Hormone gegen Haarausfall

Geschrieben von | 13. Juni 2021 | Behandlung Haarausfall | 0

Hormone gegen Haarausfall

Die häufigste Form von Haarverlust ist der erblich bedingte Haarausfall, die androgenetische Alopezie. Er tritt hauptsächlich bei Männern auf und kann sich bereits kurz nach der Pubertät bemerkbar machen. Typische Zeichen sind ein zurückweichender Haaransatz, Geheimratsecken und eine Glatze am Oberkopf. Auch Frauen können unter der androgenetischen Alopezie leiden, doch tritt sie meistens erst nach den Wechseljahren auf.

Die Haare fallen bei Frauen um den Mittelscheitel herum aus und werden immer lichter. Die androgenetische Alopezie wird durch das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) verursacht. Es ist daher naheliegend, Hormone gegen Haarausfall zu verwenden. Sicher fragst Du Dich, ob es zu Nebenwirkungen kommt und ob Dein Hormonspiegel aus dem Gleichgewicht gerät.


Inhaltsverzeichnis

» Wann können Hormone gegen Haarausfall helfen?
» Wie wird ein Haarverlust durch Hormone festgestellt?
» Welche Hormone können gegen erblich bedingten Haarverlust helfen?
» Wie wirkt Ell-Cranell bei androgenetischer Alopezie?
» Gibt es auch pflanzliche Alternativen bei androgenetischer Alopezie?
» Fazit: Hormone wirken gegen androgenetische Alopezie


Wann können Hormone gegen Haarausfall helfen?

Hormone helfen nur dann gegen Haarverlust, wenn er durch hormonelle Störungen verursacht wird. Der häufigste Haarausfall, der bei Männern und Frauen durch einen Überschuss an einem Hormon entsteht, ist die androgenetische Alopezie, der erblich bedingte Haarverlust.

Dihydrotestosteron entsteht, da das männliche Sexualhormon Testosteron durch das Enzym 5-alpha-Reduktase aufgespalten wird. DHT lagert sich an den Haarfollikeln an und schädigt sie, sodass die Haare immer dünner wachsen. Die Haarfollikel sterben irgendwann ab und können keine Haare mehr bilden. Bei Frauen tritt die androgenetische Alopezie zumeist erst nach den Wechseljahren auf, wenn der Östrogenspiegel sinkt. Östrogen ist ein Gegenspieler zu DHT.

Bei Frauen kann es auch zu einem diffusen Haarausfall kommen, wenn der Hormonspiegel beispielsweise nach der Schwangerschaft oder durch die Einnahme der Pille aus dem Gleichgewicht gerät.
Ein diffuser oder kreisrunder Haarausfall kann auch bei einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, Morbus Basedow oder Hashimoto-Thyreoiditis entstehen. Ein Ungleichgewicht an Schilddrüsenhormonen führt zum Haarverlust.


Wie wird ein Haarverlust durch Hormone festgestellt?

Eine androgenetische Alopezie ist am Erscheinungsbild schnell feststellbar. Entsprechend einfach kann die Ursache festgestellt werden, wenn sich bei Männern Geheimratsecken, eine Glatze am Oberkopf und eine Stirnglatze bilden oder bei Frauen die Haare um den Mittelscheitel immer dünner werden. Bei einem diffusen oder kreisrunden Haarausfall solltest Du unbedingt einen Hautarzt konsultieren, da Du nicht selbst Hormone gegen Haarausfall anwenden solltest.

Der Hautarzt führt ein Anamnesegespräch und untersucht Dein Blut. Er stellt fest, ob der Haarverlust tatsächlich durch Hormone verursacht wurde. Liegt eine Erkrankung der Schilddrüse vor oder ist der Haarverlust durch hormonelle Störungen während der Wechseljahre entstanden, behandelt der Arzt die Ursache. Der Hautarzt kann Dich an einen Endokrinologen oder Gynäkologen überweisen.


Welche Hormone können gegen erblich bedingten Haarverlust helfen?

Bei Männern kann die androgenetische Alopezie mit Propecia behandelt werden, das in Tablettenform verfügbar und rezeptpflichtig ist. Es enthält den Wirkstoff Finasterid, einen 5-alpha-Reduktase-Hemmer, der auch bei einer Prostatavergrößerung angewendet wird. Bei Finasterid handelt es sich nicht um ein Hormon, sondern um einen 5-alpha-Reduktase-Hemmer.

Er unterdrückt das Enzym 5-alpha-Reduktase, sodass weniger DHT gebildet wird. Auch wenn Finasterid in Propecia nur in einer geringen Konzentration enthalten ist, kann es schwerwiegende Nebenwirkungen wie Depressionen, Gewichtszunahme, Veränderungen der Brust bis hin zu Brustkrebs oder Erektionsstörungen haben.

Hormone gegen Haarausfall, die gegen eine androgenetische Alopezie bei Frauen helfen, sind Östrogene. Eine Behandlung mit Östrogenen solltest Du aufgrund der möglichen Nebenwirkungen nicht selbst vornehmen. Es gibt jedoch frei verkäufliche Produkte für Männer und Frauen mit androgenetischer Alopezie, die ähnlich wie Östrogene wirken und keine Nebenwirkungen haben.


Wie wirkt Ell-Cranell bei androgenetischer Alopezie?

Ell-Cranell ist frei verkäuflich und eignet sich für Männer und Frauen mit erblich bedingtem Haarverlust. Es enthält den Wirkstoff Alfatradiol, der eine abgewandelte Form des weiblichen Sexualhormons 17-Beta-Estradiol ist, das zu den Östrogenen zählt. Auch Alfatradiol wirkt wie Hormone gegen Haarausfall, da es das Enzym 5-alpha-Reduktase bei der Bildung von DHT unterdrückt. Alfatradiol wird künstlich hergestellt. Der Hersteller gibt an, dass Ell-Cranell gut verträglich ist und den körpereigenen Hormonspiegel nicht aus dem Gleichgewicht bringt.

Es wird einmal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen und ist lokal nur an den betroffenen Stellen anwendbar. Da das Produkt Alkohol enthält, kann es bei empfindlichen Patienten jedoch zu Juckreiz oder Rötungen auf der Kopfhaut kommen. Sind die kahlen Stellen auf dem Kopf jedoch schon vorhanden, können die Haare nicht mehr nachwachsen. Das Fortschreiten des Haarverlusts kann lediglich verzögert werden.


Gibt es auch pflanzliche Alternativen bei androgenetischer Alopezie?

Du kannst auch pflanzliche Hormone gegen Haarausfall anwenden, die als Phytohormone bezeichnet werden und ähnlich wie Östrogene bei einer androgenetischen Alopezie wirken. Diese pflanzlichen Hormone sind gut verträglich und greifen nicht in den körperlichen Hormonhaushalt ein. Sie wirken lediglich gegen das Hormon DHT und hindern es daran, dass es die Haarfollikel schädigt.

Phytohormone können von Männern und Frauen angewendet werden. Sie sind in

enthalten.

Solche Phytohormone bekommst Du in Form von Pflanzenextrakten als Tinkturen zum Auftragen auf die Kopfhaut oder in Kapselform zur Einnahme. Bei einigen Pflanzenextrakten gibt es Kapseln und Tinkturen. Zu Beginn der Behandlung kannst Du Kapseln und Tinkturen gleichzeitig anwenden. Die Phytohormone können den Haarverlust verlangsamen, doch lassen sie an den kahlen Stellen keine Haare mehr wachsen. Kahle Stellen können nur mit einer Haarverpflanzung aufgefüllt werden.


Fazit: Hormone wirken gegen androgenetische Alopezie

Die androgenetische Alopezie ist die häufigste Form von Haarausfall und wird durch das Hormon DHT verursacht. Bei Männern kann Propecia das Fortschreiten des Haarausfalls verhindern, doch hat es starke Nebenwirkungen. Hormone gegen Haarausfall können ähnlich wie Östrogen wirken und bei Männern und Frauen angewendet werden.

Ell-Cranell enthält Alfatradiol, das künstlich hergestellt wird und wie Östrogen wirkt. Du kannst aber auch Phytohormone, pflanzliche Hormone, anwenden, die als Tinkturen und Kapseln verfügbar sind. Sie sind gut verträglich und können den Haarverlust verzögern, doch lassen sie keine Haare mehr an den kahlen Stellen wachsen.

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ÜBER DEN AUTOR

Haarausfallen

Warum führe ich diesen Haarausfall-Blog? Weil ich schon mit 19 unter Haarausfall gelitten und ihn nun endlich in den Griff bekommen habe. Ich möchte alle Erfahrungen der Menschen zum Thema Haarausfall verbinden, eine Plattform zur anonymen Diskussion über das sensible Thema Haarausfall bieten und gemeinsam Lösungen finden.

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