HAARAUSFALLEN

Reibeisenhaut (Mucinosis follicularis)

Reibeisenhaut (Mucinosis follicularis) wird auch follikuläre Muzinose (Alopecia mucinosa) genannt und ist eine Hauterkrankung beziehungsweise Verhornungsstörung der Haarfollikel, aus der Haarausfall resultiert. Reibeisenhaut ist genauer gesagt eine Ansammlung von Muzine (Schleim) direkt an den Haarfollikeln. Durch die Schleimansammlung beginnt sich der Bereich um den Haarfollikel zu entzünden, bis es schließlich zum Haarausfall kommt. Die Entzündung der Haut breitet sich bei follikulärer Muzinose immer weiter aus und macht sich meist durch haarlose Stellen auf der Kopfhaut, aber auch im Gesicht und im Nackenbereich bemerkbar. Die Haarfollikel sind an den Stellen tastbar, da sie verhärtet sind. Die Hautkrankheit wird daher auch Reibeisenhaut genannt. Zur Reibeisenhaut kommt es, da eine Keratin-Überproduktion in den Haarfollikeln stattfindet. Da die Follikel durch die übermäßige Keratin-Produktion verstopfen, wird die Hautschicht verdickt und ist daher sicht- und tastbar. Die Hauterkrankung Reibeisenhaut solltest du nicht einfach vermuten, sondern von deinem Arzt genau untersuchen und bestätigen lassen.

Welche Typen der Reibeisenhaut (Mucinosis follicularis) gibt es?

Die Alopecia mucinosa ist in drei unterschiedliche Typen unterteilt. Die primäre Muzinose ist eine lokalisierte Krankheit die bei Personen unter 40 Jahren eintritt (meistens bei Kindern). Von einer primären, generalisierten Krankheit spricht man bei der Alopecia mucinosa, wenn die Personen über 40 Jahre alt sind. Im Alter von 50 – 79 Jahren spricht man bei der Reibeisenhaut von der sekundären Krankheit, die aus einer anderen gutartigen oder bösartigen Krankheit resultiert. Eine Haartransplantation ist aufgrund des Krankheitsverlaufes keine Lösung gegen follikuläre Muzinose.

Symptome der Reibeisenhaut (Mucinosis follicularis)

Die Symptome der Reibeisenhaut treten bereits häufig erstmals im Kindesalter auf. Tatsächlich sind besonders die Mädchen in der Pubertät von der Reibeisenhaut betroffen. Da es bei der Hautkrankheit zu einer Verhornungsstörung der Haarfollikel kommt, sind die typischen Symptome der Reibeisenhaut viele weißliche oder leicht rötliche Erhebungen auf der Haut, rund um den Haarfollikel. Reibeisenhaut - Follikuläre MuzinoseDen Namen Reibeisenhaut hat die Krankheit bekommen, da diese Erhebungen sehr rau sind und man sie spürt, wenn man über die Haut streicht. Meistens ist die Reibeisenhaut an den Oberarmen zu finden, jedoch kann die Krankheit auch an anderen Stellen wie dem Kopf oder dem Oberschenkel entstehen. Die Entzündung der Kopfhaut ist vor allem an stark-behaarten Kopfhaut zu spüren und hat den Haarausfall zur Folge. Ursache der follikulären Muzinose ist häufig das Bakterium Staphylococcus aures, das in Deutschland weit verbreitet ist.

Was tun gegen Reibeisenhaut?

Eine direkte Behandlung der Reibeisenhaut ist aktuell noch nicht möglich, jedoch können die jeweilige Symptome der Reibeisenhaut behandelt werden, da beispielsweise trockene Haut die raue Haut fördert. Spezielle feuchtigkeits-spendende Pflegeprodukte können die Symptome der Reibeisenhaut daher lindern. Folgende Wirkstoffe sollten die Mittel gegen Reibeisenhaut laut ärztlicher Empfehlung beinhalten:

  • Harnstoff
  • Milchsäure
  • Salizylsäure
  • Hydroxycarbonsäuren

In vielen Fällen reicht die Behandlung mit Cremes und Salben schon aus, um das Hautbild zu verbessern. Du solltest vor der Behandlung aber unbedingt mit deinem Arzt Rücksprache halten, um die genaue Ausprägung der Symptome feststellen zu können und die Reibeisenhaut gezielt zu behandeln.

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