Haarausfall bei Frauen

Geschrieben von | 5. März 2016 | | 0

Haarausfall bei Frauen in den Wechseljahren

Auch etwa 40% der Frauen leiden unter anlagebedingtem Haarausfall. Genau wie bei Haarverlust bei Männern ist auch hier die Ursache eine weitervererbte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegen Dihydrotestosteron (DHT). Der Botenstoff verkürzt die Wachstumsphase unserer Haare bis sie irgendwann ausfallen.

Frauen leiden deutlich stärker unter der Wirkung von Haarausfall als Männer. Vor allem in jüngeren Jahren führt die Ausdünnung des natürlichen Kopfschmuckes nicht selten in eine schwere Depression. Dichtes, langes und glänzendes Haar ist ein Zeichen der Jugendlichkeit und der Fruchtbarkeit. Fällt das Haar aus, wird dieser Umstand mit der Alterung in Verbindung gebracht und mindert das Selbstbewusstsein spürbar.

Je früher Du den Grund für Haarausfall bei Frauen diagnostizieren lässt, umso höher sind die Chancen, dass es nicht zur sichtbaren Scheitelverbreiterung, zu diffusem Haarschwund mit durchscheinender Kopfhaut und den damit verbundenen Einschränkungen Deines Wohlbefindens kommt.


Inhaltsverzeichnis

» Haarausfall: Ursachen
» Frauen in den Wechseljahren
» Frauen nach der Schwangerschaft
» Die Haare nach dem Absetzen der Pille
» Frauen zwischen Beruf und Familie
» Emotionalität – ein Grund für Haarschwund?
» Fazit | Haarausfall bei Frauen ist meist reversibel und gut behandelbar


Haarausfall: Ursachen

Für Haarausfall bei Frauen ist Stress die häufigste Ursache. Bei jeder zweiten Frau mit Haarschwund liegt der Verlust der Haare einer hohen psychischen Belastung zu Grunde. Bei drei von vier Männern ist ihre genetische Veranlagung der Grund für den Verlust der Haare leiden.

Dies ist nur bei 29% der Frauen die Ursache. Stattdessen sind die hormonellen Umstrukturierungen, die mit dem Alter einsetzen, bei der Frau ein wesentlicher Faktor. Bei etwa 40% der unter betroffenen Frauen sind die Wechseljahre die Ursache für den Haarausfall.

Bei etwa 34% ist die falsche Pflege der Grund für das lichter werdende Haar. Des Weiteren hat auch die falsche Ernährung und der damit entstandene Nährstoffmangel großen Einfluss auf das Wachstum der Haare.

Haarausfall kann ebenfalls aufgrund der sogenannten Hashimoto-Thyreoiditis entstehen. Das Krankheitsbild mündet in einer Schilddrüsenunterfunktion. Auch Haarausfall nach der Schwangerschaft ist keine Seltenheit.

Neben der psychischen Überlastung, einem Ungleichgewicht des Hormonhaushalts oder Pflegefehlern gibt es eine ganze Bandbreite weiterer Ursachen für Haarausfall bei Frauen. Ebenso wie beim Mann kann Dein Haarschwund genetischer Natur und fest in den Genen verankert sein. Eine Schwangerschaft, das Absetzen der Pille oder ein Pillenwechsel, die Wechseljahre und Dein emotionales Wesen können ebenfalls zu Haarproblemen führen.

Hinzu kommen Ernährungsmängel, Durchblutungsstörungen der Kopfhaut und Frisuren, die entgegen der natürlichen Wuchsrichtung Deiner Haare getragen werden. Es ist kaum möglich, der Ursache ohne eine medizinische Diagnose auf den Grund zu gehen und herauszufinden, warum Dein Haar ausfällt und was Du dagegen unternehmen kannst.


Frauen in den Wechseljahren

wechseljahre frau

Lange schützt das weibliche Sexualhormon Östrogen die Frauen vor Haarausfall. Wenn sich der Hormonhaushalt verändert (beispielsweise nach der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren), dann sinkt auch der Östrogenspiegel. Ab diesem Zeitpunkt macht sich bei vielen Frauen der Haarschwund bemerkbar.

Haarausfall bei Frauen ist nicht immer auf erbliche Veranlagung zurückzuführen. Häufig tritt zeitlich befristeter, aber starker diffuser Haarausfall auf. Das Haar der Frau wird dabei über dem gesamten Kopf verteilt dünner. Grund für diese Form des Haarverlusts ist bei Frauen häufig Stress, falsche Ernährung und Schlafmangel.

Das Hormon Östrogen ist für seine Wirkung auf die Haardichte und den gesunden Wuchs bekannt. In den Wechseljahren gerät Dein Hormonhaushalt vorübergehend aus den Fugen. Sinkt der Östrogenspiegel, kommt es vor allem bei Frauen mit sehr feinen Haaren oftmals zu sichtbarem Haarausfall.

Auch bei Frauen, die den Beginn der Wechseljahre körperlich kaum bemerken, kann der Haarverlust als deutliches Zeichen für die Veränderung der Hormone sprechen. Besonders stark betroffen sind Frauen, die einen höheren Testosteronspiegel aufweisen. In diesem Fall führen die Wechseljahre zu einem starken Ungleichgewicht der Hormone und das Testosteron gewinnt die Oberhand. Durch die Umwandlung in DHT fallen die Haare in größerer Menge, nicht selten diffus auf dem ganzen Kopf aus.


Frauen nach der Schwangerschaft

frau nach schwangerschaft

Genau wie der Verlust der Haare in den Wechseljahren, ist auch der Haarausfall bei Frauen nach der Schwangerschaft auf eine hormonelle Veränderung im Körper der Frau zurückzuführen. Während der Schwangerschaft ist das Haar der Frau besonders kraftvoll und glänzend, da laufend Östrogene produziert werden und auf diese Weise ein hoher Östrogenspiegel entsteht.

Nach den 9 Monaten sinkt der Östrogenspiegel abrupt ab. Häufig etwa drei Monate nach der Schwangerschaft beginnt dann der Haarausfall bei Frauen. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei aber nur um einen temporären Zustand, der sich mit der Zeit wieder normalisiert.

Das Haar wechselt häufig in den Scheitelregionen von der Wachstums- in die Ruhephase. Es beginnt brüchig zu werden und auszufallen. Dieser Zustand ist jedoch völlig normal, da der Körper sehr mit der hormonellen Umstellung beschäftigt ist. Der Haarausfall trifft Frauen besonders, da die Nerven in der Zeit nach der Geburt besonders auf die Probe gestellt werden.


Die Haare nach dem Absetzen der Pille

Die Antibaby-Pille enthält sogenannte Gestagene, die viele Ähnlichkeiten mit dem Schwangerschaftshormon Progestoron besitzen. Während die Pille eingenommen wird liegt ein hoher Östrogenspiegel vor. Es kommt häufig zum Haarausfall nach Absetzen der Pille, da der Östrogenspiegel wieder gesenkt wird.

Der Körper befindet sich, ähder in einer hormonellen Veränderungsphase befindet. In der Regel erholt sich das Haar nach einigen Wochen, da es sich an die Veränderungen gewöhnt hat.

Durch die künstliche Erhöhung des Östrogenspiegels wird selbst feines Haar sehr dicht und wächst schneller. Doch wenn Du die Pille absetzt, schwindet die Pracht auf Deinem Kopf binnen weniger Wochen. Der Grund hierfür liegt in der rapiden Absenkung des Östrogens und damit in einer hormonellen Veränderung, die sich sichtbar in Deinem Haarwuchs bemerkbar macht.


Frauen zwischen Beruf und Familie

Wie bereits angeschnitten, ist weiblicher Haarschwund sehr häufig stressbedingt. Du bist berufstätig, kümmerst Dich um die Kinder und bist für Deine Familie da. Dazu kommen Hobbys, Treffen mit Freundinnen und die gesamte Organisation des Familienlebens und der Freizeit.

Es verwundert nicht, dass Du selbst als mental starke Frau schnell an Deine Belastungsgrenze gelangst und diese anfangs unbemerkt überschreitest. Sinkst Du am Abend, wenn die Kinder im Bett sind, müde und abgespannt auf die Couch, ist der Punkt der Überlastung bereits erreicht. Haarausfall bei Frauen tritt in Folge von Stress vor allem dann auf, wenn Du alles perfekt machen und Fehler vermeiden willst.

Der Tag hat nur 24 Stunden und es ist nicht möglich, alle Bereiche gleichzeitig abzudecken und dabei in Ruhe und innerer Einkehr zu leben. Um Dich gegen stressbedingten Haarschwund zu schützen, solltest Du achtsam mit Dir selbst sein und die kleinsten Anzeichen einer Überlastung ernst nehmen.

Meist geht mentaler Stress durch Überlastung mit Vitalstoffmängeln durch ungesunde Ernährung und mit Schlafmangel einher. All das sind Gründe für Haarausfall, der bei Frauen mit hoher Verantwortung im Beruf und in der Familie keine Seltenheit ist. In den meisten Fällen kannst Du mit mehr Zeit für Dich und mit Ruhe gegensteuern und den Haarschwund stoppen.


Emotionalität – ein Grund für Haarschwund?

Frauen sind emotionaler und machen sich viel mehr Gedanken als Männer. Die eigentlich positive Eigenschaft führt sehr oft zu stumpf und dünn werdendem Haar. Gegen emotionalen Stress solltest Du Dich nicht allein zugunsten Deiner Haarpracht wehren.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Haarausfall bei Frauen mit einem sensiblen, emotionalen Wesen nur ein Symptom der mentalen Überlastung ist. Wenn die Seele leidet, leidet der Körper. Je feinfühliger Du bist, umso stärker ist das Risiko für seelisch bedingten Haarschwund.

Fällt Dein Haar aus, fühlst Du Dich unwohl und nicht mehr attraktiv. Dadurch machst Du Dir zusätzlich Gedanken und setzt Deine Psyche so stark unter Stress, dass sich der Haarausfall verschlimmert. Es gilt als erwiesen, dass emotionale Frauen deutlich häufiger an Haarausfall leiden als Frauen, die pragmatisch veranlagt und weniger sensitiv sind.

Um Dich vor Haarschwund zu schützen, musst Du Dein emotionales Wesen aber nicht aufgeben. Ein wenig Egoismus, Zeit für Dich und für Deine Belange reichen vollkommen aus, um nicht in eine Kaskade aus mentalem Stress und darauf beruhendem Haarausfall zu geraten. Wenn Du spürst, dass Dich die Emotionen übermannen und dass die Gedanken kreisen, schalte ab und gönne Dir eine Auszeit, in der Du nur Dich selbst und Dein Wohlbefinden im Blick hast.


Fazit | Haarausfall bei Frauen ist meist reversibel und gut behandelbar

Haarausfall kann bei Frauen ganz unterschiedliche Ursachen haben. Der Grund kann körperlich, beispielsweise durch die ganz natürliche Veränderung des Hormonspiegels in den Wechseljahren sein. Auch das Absetzen der Pille, eine Schwangerschaft und die Vereinbarung von Beruf und Familie können zu Haarschwund führen.

Du fühlst Dich belastbar, nimmst mehr Aufgaben an, als Du eigentlich bewältigen kannst? Dann könnte es zu stressbedingtem Haarausfall kommen. Als sehr feinfühlige Frau mit starkem emotional geprägten Wesen ist das Risiko für Haarschwund ebenfalls hoch. Doch Du darfst aufatmen.

Denn die meisten Ursachen lassen sich abstellen, beziehungsweise nach ihrer Diagnostik behandeln. Fällt Dein Haar aufgrund eines sinkenden Östrogenspiegels ab, reguliert sich die Problematik meist von selbst, sobald Deine Hormone wieder ins Gleichgewicht kommen. Auch bei vorübergehendem Stress musst Du nicht mit dauerhaften Folgen rechnen. Sobald Du zur inneren Ruhe findest, endet der Haarschwund und das Haar wächst wieder normal nach.

Solltest Du zu den wenigen Ausnahmen mit irreversiblem Haarausfall gehören, besteht die Möglichkeit einer Vitalisierung der Kopfhaut durch eine PRP Behandlung. Ist das Haar mit der Wurzel ausgefallen, hilft eine Haartransplantation. Doch soweit brauchst Du im Regelfall gar nicht gehen. Denn während genetischer Haarschwund bei Männern nicht aufhaltbar ist, sind Haarprobleme bei den meisten Frauen reversibler Natur.

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ÜBER DEN AUTOR

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Haarausfallen

Warum führe ich diesen Haarausfall-Blog? Weil ich schon mit 19 unter Haarausfall gelitten und ihn nun endlich in den Griff bekommen habe. Ich möchte alle Erfahrungen der Menschen zum Thema Haarausfall verbinden, eine Plattform zur anonymen Diskussion über das sensible Thema Haarausfall bieten und gemeinsam Lösungen finden.