Mittlerweile gilt als nachgewiesen, dass eine Schwermetallbelastung im Körper zu Haarausfall führen kann. Die Ursachen für Haarverlust können darüber hinaus aber sehr unterschiedlich sein. Nicht immer gibt es erbliche Faktoren. Auch Einflüsse aus der Umwelt können für den Verlust der Haare verantwortlich sein.

Betroffen sind Männer und Frauen gleichermaßen. Oftmals tritt diese Ursache des Haarschwunds berufsbedingt auf. Aber auch Menschen, die beruflich nichts mit Schwermetallen zu tun haben, können von dem Haarausfall betroffen sein. In diesem Beitrag geben wir Dir dazu weitere Informationen!

Diffuser oder erblich bedingter Haarausfall – der Unterschied

Kennst Du den Unterschied zwischen erblichem und diffusem Haarausfall, kannst Du die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.

Diffuser Haarausfall nach Schwermetallbelastung

Ein plötzlicher Haarausfall bereitet Sorge. Vor allem Männer glauben sofort an ein genetisches Problem. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Vater, der Bruder oder der Opa ebenfalls an Haarausfall leidet. Oftmals wird das Phänomen gar nicht untersucht. Dabei ist es wichtig, einen Arzt zu konsultieren. Es kann sich um einen diffusen Haarausfall handeln.

Dieser unterscheidet sich vom erblich bedingten Haarausfall und kann somit erkannt und behandelt werden. Ist eine Schwermetallbelastung für den Haarausfall verantwortlich, handelt es sich in der Regel um einen diffusen Haarausfall. Dieser hat mit den Erbanlagen nichts zu tun und kann behandelt werden. Da sich die Schwermetalle in der Blutbahn befinden und auch andere Schäden anrichten können, ist eine Behandlung dringend empfehlenswert.

Erblich bedingter Haarausfall

Beim erblichen Haarausfall ist in der Regel nur ein Teil der Kopfhaut von dem Haarausfall betroffen. Bei einigen Männern beginnt der Haarausfall an der Stirn und sorgt für die sogenannten Geheimratsecken. Bei anderen Betroffenen zeigt sich zunächst ein kreisrunder Haarausfall am Hinterkopf. Die Haare werden im oberen Bereich des Kopfes dünner. Am Hinterkopf wachsen sie jedoch weiter und bilden einen Haarkranz. Frauen sind von diesem Phänomen so gut wie nie betroffen.
Diffuser Haarausfall

Ist eine Schwermetallbelastung für den Haarausfall verantwortlich, zeigt sich dies durch viele Haare im Kamm und in der Bürste. Es können ganze Haarbüschel ausfallen. Das Haar wird gleichmäßig dünner. In schweren Fällen kann es zu einer Glatze kommen, auf der nur noch vereinzelt einige dünne Haare wachsen.

Verschiedene Schwermetalle lösen Haarausfall aus

Nicht nur aus beruflichen Gründen, sondern auch privat kommen wir mit Schwermetallen in Verbindung. Besonders häufig kann eine Schwermetallbelastung im Körper durch Aluminium, Blei oder Thallium ausgelöst werden. Wer in der Industrie arbeitet und mit den Schwermetallen direkt in Berührung kommt, kennt sich mit den Vorsichtsmaßnahmen aus. Hier ist es wichtig, dass die Vorgaben des Arbeitsschutzes dringend eingehalten werden.

Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle ist häufig Bestandteil der betrieblichen Untersuchungen. Ein durch Schwermetallbelastung verursachter Haarausfall kann durch die Einhaltung der Schutzbestimmungen und die Wahrnehmung der Untersuchungen verhindert werden.

Im Alltag sind wir vor dem Kontakt mit Schwermetallen ebenfalls nicht geschützt. Vor allem Blei und Aluminium können in den Körper belangen. Auf diese Weise kann die Schwermetallbelastung Haarausfall auslösen.

Aluminium

Aluminium ist unter anderem in Deos enthalten. Es hat die Eigenschaft, die Schweißproduktion zu bremsen. Durch winzige Verletzungen der Haut kann es bei der Benutzung des Deos in den Körper gelangen.

Dies entstehen unter anderem durch den Trend, sich am ganzen Körper zu rasieren. Bei einer frischen Rasur der Achseln, der Brust oder der Beine können winzige Verletzungen entstehen. Diese siehst Du mit bloßem Auge gar nicht.

Nutzt Du ein Deo, das Aluminium enthält, kann das Schwermetall in Deinen Körper eindringen. In größeren Mengen kann es im Blut nachgewiesen werden. Auch mit der Nahrung kann eine gewisse Menge an Aluminium aufgenommen werden. Neben dem diffusen Haarausfall kann es zu Beeinträchtigungen des Allgemeinbefindens kommen.

Auch einige Krebserkrankungen stehen im Verdacht, durch Aluminium ausgelöst zu werden. Du kannst vorbeugen, indem Du aluminiumfreie Deos benutzt. Diese sind ebenso wirksam und in Bezug auf die Schwermetallbelastung im Körper ungefährlich.

Blei

Alter Mann trinkt Wasser

Blei ist unter anderem im Wasser enthalten. Trinkwasser ist sauber und wird regelmäßig untersucht. Dennoch kommt es vor, dass die Konzentration an Blei höher ist und im Bereich der Grenzwerte liegt.

Auch beim Bau von Häusern wurde Blei verwendet. Der Körper nimmt es über die Atemwege auf. In modernen Bauten wird heute kein Blei mehr verwendet. Somit kommt eine Schwermetallbelastung für den Haarausfall in Zusammenhang mit einer erhöhten Konzentration an Blei seltener vor.

Da eine hohe Konzentration an Blei im Körper nicht nur zu Haarausfall, sondern auch zu verschiedenen allgemeinen Beschwerden führen kann, ist eine Abklärung und Behandlung sehr wichtig.

Fazit

Eine Schwermetallbelastung im Körper kann zu Haarausfall führen. Dies ist medizinisch nachgewiesen. Es handelt sich um einen diffusen Haarausfall, von dem Männer und Frauen gleichermaßen betroffen sein können. Du bemerkst anfangs, dass Du viele Haare in Deinem Kamm oder Deiner Bürste findest. Mit der Zeit werden die Haarbüschel dicker. Das Kopfhaar dünnt aus.

Eine schnelle Behandlung kann verhindern, dass die Schwermetallbelastung den Haarausfall so weit vorantreibt, dass Du eine Glatze bekommst. Wenn Du bemerkst, dass Dir mehr Haare als üblich ausgehen, solltest Du Deinen Hausarzt konsultieren.

Dieser kann eine Schwermetallbelastung im Blutbild feststellen und entsprechende Maßnahmen einleiten. So wirst Du den Haarausfall wieder los und die Haare können gesund nachwachsen.