Vielleicht kommt die Erleichterung bei Haarausfall. Studien haben nun gezeigt, dass die Lösung im Burgerladen um die Ecke lauern könnte – Pommes gegen Haarausfall? Dichtes Haar gilt als schön, lässt uns jugendlich erscheinen und ist für alle die unter Haarausfall leiden mehr als Gold wert.

Haarausfall wird in der Medizin oft nicht als Krankheit angesehen, da so viele Menschen davon betroffen sind. Mittel die Abhilfe versprechen und medizinische Behandlungsansätze gibt es dennoch: Sie reichen von Nahrungsergänzung über Haartransplantation bis hin zu Medikamenten, Haarshampoo, Spülungen und Hormonblockern.

Eine japanische Studie behauptet nun, ein neues Heilmittel gegen lichtes Haar und Haarverlust gefunden zu haben – Pommes der Fast-Food-Kette McDonalds sollen aufgrund eines Zusatzstoffes im Frittierfett Abhilfe schaffen.

Wann kann Haarausfall gestoppt werden? Welche Mittel gibt es und was ist wirklich dran, am Heilmittel aus der Fritteuse? In diesem Beitrag geben wir Dir darauf die Antworten!

Pommes gegen Haarausfall – Letzte Rettung oder leckere Vorbeugung?

Pommes Frites gegen Haarausfall

Haare kommen und gehen – pro Tag verlieren wir bis zu 100 Stück. Wenn nachwachsende Haare allerdings immer dünner werden und schneller wieder ausfallen und Haarfollikel absterben, treten kahle Stellen auf, die sich anhand bestimmter Muster ausweiten. Erste Geheimratsecken müssen nicht zwangsläufig bedeuten, dass sich bald eine Glatze bildet, sofern die richtigen Maßnahmen ergriffen werden, um den Haarverlust zu stoppen.

Arten von Haarausfall und deren Gründe

Ärzte unterscheiden zwischen drei Arten von Haarausfall, welche anhand ihrer Ursachen und Ausprägungen definiert werden.

Hormonell bedingter Haarausfall

Erblicher und hormonell bedingter Haarausfall, auch Androgene Alopezie, treten dann auf, wenn bestimmte Hormone zu häufig vorhanden sind. Bei Männern ist erblich bedingter Haarverlust mit dem Hormon Testosteron verbunden, welches zu Dihydrotestosteron umgewandelt, den Körper beeinflusst.

Erblich bedingter Haarausfall tritt zunächst durch sich bildende Geheimratsecken, also dem Verlust der Haare oberhalb der Schläfen auf. Später folgt der Verlust der Haare auf dem Hinterkopf. als Stadium vor der kompletten Glatze bleibt ein Haarkranz zurück.

Frauen erleiden erblich bedingten Haarausfall oft nach der Menopause. Ein sich ausdünnender Scheitel breitet sich dann über den Kopf nach hinten aus. Der Verlust der Haare bei Frauen kann auch vor der Menopause, oft nicht früher als im Alter von dreißig Jahren auftreten. Wird die Diagnose Androgene Alopezie früh genug erkannt, bieten verschiedene Mittel Abhilfe.

Kreisrunder Haarausfall

Tritt der Haarverlust in Form von nur wenigen Zentimeter großen, kreisrunden Stellen auf, spricht man vom kreisrunden Haarausfall, Alopecia Areata. Frauen sind von dieser Form häufiger betroffen aber auch Männer, Jugendliche und Kinder können unter der Art des Haarausfalls leiden.

Oft tritt der Verlust der Haare nicht nur auf dem Kopf auf. Auch Körperbehaarung, Wimpern und der Bart können die kreisrunden kahlen Stellen zeigen. Gründe für Alopecia Areata sind nicht komplett erforscht.

Stress oder Autoimmunerkrankungen wie Allergien, Neurodermitis oder Asthma werden mit dem kreisrunden Haarausfall in Verbindung gebracht. Die gute Nachricht: Nach ein paar Monaten wachsen die Haare meist wieder nach. Wenn du unter kreisrundem Haarausfall leidest, solltest du zunächst einen Dermatologen aufsuchen.

Diffuser Haarausfall

Alopecia Diffusa bezeichnet ein Ausdünnen der Haare über den gesamten Kopf verteilt, bis sich im schlimmsten Fall eine Glatze bildet.

Als Ursache gelten Störungen der Schilddrüsenfunktion, Medikamente oder die Überdosierung von Vitamin A. Diffuser Haarausfall gilt als häufige Begleiterscheinung der Chemotherapie oder einer Schwangerschaft. Auch Mangelernährung und Unterernährung, wie sie bei Magersucht oder Bulimie auftaucht, werden mit Alopecia Diffusa in Verbindung gebracht.

Bei Frauen tritt diffuser Haarausfall auch in Verbindung mit der Änderung des Hormonhaushaltes auf. Ursachen sind die Schwangerschaft oder das Einnehmen bzw. Absetzen der Anti-Babypille. Diffuser Haarausfall endet, sobald die Symptome behandelt werden. Das Haar wächst meist wieder komplett nach.

Heilmittel aus der Fritteuse – Haare dank Pommes?

Pommes auf dem Teller

Nach Jahrzehnten wissenschaftlicher Erkenntnis, zahlloser medizinischer Studien und Tests soll plötzlich eines der weltweit verbreitetsten Nahrungsmittel die Lösung für Haarausfall jeder Art sein? So wie japanische Studien aus Yokohama behaupten, liegt der Wirkstoff nicht im Erdapfel an sich.

Polydimethylsiloxan, ein Silikonöl, befindet sich im Frittierfett aller McDonalds-Filialen. Eine regelmäßige Aufnahme soll Haarverlust aufhalten und darüber hinaus auch dafür sorgen, dass sich neue Haarfollikel bilden.

Bei den Niedrigpreisen der Massenproduktion lohnt es sich zumindest finanziell, ab und an eine Pommes zu genießen – schließlich hilft die frittierte Form der Knolle auch gegen Stress und ruft gute Laune hervor – doch muss man dabei immer bedenken, dass ungesunde Ernährung Haarausfall nachgewiesen verursacht.

Gesundheit aus der Fritteuse darf niemand erwarten. Der Selbstversuch mit Pommes gegen Haarausfall anzukämpfen, sollte also nur in Ergänzung mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung und erprobten Behandlungsansätzen erfolgen.

Pommes vs. Haartransplantation

Der Weg zur nächsten Imbissbude scheint einfacher, als der Weg zum Arzt. Treten bei Haarausfall allerdings psychische Folgeerscheinungen auf, besteht dringender Handlungsbedarf. Professionelle Ansätze zur Behandlung schütterer Haare wurden seit vielen Jahren in diversen Studien bestätigt. Die Wirkstoffe und Eingriffe sind gezielt darauf ausgelegt, die entsprechende Form des Haarausfalls zu stoppen.

Ist der Haarausfall schon fortgeschritten, bietet eine Haartransplantation eine schnelle und vielversprechende Abhilfe, bei der unmittelbare und sichtbare Erfolge zu verzeichnen sind. Die Nachbehandlung sorgt dann dafür, dass die Haarpracht erhalten bleibt und die neuen Haare gestärkt nachwachsen.

Luxusgut Haar – kein Mittel unversucht lassen

Vergleicht man die Pommes mit den professionellen Ansatz der Haartransplantation, Haarwuchsmittel und der professionellen Beratung und Analyse der Symptome durch Spezialisten, kann die Methode Pommes gegen Haarausfall eher in der Kategorie Glauben und Hoffen angesiedelt werden.

Die einzige Studie, welche die Wirkung des Stoffes Polydimethylsiloxan auf den Haarwuchs untersuchte, hatte als Testobjekt lediglich kahle Mäuse. Einige Haarwuchsmittel und viele Techniken der Haartransplantation konnten ihre positive Wirkung bereits mehrfach unter Beweis stellen.

Wenn die Haare schwinden, wollen Betroffene nichts unversucht lassen und natürlich wäre es optimal, das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden. Der Selbstversuch mit Pommes der bekannten Fastfoodkette sollte allerdings nur begleitend und in Maßen erfolgen.

Bis es weitere Studien zur Auswirkung auf den Menschen gibt, ist jede Behauptung, die Pommes würden gegen Haarausfall helfen, nicht fundiert und jeder Mediziner dürfte vom übermäßigen Konsum der fettigen Fritten abraten.