Eine Haartransplantation als Lösung für Haarausfall empfinden viele Menschen als kostspielig. Wesentlich günstiger erscheinen Haarwuchsmittel. Doch um wirklich wirksam zu sein, müssen sie dauerhaft eingenommen werden.

Das summiert sich jedoch langfristig betrachtet Was lohnt sich also wirklich, wenn Du erfolgreich gegen den Haarverlust ankämpfen willst? In diesem Beitrag geben wir Dir hierauf die Antwort!

Geht es um die Eigenhaarbehandlungen wird häufig der Umfang der kosten betont. Betrachtet man diese aber genauer, kann man Folgendes feststellen: Im direkten Vergleich schneidet die Haartransplantation sogar besser ab, als andere Methoden. Um das nachvollziehen zu können, ist es zunächst sinnvoll das  Thema Haarausfall ein wenig auszuführen.

Vor der Haartransplantation als Lösung gegen Haarausfall: Was jeder darüber wissen sollte

Von Haarausfall spricht man erst, wenn ein Mensch täglich mehr als hundert Haare verliert. Das macht sich morgens auf dem Kopfkissen oder auch an der Bürste beim Kämmen bemerkbar. Es kann auch sein, dass der Abfluss der Dusche unüblich oft verstopft ist.

Dauert Haarausfall nur ein oder zwei Tage, gibt es keinen Grund zur Beunruhigung: Wir haben bis zu 100.000 Haare auf dem Kopf. Sie alle fallen einmal aus, allerdings nicht all auf einmal. Das geschieht zeitversetzt, es können also mal mehr, mal weniger Haare sein.

Hält das Ganze jedoch über einen längere Zeitraum an, wird Ursachenforschung nötig bevor eine Haartransplantation zur Lösung erwägt wird. Hierzu sollte zunächst die Form des Haarausfalls geklärt werden. Ist er vererbt oder durch eine Krankheit entstanden? Liegt es vielleicht an schlechter Ernährung, fehlt Dir ein wichtiger Nährstoff zur ausgewogenen Kost? Trotz unterschiedlichster Ursachen tritt Haarausfall vor allem in drei Grundformen auf.

Die drei Formen des Haarausfalls

  1. Erblich bedingter Haarausfall – androgenetische Alopezie:
    Man erkennt ihn bei Männern an zunehmenden Geheimratsecken. Hier ziehen sich die Haare nach und nach zurück, bis nur noch ein weicher Flaum bleibt. Dieser ist mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen. Im Anschluss entsteht die sogenannte Tonsur: Lediglich der Haarkranz bleibt stehen. Betroffen sind vor allem Männer.
  2. Kreisrunder Haarausfall – Alopecia areata:
    Dabei entstehen kreisrunde kahle Stellen, welche unterschiedliche Ausmaße haben können. Durchmesser in der Größe eines Eurostückes sind ebenso verbreitet wie noch größere Lücken. Die Haare, die an diesen Stellen unmittelbar angrenzen, wachsen meist normal weiter. Davon können alle Geschlechter betroffen sein.
  3. Diffuser Haarausfall – diffuse Alopezie:
    Die Haare lichten sich gleichmäßig. Das ehemals kräftige Haar wächst weiter über den ganzen Kopf verteilt. Die Haare selbst werden nicht dünner, sondern insgesamt weniger. Dabei handelt es sich um die häufigste Form des Haarausfalls. Er betrifft auch immer mehr Frauen.

Gründe für den Haarausfall

Gründe für den Haarausfall - Haartransplantation als LösungJede dieser drei Formen hat ihre Ursachen. Sie sind nur nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen.

Oft handelt es sich einfach um zu viel Stress. Verbindet sich das dann noch mit einer unausgewogenen Ernährung, kann es dazu führen, dass die Haare ausfallen. Ein Mangel an Eisen kann beispielsweise Haarausfall verursachen. Auch eine Krankheit oder die darauffolgende Therapie kann den Haarausfall begünstigen. Eine Chemotherapie ist ursächlich dafür verantwortlich, ebenso wie eine Schilddrüsenfehlfunktion.

Auch Medikamente können dazu führen, dass die Haare sich lichten. Hier steht an erster Stelle die Einnahme der Anti-Babypille bei Frauen.

Aber auch Antidepressiva können diese Nebenwirkung haben. Des Weiteren kann eine Autoimmunerkrankung dahinterstecken, wie etwa Lupus.

Da die Ursachen so vielfältig und die Zusammenhänge selten auf einen Blick durchschaubar sind, solltest Du bei Haarausfall zunächst Deinen Hautarzt konsultieren. So kann Dir besser geholfen werden, zu der Ursache die passende Lösung zu finden. Bei erblich bedingtem Haarausfall allerdings wird das schwer. Denn hier weiß man zwar, was dazu führt. Den Haarausfall zu heilen ist jedoch unmöglich.

Erblich bedingter Haarausfall

Diese Form des Haarausfalls beruht auf genetischer Veranlagung. Sie betrifft bis zu achtzig Prozent aller Männer weltweit. Bei Frauen kommt dies eher seltener vor.
Der Grund: Eine spezielle Form des männlichen Hormons Testosteron.

Das sogenannte DHT (Dihydrotestoseron) greift die Haarwurzeln an, welche daraufhin bei Wachstum und Regeneration gestört werden. Ist die Haarwurzel unwiderruflich geschädigt, verkümmert sie, bis aus ihr kein kräftiges Haar mehr sprießt. Vielmehr entsteht nur noch ein weicher Flaum, der kaum zu sehen ist. Der Kopf wirkt immer kahler, der Haaransatz zieht sich zurück.

Weil ihnen eine Haartransplantation als Lösung bei Haarausfall als zu teuer erscheint, greifen viele Betroffene zunächst zu Haarwuchsmitteln.

Haarwuchsmittel zur Bewältigung des Haarverlusts?

Es gibt viele verschiedene Mittel gegen Haarausfall beim Mann. Eine mögliche Lösung dieses Problems ist in Form von Haarwuchsmitteln geboten. Sie sind in der Drogerie oder Apotheke als Schaum, Shampoo oder als Tabletten erhältlich. Diese Produkte zielen darauf ab, die Haare zu kräftigen und das Wachstum anregen.

Tatsächlich tun sie das auch. Finasterid erzielt zum Beispiel gute Erfolge, wenn es regelmäßig angewendet wird. Es greift in den Hormonhaushalt des Mannes ein und reguliert so auch das Haarwachstum. Doch über die Jahre verteilt summieren sich die Kosten, die bei jahrzehntelanger Einnahme auf mehrere Tausend Euro ansteigen können.

Jemand, der an erblich bedingtem Haarausfall leidet, ist sein Leben lang davon betroffen – bis außerhalb des Haarkranzes kein Haar mehr steht. Es müssen also permanent Produkte, wie Finasterid, angewendet werden. Wird das Haarwachstumsmittel jedoch abgesetzt, geht der Haarausfall wieder weiter. Viele Betroffene erkennen mittlerweile immer früher das Problem und entschließen sich letztendlich  zu einer Haartransplantation als Lösung für den Verlust der Haare.

Lösung bei Haarverlust: Transplantieren der Haare

Haartransplantation als Lösung gegen Haarausfall

Eine Eigenhaarverpflanzung bringt einmalig höhere Kosten mit sich. Läuft der Eingriff normal, halten die verpflanzten Haare ein Leben lang, Folgekosten gibt es darum nicht. Somit ist eine Haartransplantation als Lösung bereits im Hinblick auf die Kosten günstiger als die langjährige Anwendung von Haarwuchsmitteln.

Zudem bietet die Haarimplantation einen weiteren entscheidenden Vorteil. Weil bei der modernen Eigenhaarverpflanzung sehr exakt gearbeitet wird, kann der Spezialist Wuchsrichtung und Haarstruktur mit einbeziehen. Möglich wird das mit entsprechendem Know-how und modernen Methoden der Haartransplantation.

Darum wirkt das Ergebnis der Eigenhaarbehandlung so authentisch: Es ist von natürlich gewachsenem Haar nicht zu unterscheiden, da das eigene Haar wiederverwertet wird. Hingegen können Mittel, wie beispielsweise Finasterid, den Prozess des Haarausfalls nur verzögern, aber nicht gänzlich stoppen. Trotz Einnahme von Haarwuchsmitteln lichtet sich also das Haar weiterhin unweigerlich, wenn auch nur bedingt.

Eigenhaarverpflanzung: Die Vorteile auf einen Blick

+ kostengünstiger
+ optisch besseres Ergebnis
+ hält ein Leben lang

Die Kosten einer Eigenhaarbehandlung

Die Kosten einer Eigenhaarverpflanzung sind bei jedem Patienten individuell: Sie berechnen sich unter anderem nach der Anzahl der zu verpflanzenden Follikel, also der Haarwurzeln. Pauschal lässt sich darum nicht sagen, wie viel eine Haartransplantation kosten wird.

Für einen ersten Eindruck lassen sich dennoch grobe Richtwerte geben. Bezogen auf die moderne FUE-Methode darfst Du mit 2500 Euro aufwärts rechnen. Die Kasse übernimmt leider – ebenso wie bei den Haarwuchsmitteln – nichts.

Fazit – Eingenhaarverpflanzung als Lösung für Haarausfall

Bei Haarausfall sollte immer als Erstes geklärt werden, welche Ursache dafür verantwortlich ist. Nur so lässt sich der Haarausfall korrekt behandeln. Abhängig von der Form des Haarausfalls hilft oft schon eine bessere Ernährung oder die Reduzierung von Stress. Bei erblich bedingtem Haarausfall ist das jedoch leider nicht hilfreich. Deshalb setzen viele Betroffene große Hoffnungen auf Haarwuchsmittel.

Leider kann auch das beste Haarwuchsmittel dauerhaften Haarausfall nicht stoppen. Es muss permanent angewandt werden, während eine Haartransplantation als Lösung für den Haarverlust in der Regel nur einmal durchgeführt werden muss. Zudem kann das Haarwachstum zwar stimuliert werden, aber der Haarausfall schreitet weiter voran.

Im Gegensatz dazu führt die Eigenhaarbehandlung zu optisch sehr guten Ergebnissen. Von natürlich gewachsenem Haar nicht zu unterscheiden, rentieren sich hier auch die einmalig hohen Kosten: Verläuft alles gut, hält das verpflanzte Haar ein Leben lang.

Langfristig lohnt sich damit die Haarverpflanzung bei Haarausfall. Die Produkte gegen den Verlust der Haare sind hingegen langfristig betrachtet eine teure Lösung, die eine optische Zufriedenheit nicht garantiert.