Koffeinshampoo, Aloe Vera oder Arganöl, Zitronenöl und Kuren mit allen möglichen Zutaten sollen gegen brüchiges oder dünnes, fusseliges oder ausfallendes Haar helfen. Die meisten dieser Präparate wirken sich lediglich negativ auf die Finanzen aus, auf das Haar haben sie keinen Einfluss. Schaut man im Netz, soll Zimt bei Haarausfall helfen. Was taugt eine selbstgemachte Haarkur?

Inhaltstoffe der meisten Haarpflegemittel werden immer natürlicher

Der Trend geht schon seit einigen Jahren weg von Zutaten aus dem Chemielabor und hin zu natürlicher Kosmetik. Und in der Tat hält die Natur einige Dinge bereit, die bei brüchigem oder ausfallendem Haar helfen können. Gewürze, wie zum Beispiel Zimt, regen die Durchblutung an.

Werden die Haarfollikel unzureichend mit Nährstoffen versorgt, wächst das Haar dünner nach und wird brüchig. Das kann bis zum Haarausfall führen. Wird die Durchblutung angeregt, kann das also zu einem gesünderen und schöneren Haarwachstum führen.

Auch natürliche Öle wie Arganöl, Zitronenöl oder Olivenöl können dem Haar guttun. Nach einer Öl Kur fühlt sich das Haar weicher an, weil sich das Öl in die offenen Schuppen der brüchigen Haare legt. Das Haar glänzt und wirkt glatter.

Repariert sind kaputte Haarspitzen und brüchige Haare damit aber nicht, sie werden nur kurzfristig weicher. Wird das Öl ausgewaschen, sind die Haare nach einigen Tagen meist so trocken wie zuvor. Eine selbstgemachte Haarkur, die nur auf Öl basiert, ist also keine Lösung.

Schönheit und Wohlbefinden aus der Küche können dennoch wirken

Warum fallen Haare aus? Warum wird das Haar manchmal brüchig, wirkt dünn, kraftlos und schwach? Das kann verschiedene Gründe haben. Der häufigste dürfte Stress sein. Negativer Stress, der länger andauert, führt häufig zu einer verkrampften Muskulatur.

Wenn die Muskulatur im Nacken oder im Rücken betroffen ist, wird es meist sofort bemerkt. Aber auch direkt in der Kopfhaut verläuft die Muskulatur. Diese ganz feinen Muskelstränge können nicht bewusst kontrolliert werden.

Verkrampft diese Muskulatur, beeinträchtigt das die Durchblutung der Haarfollikel. Fehlen Nährstoffe, kann das Haar hier nicht gesund und haltbar aufgebaut werden. Es wird brüchig und dünn, fällt schnell aus.

Und dauert dieser Zustand der schlechten Versorgung zu lange an, stellen die Haarfollikel ihre Arbeit irgendwann ganz ein. Das Haar wird schütter, es wird immer dünner, kahle Stellen bilden sich.

Wenn Du es nun schaffst, den Stress zu reduzieren, Dich zu entspannen und die Verspannungen auf dem Kopf zu lösen, kannst Du damit tatsächlich Dein Haar retten.

Kann Zimt bei Haarausfall helfen? Wir haben genauer hingeschaut! Eine selbstgemachte Haarkur bedeutet, dass Du Dir Zeit für Dich selbst nimmst. Du kaufst hochwertige Zutaten ein und setzt Dich mit der Rezeptur auseinander. Du nimmst Dir Zeit, um Deine Haarkur anzurühren. Und dann verwöhnst Du Dich selbst – Du massierst die duftende, cremige Emulsion in Deine Kopfhaut ein, arbeitest sie in das Haar bis in die Spitzen und entspannst Dich dabei.

Denn erstens fällt der Stress bei so einem Programm ohnehin von Dir ab, aber zweitens löst auch die sanfte Massage Verspannungen und kann den Stress zusätzlich reduzieren. Vielleicht lässt Du Dir auch von einer Freundin oder einem Freund helfen – auch freundschaftliche Berührungen wirken sich sehr positiv auf Dein Wohlbefinden aus.

Rezeptur für eine angenehm duftende Haarkur mit Zimt bei Haarausfall

Kokoksöl als Zutat für die Haarkur

Du mischst für Deine selbstgemachte Haarkur einen Teelöffel Zimt, zwei Esslöffel Bio-Honig, einen Esslöffel Kokosöl und eineinhalb Teelöffel Natur Jogurt mit normalem Fettanteil. Die Haarkur wirkt auf verschiedenen Ebenen:

– Zimt wirkt durchblutungsfördernd gegen Haarausfall
– Honig gegen Haarbruch
– Kokosöl gegen Schuppen und für glattes, glänzendes Haar
– Joghurt gegen Frizz und als Feuchtigkeitsspender für die Kopfhaut, was wiederum für ein gesundes Hautklima und besseres Haarwachstum sorgen soll.

Die Zutaten lassen sich recht einfach mischen, wenn Honig und Kokosöl ganz langsam und nur schwach erhitzt werden. Denn dann werden die Zutaten flüssig und verbinden sich gut.

Wie wendest Du die Haarkur mit Zimt bei Haarausfall an?

Honig als Allrounder auch gegen Haarverlust

Vor der Anwendung der Haarkur solltest Du zuerst Dein Haar sorgfältig bürsten, so dass keine Knoten mehr darin sind. Dann massierst Du die Haarkur in die Kopfhaut ein. Etwa drei bis fünf Minuten Massage sollten ausreichen, um die Kopfhaut gleichmäßig mit der Kur zu versorgen. Die Reste der Mischung verteilst Du in Deinem Haar, und zwar vornehmlich in den Spitzen.

Die Kur kann so lange im Haar bleiben, wie Du Dich damit wohl fühlst. Genieße das sanfte, weiche Gefühl der öligen Mischung und den atemberaubend lieblichen Duft, der Dich umgibt! Zwei bis zweieinhalb Stunden sollte die Kur auf jeden Fall in den Haaren bleiben.

Anschließend nimmst Du Dir noch mehr Zeit für Dich selbst und wäschst die duftende Mischung gründlich aus. Aufgrund des enthaltenen Öls wirst Du Deine Haare wenigstens zweimal shampoonieren müssen, bis sie nicht mehr ölig sind.

Alternative Lösungen bei Haarausfall?

Die gibt es durchaus. Allerdings musst Du eines wissen: Haarausfall kann viele verschiedene Ursachen haben. Zimt ist bei Haarausfall nicht immer die richtige Lösung.

Wenn Du es genau wissen willst (und die selbstgemachte Haarkur vielleicht nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt), solltest Du Deinen Hausarzt oder Deine Hausärztin darauf ansprechen.

In Betracht kommt eine Mangelerscheinung: Fehlt Deinem Körper ein bestimmtes Vitamin oder Minerals, kann das zu Stoffwechselstörungen und in der Folge zu Haarausfall führen.

Dann wäre eine Ernährungsumstellung schon ausreichend. Auch bei verschiedenen Erkrankungen kann eine Ernährungsumstellung zielführend sein. Das wird aber im Einzelfall auch ein Mediziner feststellen müssen.

Eine weitere Möglichkeit, Haarausfall zu therapieren, ist eine Eigenbluttherapie. Dabei wird Blut entnommen und aufbereitet. Anschließend wird das Blut in der Kopfhaut unterspitzt und soll so über einige Wochen für ein deutlich verbessertes Haarwachstum sorgen. Auch bei der oft als PRP-Behandlung bezeichneten Therapie geht es also darum, die Haarfollikel ausreichend mit Nährstoffen über das Blut zu versorgen.

Oft ist Haarausfall aber auch genetisch bedingt. Dann sterben die Haarfollikel ab, weil sie auf ein Abbauprodukt von Sexualhormonen empfindlich reagieren. Eine medikamentöse Behandlung zur Senkung des Hormonspiegels kann zielführend sein. Abgestorbene Haarfollikel bringt das aber nicht zurück. Um kahle Stellen zu kaschieren, ist dann eine Haartransplantation nötig.

Abhängig davon, wie stark der Haarausfall ausgeprägt ist und in welchem Stadium er sich befindet, generiert die Transplantation dauerhaft eine schöne Haarpracht. In diesem Fall ist Zimt bei Haarausfall so wenig wirksam wie jedes andere Hausmittel.

Fazit: Kurzfristig Stress reduzieren, Ursachen beim Arzt abklären lassen

Ganz egal, wie schwer Dich Haarausfall oder brüchiges Haar trifft: Vielleicht musst Du Dir gar keine Sorgen machen. Entspanne Dich erst einmal. Reduziere Stress, achte auf eine ausgewogene Ernährung und treibe zur Entspannung Sport.

Bei andauernden Problemen kann es zielführend sein, die Ursachen für das brüchige, dünne und ausfallende Haar von einem Arzt abklären zu lassen. Wenn schwerere Erkrankungen dahinterstecken, sollten diese auf jeden Fall therapiert werden.

Und auch in diesem Fall gilt: Verwöhne Dich selbst, tu Dir selbst Gutes. Denn ein gesundes Maß an Selbstliebe und -pflege ist immer wichtig. Und dann kann auch Vanille und Zimt bei Haarausfall helfen – in Form einer selbstgemachten Haarkur mit Honig und Kokosöl beispielsweise.