Der 17-fache Grand-Slam-Gewinner Rafael Nadal und dessen Haare machen seit Jahren Schlagzeilen. Der 32-jährige leidet nämlich an Haarausfall und das schon seit geraumer Zeit. Immer wieder spielt auch seine schwindende Haarpracht neben seiner sportlichen Leistung als Tennisspieler für Medien und Paparazzi eine große Rolle. Und noch eine weitere Größe aus dem Leistungssport kämpfte in der Vergangenheit mit seinem Haar. So viel können wir schon vorwegnehmen: Benedikt Höwedes Haare haben eine regelrechte Verwandlung mitgemacht dank erfolgreicher Haartransplantation. Beide Stars wollen wir uns heute einmal genauer ansehen, genau genommen: Was sich auf deren Kopf abspielt. Viel Spaß beim Lesen!

Eigenhaarverpflanzung in Madrider Klinik

2016 ging es Nadals kahlen Stellen auf dem Kopf an den Kragen. In einer Klinik in Spaniens Hauptstadt wurden ihm laut Bild Magazin 4.500  Grafts (Haarwurzelgruppen) aus dem Hinterkopf entnommen und verpflanzt. Nach 9 Monaten Geduld und 9.000 € weniger erstrahlen Rafael Nadals Haare in neuem Glanz. Doch zu früh gefreut? Zwei Jahre später berichtet die Zeitung „El Mundo“ , Nadal hätte wieder wesentlich lichteres Haar. Dies sei auf Fotos vom Finale der French Open zu erkennen gewesen. Gerade das schüttere Haar am Hinterkopf sei dabei aufgefallen. Laut Spezialist Javier Mato Ansorena ist dies jedoch nicht ungewöhnlich, da der Tennisprofi noch jung ist und weiterhin Haare verlieren kann. Steht also eine erneute OP für Rafael Nadals Haare an? Ich verfolge das definitiv und bleibe weiterhin gespannt.

Benedikt Höwedes Haare sorgen für Gesprächsstoff

Noch ein weiterer Promi, der unter seiner schwindenden Haarpracht litt, ist der deutsche Abwehrspieler Benedikt Höwedes. Jahrelang konnte man als Zuschauer nahezu dabei zusehen. Den Haarausfall Zenit erreichte er zur Fußballweltmeisterschaft 2014 als Deutschland im Achtelfinale gegen die USA stand. Der Regen ließ sein Haar besonders schütter aussehen. Daraufhin hagelte es Spott auf Plattformen wie Facebook. Als Konsequenz trug Benedikt Höwedes über seinen Haaren eine Mütze zur WM-Feier am Brandenburger Tor und nur kurze Zeit später suchte er einen Spezialisten auf. Nach der so genannten FUT (Follicular Unit Transplantation) wurden ihm Haarwurzeln aus dem Hinterkopf entnommen und anschließend verpflanzt. Dabei entfernt man zunächst einen ganzen Hautstreifen, trennt im nächsten Schritt die einzelnen Haarwurzeln heraus, lagert sie in einer Nährstofflösung zwischen und verpflanzt sie schließlich in die kahlen Empfängerregionen. Für jeden dieser Schritte bedarf es eines Fachmannes, der nur dafür zuständig ist und über jahrelange Routine verfügt.

Mobbing bei Haarausfall

Rafael Nadals und Benedikt Höwedes Haare

Mobbing wie bei Benedikt Höwedes und seinen Haaren ist leider keine Seltenheit. Manchmal schlägt der erblich bedingte Haarausfall bei Männern nämlich schon in jungen Jahren zu. Kaum 18 Jahre und schon Geheimratsecken. Mitschüler machen sich dann gerne lustig mit Kommentaren wie „Du siehst ja schon aus wie ein Opa“. Häufen sich solche Sprüche, ist es für den Betroffenen leider alles andere als lustig. Viele schämen sich ihres Haarausfalls und leiden sogar seelisch darunter. Depressionen können die Folge sein. Eine volle Haarpracht gilt in der Gesellschaft oft als Zeichen von Gesundheit und Attraktivität.

Bricht man die Lösungen dieses Problems herunter, landet man letztlich bei zwei Möglichkeiten: Eine sich abzeichnende Halb- oder Vollglatze akzeptieren oder mittels einer Haartransplantation Einhalt gebieten. Viele Betroffene versuchen zwar auch mit allerlei Hausmitteln, Medikamenten oder Drogerieprodukten gegen den Haarverlust anzukämpfen. Doch diese helfen entweder nur vorübergehend für die Dauer der Anwendung oder gar nicht. Wer sich beispielsweise mit Ansatzspray, das die immer lichter werdende Stellen auf dem Kopf kaschieren soll, seine Hemden in dunkler Farbe einsaut, hat irgendwann die Nase voll von den vermeintlichen Helferlein.

Da immer mehr Prominente mit gutem Beispiel vorangehen und sich einer Haartransplantation unterziehen, braucht Mann heute keine Angst mehr davor haben als eitel abgestempelt zu werden. Und selbst wenn, was zählt am Ende mehr? Das eigene Wohlbefinden oder die Zweifel der anderen?