Das Thema Haarausfall ist ein sehr sensibler Themenbereich. Männer und Frauen können von Haarausfall betroffen sein. Bilden sich womöglich sogar freie Stellen auf dem Kopf, geht dies immer auch mit einem Verlust von Lebensqualität einher. Betroffene werden unter Umständen sensibel und unsicher, verlieren die Freude am Leben und ziehen sich aus dem gesellschaftlichen Umfeld immer mehr zurück. Oft stellt dann eine Haartransplantation die einzige Möglichkeit dar, wieder zu mehr Haarfülle und damit Lebensfreude zu gelangen. Bei den meisten Betroffenen stellt sich die Frage, ob eine Haartransplantation von der Krankenkasse übernommen wird.

Haartransplantation und Krankenkasse – Was ist machbar?

Leider ist es aktuell so, dass eine Kostenübernahme bei der Haartransplantation von der Krankenkasse nicht vorgesehen ist. Rein formal gehören diese Leistungen zu den ästhetischen Schönheitsoperationen, sodass es unwahrscheinlich ist, dass die Behandlung nicht selbst bezahlt werden muss. Dennoch gibt es auch hierbei einige Ausnahmen.

Für eine eventuelle Übernahme der Haartransplantation Kosten durch die Krankenkasse gelten schwere Unfälle und Verletzungen, beispielsweise mit Brandwunden. Ebenfalls im Rahmen des Möglichen ist es, dass eine Übernahme der Behandlungskosten erfolgt, wenn der oder die Betroffene unter schweren Depressionen leidet. Allerdings reicht es nicht aus, dass der Arzt dem Patienten bestätigt, dass aus den genannten Gründen eine Haartransplantation notwendig wird.

Die Krankenkasse, bei welcher der Betroffene aktuell versichert ist, wird zum medizinischen Dienst bitten, der anhand der Patientenunterlagen und einer eigenen Begutachtung der Situation eine weitere Einschätzung vornimmt. In den meisten Fällen wird auch nach dem weiteren Termin beim medizinischen Dienst der Krankenkassen eine Kostenübernahme der Haartransplantation abgelehnt.

Lediglich bei der Techniker Krankenkasse scheint sich in letzter Zeit etwas zu bewegen. Zumindest bei schweren Depressionen reagiert diese wohl inzwischen etwas kulanter. Eine Nachfrage kann also auf jeden Fall sinnvoll sein. Unter Umständen ist dann sogar ein Wechsel zu einem anderen Anbieter sinnvoll.

Mit speziellen Tarifen eine eventuelle Haartransplantation mit versichern

Privatversicherte haben es bei einer Haarverpflanzung etwas besser. Sie können einen Tarif wählen, welcher einen eventuellen Zuschuss miteinschließt. Damit sind die Hürden deutlich geringer, als bei gesetzlich Versicherten. Auch ist es möglich, eine Haartransplantation durch die Krankenkasse ohne große Formalitäten bewilligen zu lassen. Übrigens ist eine Entscheidung für eine Haartransplantation Frauen Krankenkasse meist leichter zu erhalten, als für Männer.

Haartransplantation Krankenkasse

Die Haartransplantation im Ausland buchen

Wer sich nicht mehr zu helfen weiß, hat die Möglichkeit, eine Haarverpflanzung im Ausland vornehmen zu lassen. Es gibt heute eine Vielzahl an Experten, die ihre Patienten in modern ausgestatteten Praxen behandeln und fachlich auf höchstem Niveau arbeiten. Das Gute an einer Buchung im Ausland ist, dass die Leistungen dort meist deutlich günstiger als in Deutschland sind.

Der Grund liegt in den geringeren Lebenshaltungskosten und Gehältern im Ausland. Dennoch können die Betroffenen sicher sein, auch im Ausland die volle medizinische Leistung zu erhalten, wie es diese bei einer Behandlung in Deutschland geben würde.

Eine Haartransplantation im Ausland bietet ebenfalls die Möglichkeit, nach dem Eingriff und einigen Tagen Ruhe einige erholsame Tage mit dem Partner zu verleben und den Aufenthalt im Ausland mit einem Kurzurlaub zu kombinieren. Damit lässt sich der eigenen Krankenkasse ein Schnippchen schlagen, zumal die Leistungen aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Unter Umständen lassen sich die Kosten über die Steuererklärung im Folgejahr angeben.

Eine Ablehnung durch die Krankenkasse muss noch lange kein Grund zum Aufgeben sein

Wer eine Ablehnung der Kostenübernahme erhalten hat, sollte dennoch nicht aufgeben. Ein erneuter Antrag kann manchmal doch zu einem Umdenken bei den Krankenkassen führen. Es gibt immer wieder Fälle, bei denen nach der zweiten oder der dritten Antragstellung doch eine volle oder zumindest teilweise Kostenübernahme der Haartransplantation durch die Krankenkasse erfolgte. Wird dann die Behandlung übernommen, ist die Freude bei den Betroffenen verständlicherweise meist sehr groß.

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Fazit

Solltest du dir die Frage stellen: Welche Krankenkasse übernimmt meine Haartransplantation, dann bieten sich dir doch einige Möglichkeiten. Zuerst solltest du dich mit dem Problem immer an deinen behandelnden Arzt wenden. Ist die Indikation gegeben, wird dir dieser ganz bestimmt eine Empfehlung für eine Haarverpflanzung aussprechen und dir dies auch schriftlich geben.

Damit gehst du zu deiner Krankenkasse und stellst dort einen Antrag auf Kostenübernahme. Lasse dich nicht beirren oder wegschicken, sondern bitte bei einer Ablehnung der Kosten durch deine Krankenkasse, dass dich diese zum medizinischen Dienst schickt.

Sei für den Termin gut vorbereitet, weil dir hierbei häufig Fragen gestellt werden. Eventuell nimmst du eine Person deines Vertrauens mit. Besteht auch nach einem oder mehreren keine Möglichkeit für eine Kostenübernahme, hast du immer noch die Wahl, dir im Ausland eine gute Klinik zu suchen, welche die Leistungen für dich durchführt.

Am einfachsten gestaltet sich die Kostenübernahme für dich, wenn du Mitglied in einer privaten Krankenkasse bist. Solltest du also die Möglichkeit zum Wechseln haben, bietet es sich an, darüber nachzudenken. Bei einem Wechsel hin zu einer guten privaten Krankenkasse, schaue dir die Bedingungen an und wähle gegebenenfalls direkt Zusatzleistungen wie die Kostenübernahme für die Haartransplantation aus. Sollte keine der genannten Möglichkeiten für dich infrage kommen, kannst du die Haartransplantation in Deutschland immer noch aus der eigenen Tasche bezahlen. Die entstehenden Kosten setzt du dann wie alle anderen Krankheitskosten im folgenden Jahr von der Steuer ab.