Eine Haarverpflanzung ist für viele Menschen mit Haarausfall der einzige Weg, um wieder zu vollem Haar und mehr Lebensqualität zu gelangen. Verschiedene Mythen über die Haartransplantation sind weit verbreitet, die Interessierte von diesem Schritt abhalten könnten.

Was hat es mit den Mythen und Irrtümern genau auf sich? Gründliche Informationen vor dem Eingriff klären auf und können eine Entscheidungshilfe sein. In diesem Beitrag geben wir Dir Antworten zu dem Thema!

10 Mythen über Haartransplantationen 

  1. Eine Eigenhaarverpflanzung ist schmerzhaft.

    Der Thema Schmerz der Eigenhaarbehandlung gehört zu den Mythen der Haartransplantation. In der Tat wäre eine Haarverpflanzung schmerzhaft, würdest Du keine örtliche Betäubung bekommen. Mit den neuen Methoden wird der Eingriff so schonend wie möglich ausgeführt. Der Spender- und der Empfängerbereich der Haare werden örtlich betäubt. Das ist sogar mit einer nadelfreien Betäubung möglich. Von der Haarverpflanzung spürst Du so gut wie nichts. Auch in den ersten Tagen nach dem Eingriff musst Du keine Schmerzen fürchten, da Du ein Schmerzmittel bekommst.

    FUE Technik Haartransplantation – narbenfreie und schonende

  2. Es ist sichtbar, dass nachgeholfen wurde.

    Bei den ersten Haarverpflanzungen, die ab 1939 vom japanischen Arzt Dr. Shoji Okuda und später auch von US-amerikanischen Ärzten ausgeführt wurden, war tatsächlich zu sehen, dass die Haare transplantiert wurden. Damals wurden noch größere Stellen der Kopfhaut verpflanzt. Bei den modernen Methoden der Eigenhaarbehandlung werden Grafts mit bis zu fünf Haarfollikeln aus dem Spenderbereich entnommen, die in den Empfängerbereich eingepflanzt werden. Dabei wird darauf geachtet, dass die Haare besonders am Haaransatz im richtigen Abstand und in der richtigen Anzahl eingesetzt werden. Da die Haare in Wuchsrichtung transplantiert werden, kommt es auch nicht zum sogenannten Puppenkopfeffekt, bei dem die Haare borstig in alle Richtungen wachsen. Wird die Haarverpflanzung fachgerecht in einer guten Klinik ausgeführt, sollten Dich derartige Irrtümer nicht beeindrucken.

  3. Nach der Haarverpflanzung fallen die meisten Haare sowieso wieder aus.

    Zu den verbreitetsten Mythen über die Haartransplantation gehört, dass die meisten Haare wieder ausfallen. Hier muss die Behandlung als Ganzes betrachtet werden . Der Arzt prüft die entnommenen Haarfollikel auf ihre Qualität, um nur die kräftigsten Haarfollikel zu transplantieren. Etwa zwei bis sechs Wochen nach dem Eingriff fallen bei den meisten Patienten etwa 80 Prozent der transplantierten Haare tatsächlich aus.

    Das muss Dich aber nicht beunruhigen, denn die Haarfollikel müssen sich erst erholen und treten in die Ruhephase ein. Etwa drei Monate nach dem Eingriff wachsen die Haare wieder nach. Das Haarwachstum wird immer kräftiger. Das endgültige Ergebnis siehst Du nach 12 bis 18 Monaten. Da die Haare zumeist vom Hinterkopf entnommen werden, sind sie gegen Dihydrotestosteron, das bei einem erblich bedingten Haarverlust zum Ausfallen der Haare führt, resistent und fallen daher auch dann nicht aus, wenn andere Haare aufgrund des erblich bedingten Haarausfalls ausfallen.

  4. Haarverpflanzung kann nur im Winter erfolgen.

    Viele sagen, dass die Haarimplantation nur im Winter ausgeführt werden kann, da dann die verpflanzten Haare nicht durch Hitze, Schweiß oder Sonneneinstrahlung geschädigt werden. Das ist ein Irrtum, denn die Haarverpflanzung ist zu jeder Jahreszeit möglich. Im Sommer musst du Deinen Kopf nach dem Eingriff vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen und solltest Dich in den ersten Tagen in kühlen Räumen aufhalten. Die Jahreszeit hat keine Auswirkungen auf den Erfolg.

  5. Haarverpflanzung wird nur bei Männern ausgeführt.

    Diese Annahme gehört zu den verbreitetsten Mythen über Haartransplantationen. Ursprünglich wurde der Eingriff in der Tat nur bei Männern ausgeführt, doch immer mehr Frauen lassen sich inzwischen Haare transplantieren. Die Wahrheit ist, dass bei Männern die Folgen des erblich bedingten Haarausfalls mit Stirnglatze, Geheimratsecken und Glatze stärker sichtbar sind als bei Frauen.

    Eine erblich bedingte Alopezie zeigt sich bei Frauen mit immer lichter werdenden Haaren um den Mittelscheitel. Auch bei anderen Formen von Haarausfall können bei Frauen Haare transplantiert werden, wenn der Haarverlust nicht durch eine Autoimmunerkrankung oder eine Hormonstörung hervorgerufen wurde.

  6. Nach der Haarverpflanzung entstehen keine Narben.

    Nicht nur die Medien, sondern auch einige Kliniken können Mythen verbreiten, um für sich zu werben. Ein solcher Irrtum ist, dass der Eingriff ohne Narben erfolgt. Narben bleiben, auch wenn sie klein sind und mit bloßem Auge kaum wahrgenommen werden. Bei der FUT-Methode, die heute immer seltener angewendet wird, muss ein Streifen der behaarten Kopfhaut vom Hinterkopf entnommen werden, der bis zu 20 Zentimeter lang ist.

    Da die Entnahmestelle vernäht werden muss, entsteht dort eine bleibende Narbe. Bei der neuen FUE-Methode werden die Haarfollikel mit feinen Hohlnadeln entnommen. Dabei kommt es zu kleinen, punktförmigen Narben im Entnahmebereich. Auch im Transplantationsbereich entstehen kleine Narben, da Kanäle für die Aufnahme der Haarfollikel gestochen werden. Bei den neuen Haartransplantation-Methoden werden die Narben im Transplantationsbereich immer kleiner.

    Haartransplantation als Lösung gegen Haarausfall

  7. Nach der Haarverpflanzung ist das Ergebnis sofort sichtbar.

    Zu den Mythen über die Haartransplantation gehört, dass das Ergebnis sofort sichtbar ist. Da die transplantierten Haare in den meisten Fällen zuerst ausfallen und dann nach drei Monaten wieder nachwachsen, siehst Du das endgültige Ergebnis erst nach 12 bis 18 Monaten. Beginnen die Haare, nachzuwachsen, wird das Wachstum immer stärker. Die meisten Haare sind nach einem Jahr nachgewachsen, doch können auch in den folgenden sechs Monaten noch Haare nachwachsen.

  8. Eine gesunde Ernährung kann eine Haartransplantation verhindern.

    Auch wenn eine gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen zu einem guten Haarwachstum beitragen kann, gehört es zu den Irrtümern, dass eine Haarverpflanzung dadurch verhindert werden kann. Ist der Haarausfall erblich bedingt, sind die Haarfollikel gegen Dihydrotestosteron empfindlich, das beim Abbau von Testosteron entsteht. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann bei einem erblich bedingten Haarausfall, aber auch bei Haarausfall, der in Folge einer Autoimmunerkrankung oder einer Hormonstörung entsteht, nicht viel bewirken.

  9. Eine Haartransplantation kann nur bei Kopfhaaren erfolgen.

    Zu den Mythen über die Haartransplantation gehört außerdem, dass nur Kopfhaare transplantiert werden können. Auch Augenbrauen, Wimpern und Barthaare können transplantiert werden, wenn dort kahle Stellen auftreten oder die Haare dort überhaupt nicht vorhanden sind. Die Spenderhaare können vom Kopf entnommen werden.

    Müssen an den Augenbrauen nur kleine Stellen aufgefüllt werden, ist die Entnahme der Spenderhaare auch von den Augenbrauen möglich. Die Haare, die in die Augenbrauen oder in den Bart transplantiert werden sollen, können bei Männern auch von Brust, Rücken oder Beinen entnommen werden.

    Haartransplantation Mythen

  10. Nach der Haarimplantation sind keine weiteren Behandlungen mehr nötig.

    Zu den Irrtümern über die Eigenhaarverpflanzung gehört, dass nach dem Eingriff keine weiteren Behandlungen mehr erforderlich sind. Der Bereich, in dem die Haare verpflanzt wurden, muss nicht mehr behandelt werden, da die transplantierten Haare nicht ausfallen.

    Allerdings kann ein weiterer Haarverlust verhindert oder verzögert werden, indem Du Dich für eine PRP-Behandlung mit Eigenblut entscheidest. Eine Haartransplantation gewährleistet nicht, dass die übrigen Haare nicht ausfallen. Eine weitere Haarverpflanzung kann erfolgen, wenn weitere Haare ausfallen. Auch eine Haarpigmentierung ist möglich, um die Bereiche, an denen die Haare weiterhin ausfallen, zu kaschieren.

Fazit: Den Mythen über Haartransplantationen keinen Glauben schenken

Du solltest den Irrtümern, die über die Haarverpflanzung in Umlauf sind, nicht glauben. Entscheidest Du Dich für eine gute Klinik, wird Dich ein erfahrener Arzt umfassend beraten und die Unklarheiten aus dem Weg räumen. Schreitet der Haarausfall weiter fort, ist eine Haarverpflanzung eine dauerhafte Methode, um die kahlen Bereiche aufzufüllen. Sie ist eine sinnvolle Alternative zu Toupet oder Perücke.

Die neuen Methoden sind schonend und stellen für den Patienten nur eine geringe Belastung dar. Die Ärzte haben immer bessere Methoden entwickelt, die eine hohe Haardichte und eine hohe Anwuchsrate gewährleisten. Es ist nicht zu sehen, dass nachgeholfen wurde. Auch Schmerzen musst Du nicht befürchten.

Sogar für Angstpatienten ist die Haarverpflanzung heute mit der Betäubung ohne Nadeln oder mit der Sedierung möglich. Nicht nur Männer, sondern auch Frauen können Haare verpflanzen lassen.