Wer Sport liebt, will nach einer Eigenhaarverpflanzung nur ungern darauf verzichten. Doch wenn du nach einer Haartransplantation Sport treibst, riskierst du, die eingesetzten Implantate zu zerstören oder zu verlieren. Daher musst du nach der Haartransplantation auf Sport wie Fußball, Fitness oder Joggen zunächst verzichten. Dabei geht es um mechanische, thermische und chemische Einflüsse, die deinen Implantaten schaden.

Nach Haartransplantation Sport meiden

In den ersten zwei bis drei Wochen nach der Haartransplantation ist Sport tabu. In dieser Zeit sind die Implantate noch sehr empfindlich. Indem du nach der Haartransplantation Sport treibst, bringst du deinen Kreislauf in Schwung. Je intensiver dein Training, desto stärker pulsiert das Blut in deinen Adern. An den frischen Wunden entstehen so leicht Nachblutungen. Im schlimmsten Fall löst das Blut die Implantate heraus, sodass du sie verlierst.

Haartransplantation und Sport: Probleme Schweiß und Duschen

Wer Sport treibt, kommt schnell ins Schwitzen. Das ist ja auch der Sinn der Sache. Doch Schweiß besteht aus Salz und anderen Substanzen, die in Wunden nicht nur brennen, sondern dort auch die empfindlichen Wundzellen angreifen. Die Folge: Die Implantate lösen sich wieder, wenn ihre Verbindung mit der Kopfhaut gelöst ist. Das ist ein entscheidender Grund, warum nach der Haartransplantation Sport nicht vernünftig ist.

Ein weiteres Problem des Schwitzens ist, dass anschließend eine Dusche fällig ist, um den Schweiß wieder abzuwaschen. Der Empfängerbereich sollte aber erst nach 48 Stunden das erste Mal gewaschen werden. In den ersten beiden Wochen muss das Waschen außerdem extrem vorsichtig erfolgen. Es gilt: Je seltener du die Stelle wäschst, desto besser. Treibe deine Waschrate durch Sport also nicht unnötig in die Höhe.

Einzelne Sportarten im Fokus

Mit dem allgemeinen Sportverbot für die ersten zwei bis drei Wochen nach der Haarverpflanzung musst du also leben, wenn du Wert auf das bestmögliche Ergebnis legst. Je nach Sportart kommen neben dem Schwitzen noch weitere Risiken hinzu. Diese erfährst du in den nächsten Abschnitten. Einzelne Sportarten können übrigens über die drei Wochen hinaus noch riskant sein. Das wird in den Fällen explizit erwähnt.

Ist es okay, nach der Haarverpflanzung Fussball zu spielen?

Haartransplantation Sport

Fußball ist eine der beliebtesten Sportarten überhaupt. Doch es kann deinen Haarimplantaten erheblich schaden, wenn du zu früh nach der Haarverpflanzung Fussball spielst. Verzichte nach der OP mindestens drei Wochen darauf. Besonders problematisch sind drei Faktoren: das Überziehen des Trikots, Kopfbälle und derbe Fouls von deinen Mitspielern.

Trikots

Ist das Trikot sehr eng um den Hals geschnitten, lässt es sich kaum über den Kopf zu ziehen, ohne dass es die Kopfhaut berührt. Die sogenannten Grafts brauchen einige Tage, bis sie festgewachsen sind, daher fallen sie leicht aus. Du kannst dir also mit deinem Trikot versehentlich die frisch implantierten Haarfollikel herausreißen, wenn du nicht aufpasst.

Kopfbälle

Kopfbälle stellen noch ein größeres Problem dar, denn dabei wirken extreme Kräfte auf deine Kopfhaut. Der harte Stoß des Balls zerquetscht die Grafts regelrecht. Die reagieren darauf, indem sie ausfallen. Speziell für Kopfbälle gilt: Verzichte möglichst drei Monate nach der OP darauf. Fußball spielen kannst du natürlich schon früher, aber pass auf deinen Kopf auf.

Derbe Fouls durch Mitspieler

Hiervon sind im Gegensatz zu den ersten beiden Risiken auch Fußballspieler betroffen, die sich am Bart Haare implantieren lassen. Bei einigen Spielen kommt es vermehrt zu Schlägen, Stößen oder Kratzern durch andere Spieler. Wenn diese zufällig deinen Empfängerbereich treffen, kann es ebenfalls unschöne Konsequenzen für dein Transplantationsergebnis haben.

Outdoor nach der Haartransplantation: Sport unter freiem Himmel

Haartransplantation Sport

Wer gern draußen Sport treibt, sollte sich vor allem vor der Sonneneinstrahlung in Acht nehmen. Nicht nur, weil zu viel Sonne zu Hautkrebs führen kann, sondern auch weil dein Transplantationsergebnis stark darunter leidet. Die transplantierten Grafts vertragen nämlich für lange Zeit kein UV-Licht. Aus dem Grund ist auch der Besuch im Solarium und jegliches Sonnenbaden zu vermeiden. Wir empfehlen dir, mindestens sechs Wochen darauf zu verzichten, unter der Sonne Sport zu machen.

Enge Mützen und Caps als Schutz?

Leider sind auch zu eng sitzende Mützen oder Caps als Sonnenschutz keine sinnvolle Alternative. Einerseits zerren die Textilien an deinen Grafts, sodass du sie verlierst, wenn du nicht extrem vorsichtig bist. Das gilt für mindestens zehn Tage nach der Behandlung. Andererseits verhindern zu enge Kopfbedeckungen, dass dein Schweiß auf der Haut trocknet. Es ist aber ungünstig, die Grafts einem feuchten, salzigen Milieu zu überlassen. Wie bei einer zu intensiven Sonneneinstrahlung fallen sie dann leicht aus. Willst du trotzdem nicht auf Jogging oder Radfahren draußen verzichten, solltest du dies nur bei bedecktem Himmel tun und darauf achten, dass der Empfängerbereich ständig trocken bleibt.

Nach der Haartransplantation Fitness treiben

Haartransplantation Sport

Neben dem zu meidenden Faktor Schweiß, stellt nach der Haartransplantation Fitness ein Problem dar. Überall dort, wo du dich mit der Empfängerregion an ein Sportgerät anlehnen musst, kann es in den ersten vier Wochen zu Komplikationen kommen. Das Risiko nach der Haartransplantation Fitness zu betreiben, liegt in dem Druck auf die Haut, den die Implantate so kurz nach der OP nicht vertragen. Zu den riskanten Geräten zählen zum Beispiel die Beinpresse, die Brustpresse und die Hantelbank. Auch Yoga, Pilates und Gymnastik sollten gemieden werden, weil es dort dasselbe Druckrisiko gibt.

Schwimmen nach der Haartransplantation

Auch Schwimmen zählt zu den Sportarten, die du nach einer Eigenhaarverpflanzung vermeiden solltest. Als Richtwert gelten hier vier Wochen. Das Wasser im Schwimmbad ist gechlort und Chlor wirkt sich negativ auf deine implantierten Grafts aus. Dasselbe gilt für salziges Meerwasser. In natürlichen Gewässern riskierst du außerdem eine Infektion an den Implantaten.

Haartransplantation Sport

Badekappen als Lösung?

Eine Badekappe ist auch keine Lösung. Zwar hält sie das bedeckte Haar und Empfängerregionen an der Kopfhaut weitgehend trocken und frei von Chlor oder Salz, doch sitzen die Kappen so eng auf der Haut, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit die Grafts beschädigen oder herausziehen. Im Freibad kommt noch der Faktor UV-Licht hinzu.

Fazit: Haartransplantation und Sport

Eine Haartransplantation und Sport passen nicht gut zusammen. Zumindest nicht in den ersten Wochen. Es gibt zu viele Risiken, die das Ergebnis ruinieren können. Und dann hast du viel Geld umsonst ausgegeben. Auch wenn du den Sport sehr vermisst, solltest du nicht nachgeben, sondern diszipliniert darauf verzichten.

Das allgemeine Risiko der Kombination aus Haartransplantation und Sport liegt im Schwitzen und dem angeregten Blutkreislauf. Beides vertragen die empfindlichen Grafts nicht in der ersten Zeit. Speziellere Risiken hängen von den jeweiligen Sportarten ab. Nach der Haarverpflanzung Fußball zu spielen ist vor allem wegen der Reibung von Trikots, Kopfbällen und Schlägen von Mitspielern riskant. Mit Kopfbällen solltest du am längsten warten, nämlich bis zu drei Monate.

Auch Outdoor Sport und Fitness bergen typische Risiken. Draußen zerstört vor allem die UV-Bestrahlung die Grafts. Patienten, die nach der Haartransplantation Fitness betreiben wollen, müssen besonders auf Druck achten. Den vertragen die Haarimplantate nämlich nicht besonders gut.

Beim Schwimmen stören hingegen chemische oder biologische Einflüsse. Im Schwimmbad ist es das Chlor, im Meer das Salz und in allen anderen natürlichen oder künstlichen Gewässern fängst du dir leicht eine Infektion ein, die die Grafts zerstört. Um deine Implantate zu schonen, solltest du daher die genannten Fristen einhalten.