Geschrieben von Haarausfallen | 28. April 2016 | 0
Viele Menschen leiden unter dünnen Haaren. Besonders bei Männern sind diese sehr sichtbar. Auch Frauen leiden aber unter lichter werdenden Haaren. In vielen Fällen führen lichte Haare zu deutlichem Haarausfall. Aus diesem Grund solltest Du bereits früh die Ursache für den Haarverlust feststellen lassen, um effektiv und vorbeugend zu handeln.
Die feinen Haare sind häufig genetisch bedingt, aber auch Stress und ein immer häufiger vorkommender Nährstoffmangel kann dünnes Haar zur Folge haben. Sollte sich dieser Umstand innerhalb kürzester Zeit herausstellen, liegt der Verdacht auf diffusen Haarausfall nahe. Bei dieser Form der Alopezie wird das Haar über den gesamten Kopf verteilt lichter. In diesem Beitrag findest Du wichtige Informationen, Tipps und Maßnahmen wie Du dagegen vorgehen kannst!
» Dicke und dünne Haare im Vergleich
» Lichte Haare bei Frauen und Männern
» Hormonschwankungen als Ursache
» Wenn eine Schilddrüsenfehlfunktion die Ursache ist
» Lichte Haare durch Vitamin-D-Mangel
» Schütteres Haar durch Eiweißmangel
» Siliziummangel als Auslöser für Haarprobleme
» Haarpflegeprodukte können kontraproduktiv sein
» Diese 4 Schritte helfen gegen dünne Haare
Normales Haar hat einen Durchmesser von 0,05 bis 0,07 Millimeter. Bestimmt wird das durch die Erbanlagen. Hauptbestandteil der Haare sind wasserunlösliche Faserproteine, die Keratin genannt werden. Die verhornten Zellen werden von den Wurzeln gebildet und nach außen geschoben. So unscheinbar es auch aussieht, hat jedes Haar doch eine
komplexe Struktur, die aus verschiedenen Schichten, Faserbündeln, Fibrillen und Filamenten besteht.
Das Haar wird im natürlichen Zyklus nach zwei bis sechs Jahren abgestoßen und bildet sich dann neu. Tägliches Ausfallen Deiner Haare ist dann ein normaler Vorgang, wenn es nur bis zu hundert Haare sind. Feines Haar ist kleiner als 0,05 Millimeter. Diese, meist von den Genen vorgegebene Größe, lässt sich nur schwer beeinflussen. Die Natur versucht es auszugleichen, aber wird die Haarfülle geringer, fallen dünne Haare sehr schnell auf.
Dünner werdendes Haar betrifft viele Menschen. Männern ist es schwierig zu helfen, wenn der Rückgang genetisch veranlagt ist. Frauen sind davon weniger betroffen. Obwohl Haarfollikel eigentlich sehr sensibel auf negative Prozesse reagieren, dauert es meist eine Weile, bis das fortschreitende Problem bei Frauen sichtbar ist.
Frauen entdecken dies viel schneller, weil sich das Problem bei der täglichen Haarpflege bemerkbar macht. Der Organismus leidet bei lichtem Haar an einem oder mehreren Mängeln. Solche Faktoren können neben Stress auch beispielsweise Vitamin-D Mangel, Mineralstoffmangel, Aminosäuremangel, Hormonveränderungen, schädliche Haarpflegeprodukte oder bestimmte Medikamente sein.
Es ist nahezu unmöglich, die auslösenden Faktoren für dünne Haare selbst zu bestimmen. Je länger man experimentiert, desto größer kann das Problem mit den lichten Haaren werden. Kaum jemand wendet sich nach den ersten Anzeichen direkt an einen Dermatologen, aber genau das sollte man tun, um irreparable Schäden zu vermeiden. Ursachen lassen sich nur durch ärztliche Untersuchung feststellen.
Neben Mangelerscheinungen können aber auch belastende Schwermetalle, die man mit der Nahrung aufnimmt (siehe meinen Artikel über Arsenvergiftung), Grund für lichter werdendes Haar sein. Giftige Umweltstoffe sind inzwischen allgegenwärtig. Meist kommen dadurch weitere Symptome dazu.
Bei Männern wird Testosteron oft mit dem Verlust der Haare in Verbindung gebracht. Sehr wahrscheinlich ist, dass nicht die Menge, sondern das genetische Programm bestimmt, wann Haarfollikel empfindlich auf das Hormon reagieren und absterben. Mit Medikamenten kann man dem entgegenwirken.
Häufig ist bei Frauen zu beobachten, dass sie nach starken Belastungen dünne Haare bekommen. Der Stress ist aber nicht einzige Ursache, sondern ein Auslöser wie viele andere mögliche Dinge. Der Stoffwechselhaushalt gerät oftmals durcheinander und Hormone wie Östrogen, Testosteron, Dihydrotestosteron und Dehydroepiandrosteron müssen genauer untersucht werden. Eine Blutanalyse kann Klarheit schaffen.
Gerät ihre Hormonsteuerung außer Kontrolle, drohen zahlreiche krankhafte Veränderungen. Dazu gehört auch lichtes Haar. Die Selbstdiagnose hält einige Hinweise parat: Abgeschlagenheit, chronische Verstopfung oder plötzliche Durchfälle, Depressionen, unerklärliche Gewichtszunahme und Gewichtsabnahme.
Es gibt viele mögliche Anzeichen als Auslöser von dünnem Haar. Verlasse Dich da aber bitte auf die Diagnose Deines Arztes. Eine Szintigrafie bringt Klarheit und hilft gezielt zu handeln. Eine häufige Ursache für Haarausfall ist eine Schilddrüsenunterfunktion oder Schilddrüsenüberfunktion (Hashimoto). Es handelt sich dabei um eine dauerhafte Entzündung der Schilddrüse, die Haarverlust zur Folge hat.
Untersuchungen der Verkäufer von Vitamin D Präparaten weisen auf einen signifikanten Vitamin D Mangel in der Bevölkerung hin. Diese Vitamine sind an vielen Prozessen im Körper beteiligt. Zu diesen Prozessen gehört auch das Haarwachstum. Der Körper kann es mit Hilfe des Sonnenlichtes leicht selbst herstellen. In den Sommermonaten werden Reserven angelegt.
Aus diesem Speicher nutzt der Körper die Vorräte, wenn es an Licht mangelt. Das Vitamin hat eine große Bedeutung für den gesunden Kalziumspiegel, ist aber an vielen anderen Stoffwechselprozessen ebenso beteiligt. Auch auf das Haar kann es Einfluss nehmen. Liegt ein Vitamin D Mangel tatsächlich vor, lässt er sich relativ leicht korrigieren. Auch ein mangelhafter Biotinspiegel kann sich im Verlust der Haare äußern.
Keratin wird mit Hilfe von Eiweiß gebildet. Eine Studie der Harvard-University ergab, dass auch Proteinmangel zu dünnem Haar führen kann. Bei einer Unterversorgung wird es an wichtigeren Baustellen benötigt. Das Haar ist entbehrlich. Du musst aber nicht gleich in Panik verfallen. Das Angebot an verwertbarem Eiweiß in der Nahrung ist so vielfältig, dass eine Unterversorgung nur selten und in extremen Fällen vorkommt.
Etwa zehn Prozent der Nahrungsmenge sollte aus Eiweiß bestehen. Das entspricht 0,8 Gramm Protein je Kilogramm Körpergewicht. Selbst Veganer müssen sich keine großen Sorgen machen, da sehr viele pflanzliche Lebensmittel auch Eiweiß enthalten. Aber auch diese tägliche Nahrungszunahme kann man überprüfen, wenn die Haare zum Problem wird.
Die Natur gibt Neugeborenen einen gefüllten Siliziumspeicher mit. Silizium ist ein Spurenelement, das wir mit der Nahrung aufnehmen. Es wird praktisch überall im Organismus benötigt – akuter Mangel wird sich also nicht nur durch Haarausfall zeigen. Getreideprodukte, Kartoffeln, Reis oder Zwiebeln sind gute Lieferanten. Auch Brennnessel und Zinnkraut (Schachtelhalm) gehört dazu.
Siliziumhaltige Nahrungsergänzungsmittel erzählen von der Notwendigkeit ihrer Einnahme zur Stärkung von Nägeln, Haut und Knochen. Der wissenschaftliche Nachweis ihrer Bioverfügbarkeit fehlt jedoch. Eine zielgerichtete, normale Nahrungsaufnahme genügt völlig. Es besteht bisher keine signifikante Korrelation zwischen dem Mangel an Silizium und den Haaren. Viel mehr verursachen Zinkmangel und Eisenmangel die Entstehung von lichten Haaren, die bis hin zum Haarausfall führen können.
Unter Nährstoffe für gesundes Haar erfährst Du mehr darüber, wie Du Dein gesundes Haarwachstum fördern und etwas gegen dünne Haare unternehmen kannst.
Es gibt Hinweise, dass chemische Bestandteile von Haarpflegeprodukten absolut keine pflegende, sondern eine belastende Wirkung für unser Haar sind und deshalb dünne Haare fördern können. Ins Visier geraten ist besonders Natriumlauryl-oder Natriumlaurethsulfat. Allerdings ist dieses anionische Tensid, das man übrigens auch in Zahnpasta findet, inzwischen oft durch andere Stoffe ersetzt worden.
Ein möglicherweise ebenso bedenklicher Stoff und Förderer von dünnen Haaren ist das Erdölderivat Propylenglykol. Parabene werden inzwischen nach und nach ersetzt, da sie in den Hormonhaushalt eingreifen können. Dass Silikone nicht gesund sein können, weiß inzwischen fast jeder. Die Versprechen der Industrie dienen in erster Linie dem Absatz.
Es lohnt sich, einen kritischen Blick auf die Inhaltsstoffe der verwendeten Mittel zu werfen bevor Du einfach wahllos alle Mittel gegen lichte Haare ausprobierst. Dazu gehören ebenso alle Varianten des Tönens und Färbens. Die komplizierten Bezeichnungen der Zusatzstoffe lassen sich nur durch akribische Nachforschung enträtseln. Bei dünnen Haaren ist es darum ratsam, sich damit zu beschäftigen und Alternativen zu suchen, um auch negative Reize von außen zu minimieren.
Eine Haarkur kann gegen dünnes Haar helfen, da sie auch tiefere Schichten des Haares aufbaut. Das kann für Nuancen fülligerer Haare sorgen. Auch beim Föhnen sollte Vorsicht geboten sein! Hitze verdampft Wasser im Inneren des Haares und ist ebenfalls belastend für die Follikel. Haarausfall, lichte Haare oder Haarbruch sind häufig die Folge.
Da dünnes Haar durch viele unterschiedliche Ursachen entstehen kann, ist eine Strategie im Umgang mit den sensiblen
Haaren notwendig. Sie müssen dabei sowohl von innen, als auch von außen mit den wichtigsten Nährstoffen für
die Haare versorgt werden. Es ist super, wenn Du die exakte Ursache für Dein dünnes Haar von Deinem Arzt identifizieren lässt, um ihnen noch gezielter entgegenwirken zu können. In der Gesamtheit verhelfen Dir die folgenden Maßnahmen zu dickeren und kräftigeren Haaren, da sie Deinen Körper entschlacken, mineralisieren und vitalisieren:
Durch diese 4 Schritte gegen dünnes Haar wird nicht nur Dein Haar, sondern Dein gesamter Körper vitalisiert. Du wirst fitter und wacher sein. Auch stressresistenter, da Dein Körper einen Schub an Vitaminen und Nährstoffen erfährt. Durch die antioxidativen Nährstoffe stabilisierst Du Dein Immunsystem und entlastest es. So können sich Haut und Haare wunderbar erholen und wieder zu alter Kraft finden.
Ich hoffe sehr, dass Dir der Artikel über dünne Haare weiterhilft und Dein Haar schlussendlich kräftiger wird. Ich freue mich auf Deine Meinung in den Kommentaren oder per E-Mail. Wenn Du Fragen hast, kannst Du diese selbstverständlich auch stellen.
Sidefact: Unser Haar unterliegt dem Haarzyklus. Trotzdem ist ein
Haar ist durch seine spezielle Konstruktion Jahrhunderte haltbar. Der älteste gesicherte Menschenhaarfund
datiert auf 9000 Jahre. Wenn Haare also zerstört werden, dann liegt es überwiegend an äußeren Einwirkungen.
Weitere Informationen:
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ÜBER DEN AUTOR
Warum führe ich diesen Haarausfall-Blog? Weil ich schon mit 19 unter Haarausfall gelitten und ihn nun endlich in den Griff bekommen habe. Ich möchte alle Erfahrungen der Menschen zum Thema Haarausfall verbinden, eine Plattform zur anonymen Diskussion über das sensible Thema Haarausfall bieten und gemeinsam Lösungen finden.