Betäubung ohne Spritze

Sie haben über eine Haartransplantation nachgedacht und die Vorher-Nachher- Bilder beeindrucken Sie? Sie sind drauf und dran einen Termin für ein Beratungsgespräch zu vereinbaren? Wäre da nicht diese eine Sache: der Schmerz. Aus Ihrer Erfahrung wissen Sie, dass es oftmals gar nicht der Eingriff als solcher ist, der weh tut sondern die Spritzen, die im Vorfeld verabreicht werden. Nun die alles entscheidende Frage: Ist eine Haartransplantation auch mit einer Betäubung ohne Spritze möglich?

Haartransplantation – Alternative Möglichkeiten der Betäubung

Kurz und knapp: Ja, es ist möglich, bei einer Haartransplantation Betäubung auf die Spritze zu verzichten. Damit der Eingriff vorgenommen werden kann, ist eine lokale Betäubung unumgänglich. Schließlich werden mittels einer Hohlnadel Haarfollikel aus dem Hinterkopf in das kahle Empfängerareal verpflanzt. Für die örtliche Betäubung wurde das Narkotikum ursprünglich mit einer Spritze injiziert. Doch Erfahrungswerte haben gezeigt, dass dies in vielen Fällen zu einer schmerzhaften Angelegenheit für den Patienten werden kann. Eine Lösung musste her! Derzeit gibt es zwei Methoden auf dem Markt, die entweder eine Alternative zur Spritze oder aber eine sinnvolle Vorbeugung von Schmerzen durch die Spritze darstellen.

  1. Das Comfort-In-System
  2. Die Vereisung
  1. Das Comfort-In-System – Druck als Alternative zur Spritze
  2. Bei dem zertifizierten Comfort-In-System der Biohair Clinic wird das Anästhetikum mit Hochgeschwindigkeit in die Haut injiziert. In dem Betäubungsgerät befinden sich eine starke Feder und ein Kolben. Am unteren Ende des so genannten Pens wird das Anästhetikum eingefüllt, wobei ca. 0,5 ml in die kleine Öffnung hineinpassen.

    Bei der lokalen Betäubung ohne Spritze wird nun der Pen an die Kopfhaut gesetzt und der Auslöser betätigt. Durch den dadurch entstehenden Druck, wird das Anästhetikum innerhalb einer Drittelsekunde in die Kopfhaut geschleust. Der Hautkontakt ist dabei von so kurzer Dauer, dass Sie nur einen kurzen Druck wahrnehmen.

    Der große Vorteil dieser Methode besteht darin, dass das umliegende Gewebe nicht verletzt wird und kein Infektionsrisiko besteht. Im Gegensatz zur Betäubung mit Spritze kommt es nur zu einem minimalen Einstich in 0,15 mm Tiefe. Das Anästhetikum verbreitet sich bei dieser Methode übrigens wesentlich schneller, sodass früher mit dem Eingriff begonnen werden kann.

  1. Wie funktioniert die Vereisung?
  2. Eine weitere Möglichkeit der Betäubung stellt die Vereisung dar. Dabei kommt ein Kältespray zum Einsatz, das die Hautoberfläche durch starkes Herunterkühlen innerhalb kürzester Zeit betäubt. Auch Sportler bedienen sich gerne dieses Mittels. Der Effekt hält etwa eine Minute an. In dieser Zeit kann das Anästhetikum problemlos in die Haut injiziert werden. Die Vereisung ist also genau genommen keine Betäubung ohne Spritze, doch sie kann im Vorfeld eingesetzt werden, um den Schmerz der Spritze abzuwenden. Die First Hair Clinic in Frankfurt am Main nutzt zum Beispiel diese Methode der örtlichen Betäubung.

Kommt es zu Schmerzen nach der Haartransplantation?

Nach dem Eingriff kann es zu einem Spannungsgefühl auf der Kopfhaut kommen. Im Verlauf des Abheilungsprozesses sind auch Juckreiz und Rötungen nichts Ungewöhnliches. Grundsätzlich ist das Schmerzempfinden jedoch individuell sehr unterschiedlich. Manch einer berichtet von gar keinem Schmerz, ein anderer nimmt ihn dafür etwas intensiver wahr. Innerhalb der ersten ein bis zwei Wochen darf gerne auf leichte Schmerzmittel zurückgegriffen werden. Das A und O während des Abheilungsprozesses ist die richtige Nachsorge. Wenn Sie die Expertentipps beachten, trägt dies auch maßgeblich zur Reduktion eventueller Schmerzen bei.