Der Bart ist Ausdruck ultimativer Männlichkeit – und kann ganz unterschiedliche Formen annehmen. Hier erfährst Du, welche Bartformen es gibt, wie sie wirken und wem sie besonders gut stehen. Daraus kannst Du die perfekte Bartform für Dich ableiten und Deinem Haarwuchs im Gesicht endlich die verdiente Form verleihen.

Alle Bartformen im Überblick

Bart ist nicht gleich Bart. Damit Du weißt, wie Du den Rasierer für die ideale Form schwingen sollst, sind hier die beliebtesten Varianten aufgelistet.

Der ehemalige Praesident Abraham Lincoln mit individuellen Bartform

Chin Strap

Beim Chin Strap zieht sich das Barthaar in einem feinen, dünnen Streifen von den Koteletten aus an den Wangen entlang und mündet in einem zierlichen Kinnbart. Damit schafft diese Bartform einen dezenten Rahmen für Dein Gesicht und kann kantige Gesichtszüge weicher erscheinen lassen.

Vielleicht gilt der Chin Strap deshalb als perfekter Stil für den sanften Mann. Eins ist auf jeden Fall klar: Beim Küssen und Kuscheln ist die Gesichtsbehaarung nicht im Weg und dürfte kaum eine Frau stören. Dafür sind bei der Rasur und beim Styling Präzision gefragt, denn diese Form sieht nur gut aus, wenn sie akkurat in Form getrimmt wird.

Henriquatre Bart

Der Henriquatre wirkt smart und sexy. Das Barthaar konzentriert sich auf die Mundpartie und bildet eine Einheit aus Oberlippenbart und Kinnbart. Die Wangen und die Halspartie bleiben glatt. Durch den Henriquatre können Probleme bei den Proportionen (zum Beispiel ein zu großer Abstand zwischen Nase und Mund, schmale Lippen oder ein zu kurzes oder zu langes Kinn) gut kaschiert werden.

Damit diese Style, der übrigens auf den französischen König Heinrich IV. zurückgeführt wird, richtig zur Geltung kommt, muss er akkurat konturiert werden. Die Mühe ist es auch vielen bekannten Persönlichkeiten wert: Ob Boris Becker, Stefan Raab, George Clooney oder der fiktive Bernd Stromberg. Sie wählen unter allen Bartformen mit Vorliebe den Henriquatre.

Schnauzer/Moustache/Oberlippen- oder Schnurrbart

Der Schnauzer steht für einen mutigen, starken Mann und strahlt Selbstbewusstsein und Männlichkeit aus. Zudem lässt sich durch den sogenannten Moustache der eigene Charakter zum Ausdruck bringen, denn diese Bartform kann gerade, gezwirbelt, dünn, breit, kurz oder lang getragen werden.

Insbesondere gut geeignet ist der Schnurrbart, um eine zu schmale Oberlippe oder einen großen Abstand zwischen Nase und Mund zu kaschieren. Wer einen Moustache ausprobieren will, kann das besonders gut im November machen.
Der ganze Monat ist dem Schnauzer gewidmet und wird auch Movember (Kunstwort aus Moustache und November) genannt. Mit der Aktion soll das Bewusstsein für Gesundheitsprobleme von Männern (unter anderem Prostatakrebs) gestärkt werden.

Schifferkrause/Chin Curtain (Kinnvorhang)

Die Schifferkrause verbindet Wildheit und Präzision, ist gleichzeitig voluminös und akkurat konturiert. Der wohl berühmteste Träger dieser Bartform ist Abraham Lincoln und auch ein moderner Mann, der diesen Bart trägt, braucht eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein.

Vorteilhaft an der Schifferkrause ist, dass das Haar beim Küssen nicht stört. Insbesondere Männer mit einem kurzen Kinn, Doppelkinn oder generell mit einer zu weichen Kinnpartie profitieren von dieser Variante. Wichtig ist es das die Haare auf eine Länge zu trimmen, damit der Kinnvorhang nicht ungepflegt wirkt.

Soul Patch

Genau genommen ist der Soul Patch nur ein kleines Fleckchen Barthaar unterhalb der Unterlippe, seine Wirkung ist aber umso größer: Er wird definitiv gesehen und polarisiert die Menschen. Die Meinungen gehen dabei auseinander: die einen finden die Variante attraktiv, die anderen eher peinlich.

Auf jeden Fall handelt es sich beim Soul Patch um eine der unkomplizierteren Bartformen, die es gibt, denn Form und Größe können je nach Vorliebe gewählt werden. Wichtig ist nur, dass sich der Style vom Ziegenbart klar unterscheidet. Eher nicht geeignet ist der Soul Patch für Männer mit einem länglichen Gesicht, da er optisch zusätzlich streckt.

Ziegenbart/Goatee

Der Ziegenbart gilt als cool, markant und männlich. Vor allem Männer abseits des Mainstreams setzen auf den Goatee, darunter viele Musiker. Auch Hipster tragen die Haare am Kinn gern. Bis auf die Kinnpartie wird alles sauber abrasiert. Das Kinnhaar selbst kann in Form geschnitten oder länger gelassen werden und über die Kante des Kinns hinaus wachsen, je nach Geschmack.

Auch bei der Breite gibt es ein wenig Spielraum. Insgesamt lässt Dir ein Ziegenbart die Möglichkeit, ihn Deinen Vorstellungen anzupassen. Vom Goatee abzuraten ist Männern mit einem längeren Gesicht, da diese Bartform das Gesicht länger wirken lässt.

Vollbart

Ein Mann erhaelt beim Barbier eine frische Bartform

Der Vollbart ist der imposante aller Bartformen, kann aber abschreckend wirken. Einige Frauen finden ihn kratzig und störend, was Dein Liebesleben negativ beeinträchtigen kann. Ein weiteres Manko: Dieser Style macht älter und kann dazu führen, dass Du zehn Jahre älter geschätzt wirst, als Du bist!

Wenn Du Dich dennoch für einen Vollbart entscheidest, solltest Du unbedingt auf die Pflege achten. Er sollte wöchentlich gewaschen, getrimmt und geölt werden, damit er richtig gut zur Geltung kommt und nicht ungepflegt wirkt.

Dazu gehört auch, einzelne Haare an den Wangen, die nicht zum Vollbart gehören, abzurasieren. Ebenso sollte der Bereich an der Oberlippe gekürzt werden, wenn er zu sehr über den Lippen hängt. Ein gepflegter Vollbart kann Dir definitiv eine Extraportion Männlichkeit und Respekt unter den Kollegen verschaffen.

Fazit

Die Auswahl an Bartformen ist groß und wilden Haarwuchs im Gesicht muss kein Mann tragen, wenn er nicht will. Mit wenigen wohl platzierten Handgriffen lässt sich aus spärlichem Bewuchs genauso ein stylischer Bart rasieren, wie aus üppigem Haarwuchs. Für jeden Mann gibt es die perfekte Bartform – Du musst sie nur rasieren. Viel Spaß beim Experimentieren!