und es besser vor äußeren Einwirkungen schützt. So kann Spliss verhindert und Dein Haar glatt und glänzend werden. Diese Keratin-Glättung wirkt etwa für sechs Monate nach und befreit Dich für eine lange Zeit von zersplitterten Haarspitzen.

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Spliss und Haarbruch stoppen – Tipps und Mittel

Folgendes kannst Du gegen Spliss tun. Wie Du diese praktisch richtig umsetzt, erkläre ich Dir im Anschluss:

  • Regelmäßige Friseurbesuche: Wer gesundes, spliss-freies Haar möchte, sollte mindestens einmal im Quartal seine Haare schneiden lassen. Je länger Haare nicht geschnitten werden, desto schwächer werden sie. Ist das Haar nicht gesund, ist die Wahrscheinlichkeit für Haarbruch sehr hoch. Das heißt: Regelmäßiges Nachschneiden ist wichtig für schöne lange Haare, aber auch um Spliss zu stoppen.
  • Verwendung milder Haarpflegeprodukte (Haarbürste, Shampoo und Co.): Du kannst diese Haarbürste mit Mischborsten aus stabilen Nylon-Stiften und Wildschweinborsten verwenden. Die Stifte helfen beim Entwirren und die Naturborsten bei der Verteilung des natürlichen Haarfettes (Sebum) auf die Haarlängen. Außerdem kann dieses Haar-Shampoo mit milden Tensiden helfen, sodass die Haare durch die Reibung von Bürsten und Kämmen oder durch die Föhn-Hitze überstrapaziert werden. Vermeide die vielen Plastik-Produkte, die es auf dem Markt gibt und investiere lieber den ein oder anderen Euro mehr für weniger chemische Produkte.
  • Stabilisierung der Haarstruktur durch essentielle Nährstoffe von innen und außen: Biotin, Niacin, Folsäure, Vitamin E, Zink oder Eisen. So viele Nährstoffe spielen direkt oder indirekt eine wichtige Rolle für gesundes Haar. Viele dieser Nährstoffe finden wir auch in Shampoos wieder. Von innen können wir die Versorgung unserer Zellen mit den wichtigsten Nährstoffen natürlich durch unsere Ernährungsweise beeinflussen. Vollkornprodukte, Meeresfrüchte, Rindfleisch, Leber oder auch Hülsenfrüchte enthalten eine Vielzahl essentieller Stoffe. Stress und die veränderten Ernährungsgewohnheiten unserer Gesellschaft sorgen dafür, dass wir häufig zur schnellen und ungesunden Variante bei den Mahlzeiten greifen. Um dem entgegenzuwirken, empfehle ich Dir Nahrungsergänzungsmittel mit den genannten Nährstoffen, die Dir gegen Spliss helfen und für gesunde und kräftige Haare sorgen.
  • Gegen Haarbruch ein Seidenkopfkissen verwenden: Eine der größten Gefahren für Spliss stellt unser Kopfkissen dar. In der Nacht bewegen wir uns sehr häufig und unbewusst hin und her, sodass Reibung zwischen Kopfhaaren und dem Kopfkissen entsteht, was Haarbruch fördert. Was kannst Du also für die Haare tun? Investiere in Seidenkopfkissen bzw. einen seidenen Bettbezug, denn Seide hat eine glatte und weiche Struktur, welche Deinen Haaren keine Feuchtigkeit entzieht.
  • Regelmäßig eine Kur durchführen: Bei Haarkuren gegen Haarbruch hast Du viele Möglichkeiten. Wenn Du Dir eine Haarkur kaufen möchtest, entscheide dich für eine Haarkur ohne Silikone, da diese die Kopfhaut verdichten und das Haar belasten. Du kannst Deine Haarkuren theoretisch auch selbst herstellen. Olivenöl, Milch, Honig, Bananen oder Eier sind in der Regel immer greifbar und bieten Dir eine schnelle und günstige Alternative zu industriellen Kuren.

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Abschließend fasse ich noch einmal zusammen: Starke Reibungen vermeiden, regelmäßige Friseurbesuche und die Behandlung Deiner Haare mit milden Haarpflegeprodukten können helfen, um den Haarbruch zu stoppen. Um Spliss zu verhindern, sollte besonders die Pflege Deiner Haarspitzen im Fokus Deiner Haarpflege stehen. Durch die Aufnahme der wichtigsten Nährstoffe für gesundes Haar, kannst Du Dein Haar zusätzlich stärken.

Dazu empfehle ich Dir Arganöl-Shampoo, dass Du einfach für ein paar Minuten auf Deiner Kopfhaut einwirken lässt. Auch die Aufnahme der Nährstoffe durch Nahrungsergänzungsmittel ist eine echte Alternative für gesundes Haar. Du kannst im Netz relativ schnell passende Haarvitamine finden.

Um Spliss bzw. Haarbruch zu stoppen, solltest Du Reibung, wie sie am Kopfkissen entsteht, minimieren. Beispielsweise kannst Du Seidenkopfkissen verwenden, um die Oberflächenstruktur Deiner Haare zu schonen und ihnen durch die geringere Reibung weniger Flüssigkeit zu entziehen.

Was kannst Du noch gegen Spliss und möglichen Haarausfall tun? Eine Haarkur ist das Stichwort. Sie lassen sich wunderbar selbst zusammenstellen und durchführen. Sowohl von innen als auch von außen wirken diese auf Deine Haare ein.

Eine bewährte Haarkur bietet Dir die Kombination aus einem Teelöffel Honig, einem Ei und einem Esslöffel Olivenöl. Den Honig kannst Du in einer kleinen Schüssel im Wasserbad leicht erhitzen. Wenn der Honig flüssig ist, mischt Du den Esslöffel Olivenöl dazu und rührst die Mischung um, bis sie dickflüssiger wird und Du das Ei unterrühren kannst. ACHTUNG: Bitte den Honig nicht in einer Mikrowelle erhitzen!

Nun massierst Du die Flüssigkeit in Deine Haare ein und deckst sie für etwa eine halbe Stunde mit einem Handtuch, Frischhaltefolie oder einer Duschhaube ab. Zum Schluss spülst Du die Lösung einfach mit lauwarmem Wasser aus Deinen Haaren. Mit dieser Haarkur kannst Du Deine Haare von außen mit essentiellen Nährstoffen versorgen.

Ich möchte Dir dazu noch zwei weitere Artikel mit auf den Weg geben, in denen ich mehrere Haarkuren getestet habe und Dir entscheidende Haarpflegetipps gebe: