Geheimratsecken bei Frauen – wenn die Schläfen sich lichten

Geschrieben von | 22. Mai 2021 | Blog | 0

Geheimratsecken bei Frauen - wenn die Schläfen sich lichten

Ist Dir beim Blick in den Spiegel aufgefallen, dass sich die Haare an den Schläfen lichten? Haarausfall kann angsteinflößend sein, denn für viele Frauen ist das Haar ein wichtiger Teil ihrer Weiblichkeit. Warum Geheimratsecken bei Frauen entstehen und was sich dagegen tun lässt, erfährst Du in diesem Blogbeitrag


Inhaltsverzeichnis

» Haarverlust und Geheimratsecken bei Frauen – Formen und Ursachen
» Der Haarverlust kann bei Frauen unterschiedliche Formen annehmen. Dazu zählen:
» Ursachen: Darum fallen Haare vorschnell aus
» Ursache für Haarausfall beim Arzt herausfinden
» Geheimratsecken bei Frauen – was hilft?
» Nicht-medikamentöse Möglichkeiten
» Medikamentöse Behandlung
» Fazit


Haarverlust und Geheimratsecken bei Frauen – Formen und Ursachen

Haarausfall – davor haben viele Frauen Angst, wenn sie auf dem Kopfkissen, im Waschbecken oder in der Bürste mehrere Haare entdecken. Keine Bange, das ist meist noch kein Haarausfall. Tatsächlich ist es ganz normal, pro Tag bis zu 100 Haare zu verlieren.

Denn jedes Haar hat eine begrenzte Haltbarkeit und fällt irgendwann aus. Anschließend wächst neues Haar nach. Erst wenn das Haar lichter wird, die Kopfhaut stärker zu sehen ist oder kahle Stellen entstehen, spricht man von Alopezie (Fachbegriff für den Haarverlust). Tatsächlich sind im Laufe des Lebens rund 50 Prozent aller Frauen vom Verlust der Haare betroffen.


Der Haarverlust kann bei Frauen unterschiedliche Formen annehmen. Dazu zählen:

Anlagenbedingter Haarausfall: Diese genetische Form der Alopezie (konkret androgenetische Alopezie, Alopecia androgenetica oder kurz AGA genannt) ist die häufigste Form des Haarausfalls. Bei Frauen äußert sich AGA in Form einer Lichtung des Haupthaares.

Diffuser Haarausfall: Das Haar fällt am ganzen Kopf aus, insgesamt wirkt es dünner und lichter. Kahle Stellen gibt es jedoch nicht.

Kreisrunder Haarausfall: Dieser örtliche Verlust von Haar erfolgt in einem kreisrunden Muster. Außer an den runden, kahlen Stellen sieht das Haar unverändert dicht aus. Mediziner bezeichnen diese Haarausfallart als Alopecia areata.

Geheimratsecken bei Frauen: Lichte oder kahle Stellen an den Schläfen sind eigentlich für den männlichen Haarausfall typisch, doch sie können auch bei Frauen entstehen.


Ursachen: Darum fallen Haare vorschnell aus

Generell lassen sich mehrere Ursachen für den Haarverlust unterscheiden. Die häufigste Ursache sind die Gene. Lichtes Haar könnte also von Deinen Eltern oder Großeltern stammen. Auch die Hormone können negativ auf das Haar wirken. So erleben viele Frauen nach einer Schwangerschaft, dass ihnen vermehrt Haare ausfallen. Während der Menopause kommt es ebenfalls häufig zu Haarverlust.

Ein selteneres Beispiel für hormonell bedingten Haarausfall ist die Androgenisierung (Vermännlichung), bei der die Haarzellen sehr sensibel auf männliche Hormone im weiblichen Körper reagieren. Bei der Androgenisierung begleiten häufig auch weitere Symptome den Haarausfall: Akne, Zyklusstörungen, Hirsutismus und eine tiefer werdende Stimme.

Außerdem braucht Haar bestimmte Nährstoffe, um zu wachsen. Fehlen diese Nährstoffe, etwa aufgrund einseitiger Ernährung oder einer Erkrankung, kann es zum vorzeitigen Verlust von Haaren kommen. Zum Beispiel bei einer Anämie oder einem Mangel an Eisen, Folsäure, Vitamin B12 oder Zink leidet das Haar, wird feiner oder fällt aus. Durch Stress kann die Nährstoffaufnahme ebenfalls beeinträchtigt sein.

Auch aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion oder eines chronisch-entzündlichen Darmleidens kann Haar ausfallen. Viele andere Erkrankungen können ebenfalls dafür sorgen, dass vorübergehend mehr Haar ausfällt. So zeigte unlängst die Schauspielerin Alyssa Milano auf Instagram, dass sie als Folge einer Covid-19-Erkrankung sehr viel Haar verliert.

Eine weitere Möglichkeit sind Medikamente, bei denen Haarverlust als Nebenwirkung auftreten kann. Häufige Übeltäter sind Herzmedikamente (Beta-Blocker) oder Cholesterinsenker (Statine). Zudem können umweltbedingte Schadstoffe zum Ausfallen der Haare führen.

Wenn sich Geheimratsecken bei Frauen bilden, ist mitunter das falsche Haarstyling schuld. Eine Frisur, bei der die Haare zu stark gezogen werden (etwa Pferdeschwanz, Haarknoten oder dicht am Kopf geflochtene Zöpfe), kann zum Abbrechen und Ausfallen der Haare über der Schläfenpartie führen.

Auch Extensions können diesen Effekt haben. Ein prominentes Beispiel dafür ist Naomi Campbell. Heiße Stylingtools wie Föhn, Lockenstab oder Glätteisen sowie häufiges Blondieren/Färben können ebenfalls zu Haarbruch und Haarausfall führen.

Oft macht sich das am deutlichsten an der Schläfenpartie bemerkbar, da die zarte Haut an der Stelle geringere Mengen an Haaröl produziert, was die Haare weniger widerstandsfähig macht. Styling könnte auch der Grund dafür sein, dass Stars wie etwa Milla Jovovich oder Rosie O’Donnell mit Geheimratsecken leben.


Ursache für Haarausfall beim Arzt herausfinden

Welche Ursache hinter Deinen Geheimratsecken steckt, kannst Du beim Dermatologen abklären lassen. Dort wird Deine Kopfhaut genau inspiziert, im Idealfall mit einem speziellen Gerät, dem Trichogramm oder einem Trichoscan.

Mit diesen modernen Untersuchungsmethoden lässt sich der aktuelle Status der Haarwurzeln bestimmen. Die Dermatologin prüft auch die Beschaffenheit Deiner Kopfhaut und wie leicht sich das Haar herausziehen lässt. Diese Anhaltspunkte zeigen der Ärztin, um welche Art Haarausfall es sich handelt und welche Ursachen infrage kommen.

Zusätzlich fragt Dich die Dermatologin nach aktuellen und chronischen Erkrankungen, ob Du derzeit Medikamente nimmst und ob Haarausfall in der Familie vorkommt. Auch einen Bluttest kannst Du in der Praxis durchführen lassen, um etwa Schilddrüsenproblemen oder einem Nährstoffmangel auf die Schliche zu kommen.

Wichtig: Je früher Haarausfall und seine Ursache erkannt werden, desto eher hat die Behandlung Erfolg.


Geheimratsecken bei Frauen – was hilft?

Geheimratsecken bei Frauen können die Psyche belasten. Viele Betroffene suchen deshalb nach einer Lösung. Es gibt mehrere Möglichkeiten, um mit Geheimratsecken umzugehen.


Nicht-medikamentöse Möglichkeiten

Geheimratsecken kaschieren: Es gibt Haarschnitte und Frisuren, mit denen sich lichte oder kahle Stellen maskieren lassen. Eine Alternative ist farbiges Haarpulver, das auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird, um das vorhandene Haar dichter und voller wirken zu lassen.

Geheimratsecken verstecken: Durch das Tragen einer Perücke oder Kopfbedeckung wie Hut, Mütze oder Tuch lässt sich der Haarausfall verstecken. Aber Vorsicht: Häufiges Tragen von Perücke oder Hut kann zu einer mechanischen Belastung der Haarwurzeln führen und noch mehr Haarverlust verursachen.

Haartransplantation: Bei der Haarverpflanzung werden Haare aus anderen Bereichen (beispielsweise vom Hinterkopf) an die Geheimratsecken verpflanzt. Es handelt sich somit um eine Eigenhaarbehandlung.

Nach der Haarimplantation muss die Kopfhaut heilen, anschließend sieht die Schläfenpartie wieder voll und dicht aus. Solch eine Eigenhaarverpflanzung ist eine gute Option, wenn der Leidensdruck groß ist und andere Maßnahmen nicht geholfen haben.


Medikamentöse Behandlung

Abhängig von der diagnostizierten Haarausfallart gibt es mehrere medikamentöse Möglichkeiten zur Therapie bei Frauen.

Anlagenbedingter Haarausfall (AGA) bei Frauen lässt sich mit Hormonpräparaten behandeln. Möglich sind reguläre hormonelle Verhütungsmittel oder auch östrogenhaltige Mittel, die örtlich auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Die ersten Erfolge sind nach etwa drei Monaten sichtbar.

Ein Wiederwachstum an kahlen Stellen ist nur bedingt möglich, da die Haarfollikel durch AGA schrumpfen und das kaum mehr rückgängig zu machen ist. Das Fortschreiten des Haarverlusts wird allerdings gestoppt. Eine weitere Therapiemöglichkeit ist Minoxidil. Die Lösung wird zweimal täglich lokal aufgetragen und hemmt den weiteren Verlust von Haaren. Bei einigen Betroffenen kann Minoxidil das Wachstum neuer Haare fördern.

Beim kreisrunden Haarausfall ist die Behandlung äußerst schwierig, da die Ursache bisher nicht bekannt ist. Eine entzündungshemmende Behandlung mit Kortison (äußerlich oder zum Einnehmen) ist bei rund der Hälfte der Betroffenen hilfreich. Zudem wächst das Haar spontan relativ oft von allein wieder nach.

Diffuser Haarausfall lässt sich in aller Regel auf eine konkrete Ursache zurückführen (Nährstoffmangel, Krankheit, Medikament etc.). Ist die Ursache behandelt, reguliert sich das Haarwachstum wieder und binnen einiger Monate wächst das Haar wieder nach.

Tipp: Für welche Maßnahme Du Dich entscheidest, dokumentiere den Behandlungsverlauf! Mit regelmäßigen Fotos lässt sich die individuelle Wirksamkeit der gewählten Methode beurteilen.


Fazit

Geheimratsecken bei Frauen können belastend sein, da viele volles Haar mit Weiblichkeit und Gesundheit in Verbindung bringen. Dir geht es auch so? Dann musst Du Dich mit den unliebsamen Geheimratsecken nicht abfinden.

Welche Ursachen der Haarverlust tatsächlich hat, lässt sich beim Arzt ermitteln. Wenn Du der Ursache auf die Schliche gekommen bist, kannst Du aktiv dagegen vorgehen. Wie Du gelesen hast, gibt es diverse Möglichkeiten, Methoden und Mittel, um mit Geheimratsecken umzugehen und in Zukunft wieder volles, dichtes Haar zu haben.

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ÜBER DEN AUTOR

Haarausfallen Autor
Haarausfallen

Warum führe ich diesen Haarausfall-Blog? Weil ich schon mit 19 unter Haarausfall gelitten und ihn nun endlich in den Griff bekommen habe. Ich möchte alle Erfahrungen der Menschen zum Thema Haarausfall verbinden, eine Plattform zur anonymen Diskussion über das sensible Thema Haarausfall bieten und gemeinsam Lösungen finden.

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