Reversibler Haarausfall

Geschrieben von | 10. März 2020 |Blog | 0

Reversibler Haarausfall

Bis zu 100 Haare verliert jede Mensch pro Tag. Doch Du hast das Gefühl, dass Dein Haar rasant dünner wird und die Haarverlustmenge die “Normalität” deutlich überschreitet. Aus Sorge vor der Kahlköpfigkeit machst Du Dir jede Menge Gedanken und Stress.

Doch genau darin begründet sich ein Fehler, durch den reversibler Haarausfall verstärkt und vielleicht sogar in seiner Umkehrbarkeit eingeschränkt wird.

Wichtig ist, dass Du die Signale Deines Körpers richtig deutest und Dir darüber bewusst bist, dass es für diffusen und kreisrunden Haarschwund immer einen Grund gibt. Hier erfährst Du alles zu reversiblen Haarproblemen und dem richtigen Umgang damit.

Ist reversibler Haarausfall immer umkehrbar?

Reversibel heißt umkehrbar. Dein Haarschwund ist vorübergehend und meist eine direkte Folge eines inneren Ungleichgewichts oder eines äußeren Einflusses. Auch wenn reversibler Haarausfall nicht unmittelbar zur Glatze führt, solltest Du die Problematik nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Aus einem leichten, die Haarfollikel nicht schädigenden Problem kann bei Nichtbeachtung oder falschen Maßnahmen irreversibler Haarschwund werden.

Umso wichtiger ist es, dass Du auf die Signale Deines Körpers hörst und Dich auf Ursachenforschung begibst. Häufige Gründe für vorübergehende Haarprobleme sind Ernährungs- und Vitaminmängel, akuter Stress oder ein traumatisches Erlebnis.

Auch eine hormonelle Veränderung, die Überempfindlichkeit gegen aus Testosteron gebildetes DTH und mechanische Ursachen können für den Haarverlust verantwortlich sein.

Im Anfangsstadium diagnostizierter und behandelter reversibler Haarverlust reguliert sich meist in wenigen Wochen von selbst.

Reversiblen Haarschwund erkennen und behandeln

Ob der Haarausfall mit der Wurzel oder “nur” durch einen früheren Eintritt in die Ruhephase erfolgt, kannst Du als Laie nicht wirklich erkennen. Dir fällt auf, dass sich Dein Haar in einzelnen Bereichen oder am ganzen Kopf ausdünnt und nicht mehr die gewohnte Länge erreicht.

Nimmst Du gerade Medikamente oder hattest Du vor etwa 3 Monaten eine Behandlung mit Antibiotika? Ist Deine Psyche zum jetzigen Zeitpunkt angeschlagen, hast Du Stress oder fühlst Dich aus anderen Gründen seelisch unwohl?

Um zu erkennen, ob bei Dir reversibler Haarverlust als Begleiterscheinung einer Ausnahmesituation vorherrscht oder ob ein ernstes Problem dahinter steckt, musst Du auf Ursachenforschung gehen.

In den meisten Fällen ist ein Besuch beim Dermatologen nicht notwendig, da Du selbst erkennst, welche Gründe es für das Haarproblem gibt und im Umkehrschluss – wie Du den Haarschwund aufhalten kannst.

Symptome für umkehrbare Haarprobleme

In der Symptomatik unterscheidet sich reversibler Haarausfall nicht von unumkehrbarem Haarschwund. Dein Haar fällt in größerer Menge aus und an einigen Stellen Deines Kopfes kann die Kopfhaut durchschimmern. Es ist möglich, dass sich Schuppen oder rote Stellen auf Deiner Kopfhaut bemerkbar machen und jucken.

Doch ob Du unter einer irreversiblen Alopezie oder unter der aufhaltbaren Variante leidest, ist allein per Symptomsichtung nicht erkennbar. Um hier eine Tendenz zu erhalten, solltest Du genau überlegen, was sich zum Zeitpunkt des Haarschwundbeginns in Deinem Leben verändert hat.

Eine Umstellung der Ernährung, eine Veränderung in der Haarpflege oder die Anwendung neuer Haarkosmetika können ein Grund sein und Deinen Haarwuchs mit Unverträglichkeit reagieren lassen. In diesen Fällen löst sich die Problematik auf, sobald Du die Veränderung rückgängig machst und auf das Gewohnte zurückgreifst.

Reversibler Haarverlust kann mit der Antibabypille, mit Psychopharmaka und mit Antibiotika einhergehen. Er kann in einer stressigen Lebensphase auftreten und wird enden, sobald Du Dein seelisches Gleichgewicht wiedererlangt hast.

Diagnostik und Behandlung

Auch wenn reversibler Haarverlust nicht zur Kahlköpfigkeit führt, kann eine Diagnose beim Dermatologen hilfreich sein. Wie bereits angesprochen, erkennst Du nur den Haarschwund, nicht aber die Tatsache, ob das Haar mit der Wurzel ausfällt oder nicht.

In einer mikroskopischen Untersuchung, einer Haaranalyse und gegebenenfalls einem großen Blutbild wird der Dermatologe Deinem Haarschwund auf den Grund gehen. Anhand der Diagnostik weißt Du im Anschluss, ob es sich um vorübergehenden oder um nicht aufhaltbaren Haarschwund handelt.

Reversibler Haarausfall wird am besten mit einer Abstellung der Ursachen und besonders intensiver, aber schonender Pflege behandelt. Um Deine Haarwurzeln zu stärken und die Wachstumsphase zu beschleunigen, empfehlen sich die vitaminreiche Ernährung, wahlweise auch mit Zusatznahrung und einer PRP Behandlung.

Durch die Eigenbluttherapie wird die Kopfhaut besser durchblutet und mit wichtigem Sauerstoff, sowie mit einer größeren Menge Vitalstoffe versorgt. Dein Haar wächst wieder, da die Follikel nur geruht haben und nicht irreversibel geschädigt wurden.

Ist eine Haartransplantation möglich und nötig?

Prinzipiell ist eine Eigenhaarverpflanzung bei den meisten Formen von Haarschwund möglich. Doch da reversibler Haarverlustnicht mit einer dauerhaften Schädigung der Haarwurzeln einhergeht, ist der minimalinvasive Eingriff einer Haartransplantation unnötig.

Ergibt sich im Rahmen einer Untersuchung, dass Dein Haarproblem endlich und nicht mit dem Risiko der Kahlköpfigkeit verbunden ist, brauchst Du Dir um eine Transplantation von Eigenhaaren keine Gedanken machen.

Um den Prozess zu beschleunigen und die in der Ruhephase befindlichen Haarwurzeln zu aktivieren, sind andere Behandlungsmöglichkeiten wie die PRP Therapie oder eine Akupunktur hilfreich.

Zusätzlich solltest Du der Haar- und Kopfhautpflege sowie Deiner Ernährung erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Ein wenig Geduld ist notwendig, doch wirst Du wenige Wochen nach dem Stopp des Haarschwundes feststellen, dass Dein Haar neu wächst und dass sich erste kleine und oftmals noch dünne Haare zeigen.

Fazit | Reversibler Haarverlust ist keine dauerhafte ästhetische Einschränkung

Jede Form von Haarschwund ist besorgniserregend und schürt die Angst vor einer Glatze. Du musst dennoch zwischen unwiderruflichem und vorübergehendem Haarverlust unterscheiden. Reversibler Haarausfall ist eine Begleiterscheinung verschiedener Umstände und Einflüsse in Deinem Leben.

Wie aus der Bezeichnung hervorgeht, ist er endlich und Dein Haar wächst wieder nach. Anders verhält es sich bei irreversiblen Haarproblemen, die den Verlust Deiner Haare mitsamt der Wurzel zur Folge haben und dementsprechend keinen neuen Haarwuchs ermöglichen.

Wird bei Dir hingegen reversibler Haarverlust diagnostiziert, hört der vermehrte Haarschwund mit Abstellung der Ursachen auf. Deine ästhetische Ausstrahlung ist nur vorübergehend und nicht dauerhaft eingeschränkt.

Um von der Problematik mit Deinem Haar abzulenken, solltest Du die Frisur mit Bedacht wählen und vielleicht über einen modischen Kurzhaarschnitt nachdenken. Es ist ein Fakt, dass die Ausdünnung der Haare bei langem Haar deutlicher ins Gewicht fällt als bei einer Kurzhaarfrisur.

Medizinische Maßnahmen, wie zum Beispiel die Behandlung mit Haarwuchsmitteln oder eine Haartransplantation sind bei umkehrbarem Haarausfall nicht notwendig und in Anbetracht der Ausgangslage eher kontraproduktiv. Unterstütze Deinen Haarwuchs durch gesunde Ernährung und optimale Pflege.

ÜBER DEN AUTOR

Haarausfallen

Warum führe ich diesen Haarausfall-Blog? Weil ich schon mit 19 unter Haarausfall gelitten und ihn nun endlich in den Griff bekommen habe. Ich möchte alle Erfahrungen der Menschen zum Thema Haarausfall verbinden, eine Plattform zur anonymen Diskussion über das sensible Thema Haarausfall bieten und gemeinsam Lösungen finden.

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