Viele Menschen haben dünne Haare. Doch warum bekommen wir dünne
Haare oder sogar Haarausfall? Und was kann man gegen dünne Haare tun? Diese und weitere Fragen zum Thema
beantworte ich dir in diesem Artikel und zeige dir abschließend, was du unternehmen solltest.

Die feinen Haare sind häufig genetisch bedingt, aber auch Stress und ein immer
häufiger vorkommender Nährstoffmangel können dünnes Haar zur Folge haben. Haare sind eines der Wunder unseres
Organismus. Aber je nach Anspruch kämpft man um ihre besondere Schönheit, ärgert sich oder weint ihnen nach, wenn
sie verloren gehen und die Haarpracht dünner wird.

Man mit dünne Haare-min

Bekommt man innerhalb kurzer Zeit sehr dünne Haare liegt der Verdacht auf diffusen Haarausfall nahe.
Bei dieser Form der Alopezie wird das Haar über den gesamten Kopf verteilt dünner.

Dicke Haare und dünne Haare im Vergleich

Normales Haar hat einen Durchmesser von 0,05 bis 0,07 Millimeter. Bestimmt wird das von
den Erbanlagen. Hauptbestandteil der Haare sind wasserunlösliche Faserproteine, die Keratin genannt werden. Die
verhornten Zellen werden von den Wurzeln gebildet und nach außen geschoben. So unscheinbar es auch aussieht, hat jedes Haar doch eine
komplexe Struktur
, die aus verschiedenen Schichten, Faserbündeln, Fibrillen und Filamenten besteht.

Das Haar wird im natürlichen Zyklus nach zwei bis sechs Jahren abgestoßen und bildet
sich dann neu. Täglicher Ausfall ist darum ein normaler Vorgang, wenn es etwa bis zu hundert Haare sind. Feines Haar
ist kleiner als 0,05 Millimeter. Diese, meist von den Genen vorgegebene Größe, lässt sich nur schwer beeinflussen.
Die Natur versucht es auszugleichen.



Meist hat man dann zahlenmäßig mehr Haare als vergleichbare Personen mit dickerem Haar.
Feine Haare sind empfindlicher. Darum benötigen sie eine besondere Pflege. Wird die Haarfülle geringer, fallen dünne
Haare sehr schnell auf.

Dünne Haare bei Frauen und Männern

Dünner werdendes Haar betrifft viele Menschen. Uns Männern ist (fast) nicht zu helfen,
wenn der Rückgang genetisch veranlagt ist. Frauen sind davon weniger betroffen. Obwohl Haarfollikel eigentlich sehr
sensibel auf negative Prozesse reagieren, dauert es meist eine Weile, bis man das fortschreitende Defizit spürt.

Frauen entdecken dies viel schneller, weil sich das Problem bei der täglichen Haarpflege
bemerkbar macht. Dann weiß man relativ sicher, dass im hochkomplexen Stoffwechsel etwas aus dem Gleichgewicht
geraten ist. Der Organismus leidet bei dünnem Haar an einem oder mehreren Mängeln. Solche Faktoren können neben
Stress auch beispielsweise Vitamin-D Mangel, Mineralstoffmangel, Aminosäuremangel, Hormonveränderungen, schädliche
Haarpflegeprodukte oder bestimmte Medikamente sein.

Es ist nahezu unmöglich, die auslösenden Faktoren für dünne Haare selbst zu
bestimmen. Je länger man experimentiert, desto größer kann das Problem mit den dünnen Haaren werden. Kaum
jemand wendet sich nach den ersten Anzeichendirekt an einen Dermatologen, aber genau das sollte man tun, um
irreparable Schäden zu vermeiden. Ursachen lassen sich nur durch ärztliche Untersuchung finden.

Neben Mangelerscheinungen können aber auch belastende Schwermetalle, die man mit der
Nahrung aufnimmt (siehe meinen Artikel über Arsenvergiftung), Grund für dünner
werdendes Haar sein. Giftige Umweltstoffe sind inzwischen allgegenwärtig. Meist kommen dadurch weitere Symptome
dazu.

Frauen leiden unter dünnen Haaren

Viele Frauen leiden unter dünnen Haaren.

Die Werbung ist mit ihren Anpreisungen sehr verlockend. Dichtes, fülliges Haar,
Steigerung der Haardicke, neues Wachstum – nur eine Shampooanwendung entfernt. Oder die Haar-Vitamin-Kapsel. Es gibt
viele Mittel gegen dünne Haare, die nachweislich für dickere Haare sorgen.

Doch wir unterliegen dem Prinzip Hoffnung gern, obwohl nicht alle Produkte gegen dünne
Haare helfen. Aus diesem Grund sollten wir die Wirkung jedes Produkts gegen dünne Haare überdenken. Um dir diese
Problematik abzunehmen, habe ich diesen Blog rund um das Thema Haarausfall gestartet.

Dünne Haare aufgrund von Hormonschwankungen

Bei Männern wird Testosteron oft mit der Ausdünnung in Verbindung gebracht. Sehr
wahrscheinlich ist, dass nicht die Menge, sondern das genetische Programm bestimmt, wann Haarfollikel empfindlich
auf das Hormon reagieren und absterben. Mit Medikamenten kann man dem entgegenwirken.

Häufig ist bei Frauen zu beobachten, dass sie nach starken Belastungen dünne Haare
bekommen. Der Stress ist aber nicht Ursache, sondern nur Auslöser. Der Stoffwechselhaushalt ist
durcheinandergeraten. Bei ihnen reagieren Hormone wie Östrogen, Testosteron, Dihydrotestosteron und
Dehydroepiandrosteron. Erst die Blutanalyse kann Klarheit schaffen.

Hashimoto – Dünne Haare durch Schilddrüsenunterfunktion

Gerät ihre Hormonsteuerung außer Kontrolle, drohen zahlreiche krankhafte Veränderungen.
Dazu gehört auch dünnes Haar. Die Selbstdiagnose hält einige Hinweise parat: Abgeschlagenheit, chronische
Verstopfung oder plötzliche Durchfälle, Depressionen, unerklärliche Gewichtszunahme und Gewichtsabnahme.

Es gibt viele mögliche Anzeichen als Auslöser von dünnem Haar. Verlasse dich da aber
bitte auf die Diagnose deines Arztes. Eine Szintigrafie bringt Klarheit – und hilft, das dünne Haar gezielt zu
behandelt. Eine häufige Ursache für dünnes Haar und Haarausfall ist eine Schilddrüsenunterfunktion oder
Schilddrüsenüberfunktion (Hashimoto). Es handelt
sich dabei um eine dauerhafte Entzündung der Schilddrüse, die Haarausfall zur Folge hat.

Dünne Haare durch Vitamin-D-Mangel

Vitamin-D-Mangel: Untersuchungen und Verkäufer von Vitamin D Präparaten weisen auf einen
signifikanten Vitamin D Mangel in der Bevölkerung hin. Vitamin D, an vielen Prozessen im Körper beteiligt, einer
davon ist das Haarwachstum. Der Körper kann es mit Hilfe des Sonnenlichtes leicht selbst herstellen. In den
Sommermonaten werden Reserven angelegt.

Aus diesem Speicher nutzt der Körper die Vorräte, wenn es an Licht mangelt. Das Vitamin
hat eine große Bedeutung für den gesunden Kalziumspiegel, ist aber an vielen anderen Stoffwechselprozessen ebenso
beteiligt. Auch auf das Haar kann es Einfluss nehmen. Liegt ein Vitamin D Mangel tatsächlich vor, lässt er sich
relativ leicht korrigieren. Neben Vitamin-D-Mangel ist Biotinmangel ein weiterer häufiger Vitaminmangel, der zu
dünnen Haare bis hin zu Haarausfall führen kann.

Dünne Haare durch Eiweißmangel

Keratin wird mit Hilfe von Eiweiß gebildet. Eine Studie der Harvard-University ergab,
dass auch Proteinmangel zu dünnem Haar führen kann. Bei einer Unterversorgung wird es an wichtigeren Baustellen
benötigt. Das Haar ist entbehrlich. Man muss aber nicht gleich in Panik verfallen. Das Angebot an verwertbarem
Eiweiß in der Nahrung ist so vielfältig, dass eine Unterversorgung nur selten und in extremen Fällen vorkommt.

Etwa zehn Prozent der Nahrungsmenge sollten dem Eiweiß gehören. Das entspricht 0,8 Gramm
Protein je Kilogramm Körpergewicht. Selbst Veganer müssen sich keine großen Sorgen machen, da sehr viele pflanzliche
Lebensmittel auch Eiweiß enthalten. Aber auch diese tägliche Nahrungszunahme kann man überprüfen, wenn das dünne
Haar zum Problem wird.

Dünne Haare durch Siliziummangel

Die Natur gibt Neugeborenen einen gefüllten Siliziumspeicher mit. Silizium ist ein
Spurenelement, das wir mit der Nahrung aufnehmen. Es wird praktisch überall im Organismus benötigt – akuter Mangel
wird sich als nicht nur beim Haarausfall zeigen. Getreideprodukte, Kartoffeln, Reis oder Zwiebeln sind gute
Lieferanten. Auch Brennnessel und Zinnkraut (Schachtelhalm) gehören dazu.

Siliziumhaltige Nahrungsergänzungsmittel erzählen von der Notwendigkeit ihrer Einnahme
zur Stärkung von Nägeln, Haut und Knochen. Der wissenschaftliche Nachweis ihrer Bioverfügbarkeit fehlt jedoch.
Zielgerichtete, normale Nahrungsaufnahme genügt völlig. Siliziummangel als signifikante Erscheinung ist in Europa
allerdings nicht bekannt. Viel mehr verursachen Zinkmangel
und Eisenmangel
die Entstehung von dünnen Haaren bis hin zum Haarausfall.

Unter Nährstoffe für gesundes Haar
erfährst du mehr darüber, wie du dein gesundes Haarwachstum fördern und etwas gegen dünne Haare unternehmen kannst.

Haarpflegeprodukte fördern dünne Haare

Es gibt Hinweise, dass chemische Bestandteile von Haarpflegeprodukten absolut keine
pflegende, sondern eine belastende Wirkung für unser Haar sind und deshalb dünne Haare fördern können. Ins Visier
geraten ist besonders Natriumlauryl-oder Natriumlaurethsulfat. Allerdings ist dieses anionische Tensid, das man
übrigens auch in Zahnpasta findet, inzwischen oft durch andere Stoffe ersetzt worden.

Ein möglicherweise ebenso bedenklicher Stoff und Förderer von dünnen Haaren ist das
Erdölderivat Propylenglykol. Parabene werden inzwischen nach und nach ersetzt, da sie in den Hormonhaushalt
eingreifen können. Dass Silikone nicht gesund sein können, weiß inzwischen fast jeder. Die Versprechen der Industrie
dienen in erster Linie dem Absatz.

Haarpflegeprodukte

Es lohnt sich, einen kritischen Blick auf die Inhaltsstoffe der verwendeten Mittel zu
werfen bevor man einfach wahllos alle Mittel gegen dünne Haare ausprobiert. Dazu gehören ebenso alle Varianten des
Tönens und Färbens. Die komplizierten Bezeichnungen der Zusatzstoffe lassen sich nur durch akribische Nachforschung
enträtseln. Bei dünnen Haaren ist es darum ratsam, sich damit zu beschäftigen und Alternativen zu suchen, um auch
negative Reize von außen zu minimieren.

Eine Haarkur kann gegen dünnes Haar helfen, da sie auch tiefere Schichten des Haares aufbaut. Um eine Nuance wirkt
dann ausgedünntes Haar fülliger. Ach und Vorsicht beim Föhnen! Hitze verdampft Wasser im Inneren des Haares und ist
ebenfalls belastend für dein Haar. Haarausfall, dünne Haare oder Haarbruch sind häufig die Folge.

Diese 4 Schritte helfen gegen dünne Haare

Da dünnes Haar durch viele unterschiedliche Ursachen entstehen kann, ist eine Strategie im Umgang mit den sensiblen
Haaren notwendig. Deine Haare müssen dabei sowohl von innen, als auch von außen mit den wichtigsten Nährstoffen für
die Haare versorgt werden. Es ist super, wenn du die exakte Ursache für dein dünnes Haar von deinem Arzt
identifizieren lässt, um den dünnen Haaren noch gezielter entgegenwirken zu können. In der Gesamtheit verhelfen dir
die folgenden Maßnahmen zu dickeren und kräftigeren Haaren, da sie deinen Körper entschlacken, mineralisieren
und vitalisieren:

  1. Gesunde Ernährung: Schau dir den Beitrag gesunde Ernährung für die
    Haare
     an. Unser Haar benötigt viele Nährstoffe und Vitamine um kräftig zu sein. Vielleicht
    ernährst du dich ja bereits ausgewogen und gesund, sodass eine Ernährungsumstellung gar nicht notwendig ist.
  2. Entschlackung: Um deinen Körper von Gift- und Schadstoffen zu befreien, solltest du
    eine Entschlackungs-Kur machen. Für mich ist diese
    vegane Kur
    eine der Besten (persönlich getestet). Meine Haut war spürbar reiner und ich selbst fühle
    mich einfach wacher. Diese Entschlackung unterstützt die natürlichen antioxidativen Reaktionen in deinem
    Körper.
  3. Pflege von außen: Um dickere Haare zu bekommen solltest du deine Haare in deiner
    täglichen Pflegeroutine mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgen. Dazu bieten sich spezielle
    Haarkuren (z.B. mit Honig und Milch) an, die man auch wunderbar selbst durchführen kann, ohne viel Geld
    beim Friseur ausgeben zu müssen. Verwende für die tägliche Haarpflege dieses
    Arganöl-Shampoo
    , da es essentielle Vitamine und eine Vielzahl ungesättigter Fettsäuren enthält, die
    unser Körper nicht selbst herstellen kann.
  4. Pflege von innen: Um gegen die dünnen Haare vorzugehen, solltest du als Nahrungsergänzung
    Haar-Vitamine zu dir nehmen, die einem möglichen Nährstoffmangel vorbeugen oder ihn zügig beseitigen. Mit diesen
    Haar-Vitaminen
    kannst du da nichts falsch machen, da sie Biotin, Zink, Selen, Silicium, Vitamin C und
    Niacin enthalten und in der Kombination mit den Wirkstoffen aus Bierhefe, Bockshornklee und Goldhirse gegen
    dünne Haare und auch Haarausfall helfen.

Durch diese 4 Schritte gegen dünnes Haar wird nicht nur dein Haar vitalisiert, sondern dein gesamter Körper. Du
wirst fitter und wacher sein. Auch stressresistenter, da dein Körper einen Schub an Vitaminen und Nährstoffen
erfährt. Durch die antioxidativen Nährstoffe stabilisierst du dein  Immunsystem und entlastest es. So
können sich Haut und Haare wunderbar erholen und wieder zu alter Kraft finden.

Ich hoffe sehr, dass dir der Artikel über dünne Haare weiterhilft und dein Haar schlussendlich kräftiger
wird. Ich freue mich auf deine Meinung in den Kommentaren oder per E-Mail. Wenn du Fragen hast, kannst du diese
selbstverständlich auch stellen.

 

Sidefact: Unser Haar unterliegt dem Haarzyklus. Trotzdem ist ein
Haar ist durch seine spezielle Konstruktion Jahrhunderte haltbar. Der älteste gesicherte Menschenhaarfund
datiert auf 9000 Jahre. Wenn Haare also zerstört werden, dann liegt es überwiegend an äußeren Einwirkungen.