Viele Betroffene stehen vor der Frage, ob eine Haartransplantation für Nachhaltigkeit sorgt. Insbesondere beschäftigt das viele Männer, die zunächst zu Haarwuchsmitteln greifen. Wenn diese sich dann doch noch zu einer Eigenhaartransplantation entscheiden, haben sie schließlich schon eine Menge Geld ausgegeben. Lies hier mehr darüber, warum Haartransplantationen nachhaltiger sind und was Du selbst dafür tun kannst.

Haartransplantation Nachhaltigkeit für natürliches Aussehen

Haartransplantation: Nachhaltigkeit für natürliches Aussehen

Haarausfall betrifft allein in seiner erblich bedingten Form weltweit circa 80 Prozent der Männer. Mittel dagegen sind begehrt und werden ständig weiter erforscht. Es gibt diverse Haarwuchsmittel und es gibt die Haartransplantation: Nachhaltigkeit versprechen sie alle.

Um zu verstehen, was wirklich nachhaltig hilft, müssen wir uns kurz mit Haarausfall in seinen möglichen Formen beschäftigen. Jede davon muss auf anderem Weg behandelt werden.

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Haarausfall:

  • erblich bedingt (androgenetische Alopezie)
     Betroffen sind vor allem Männer. Ursache ist DHT, also eine Variante von Testosteron, welches empfindliche Haarwurzeln angreift.
  • kreisrund (Alopecia areata)
    Betroffen sind Männer und Frauen. Ursachen sind gibt es viele. Häufig steckt eine falsche Ernährung, eine Krankheit oder Stress dahinter.
  • diffus (diffuse Alopezie)
    Hier sind die Ursachen leider noch ungeklärt.
Haartransplantation Nachhaltigkeit - Gründe für den Haarausfall

Gründe für den Haarausfall

Ob Krankheit, gestörter Hormonhaushalt oder Stress: Die Gründe für den Haarausfall sind ebenso vielfältig wie seine Erscheinungsformen. Nach einer Chemotherapie lichtet sich das Haar auf andere Art als bei Eisenmangel oder einer Fehlfunktion der Schilddrüse. Auch die Einnahme von Medikamenten wie Antidepressiva kann zu Haarausfall führen.

Manchmal wird der Grund aber auch dann nicht klar, wenn Betroffene sich ärztlich untersuchen lassen. Der Gang zum Arzt sollte dennoch immer dann angetreten werden, wenn über längere Zeit täglich mehr als hundert Haare ausfallen. Hier kann nämlich auch eine ernste Grunderkrankung vorliegen!

Haarwuchsmittel, welche gegen Haarausfall helfen:

Besonders problematisch ist der erblich bedingte Haarausfall. Hier lässt sich mit Ernährungsumstellung oder Stressreduktion nur wenig ausrichten, weshalb viele Betroffene zu Haarwuchsmitteln greifen. Häufig wurde vor dieser Entscheidung nicht abgewägt, inwiefern eine Haartransplantation mehr Nachhaltigkeit liefern könnte.

Haarwuchsmittel haben immer denselben Zweck: Sie sollen das Haarwachstum anregen. Grundsätzlich lassen sich zwei Arten unterscheiden: solche zur äußerlichen und innerlichen Anwendung. Shampoos oder andere Mittel zur äußerlichen Anwendung haben dabei einen entscheidenden Nachteil: Sie kommen beim Auftragen nicht an die Haarwurzel heran.

Eben das müssen Haarwuchsmittel aber, sollen sie wirklich helfen. Die Einnahme von Tabletten wie etwa Finasterid ist darum wesentlich effektiver.

Diese Haarwuchsmittel gibt es:

  • medizinische Produkte: Finasterid / Minoxidil
  • natürliche Mittel, etwa Kokosöl oder Rot-Beete-Saft
  • Drogerieprodukte, etwa Spezialshampoo gegen Haarausfall

Die Wirkung von Finasterid bei Haarausfall wurde eher zufällig entdeckt. Ursprünglich sollte dieses Mittel bei Männern gegen eine gutartige Prostatavergrößerung helfen. In der Nebenwirkung sprossen dann tatsächlich mehr und neue Haare, wo sich vorher das Haar lichtete.

Wie alle Haarwuchsmittel hat aber auch dieses einen entscheidenden Nachteil: Seine Wirkung hält nur für die Dauer der Einnahme an. Ohne das Mittel wird schon bald der Haarausfall wiedereinsetzen. Das führt zu einem Problem: Über Jahre oder gar Jahrzehnte ist das nur mit erheblichem finanziellem Aufwand zu leisten.

Lösung mit Haartransplantation Nachhaltigkeit

Eine Lösung mit Nachhaltigkeit: Haartransplantation

Haarverpflanzungen erfolgen heute rasch und problemlos. Es gibt sehr moderne Methoden, die eine Haarimplantation für den Patienten besonders schmerzarm gestalten. Zunächst assoziiert man damit hohe Kosten. Denkt man aber an die Kosten einer lebenslangen Behandlung mit Haarwuchsmitteln, erscheint eine Haartransplantation schon erschwinglicher. Darüber hinaus ist sie auch nachhaltig, denn ihr Ergebnis bleibt langfristig erhalten.

Eigenhaartransplantation: Ablauf und Methoden

Generell ähneln sich die Abläufe einer Eigenhaarverpflanzung: Nach einer lokalen Betäubung entnimmt ein Spezialist die Follikel und versetzt sie an einen anderen Platz. Follikel, oft auch Grafts genannt, sind Haarwurzeln. Jede davon enthält bis zu vier Einzelhaare. Weil sie während des Eingriffs mit einer Nährlösung vital bleiben, wachsen aus ihnen später neue Haare.

Dabei wählt der Spezialist ausschließlich Follikel aus dem Haarkranz, welche unempfindlich sind gegen das DHT. Der Vorteil: Das Ergebnis hält ein Leben lang.

Solch eine Haarverpflanzung hat viele Vorteile:

  • auf lange Sicht preisgünstiger
  • einmaliger Eingriff, hält ein Leben lang
  • auch später nicht von Haarausfall betroffen

Die Spezialisten nutzen vor allem zwei moderne Methoden, die dennoch gut erprobt sind und sehr gute Erfolge erzielen. Beide Methoden sorgen für ein nachhaltiges Ergebnis. 

Eigenhaarverpflanzung durch FUT Methode

Bei der Follicular Unit Transplantation entnimmt man aus dem Haarkranz einen schmalen Hautstreifen mit mehreren Follikeln. Die Follikel werden nach einer Prüfung auf ihre Eignung separiert.

Anschließend verpflanzt der Spezialist sie einzeln ins Empfängerareal. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Verpflanzen ohne Vollrasur durchgeführt wird. Darum ist der Patient besonders schnell wieder gesellschaftsfähig.

Haartransplantation mit Nachhaltigkeit durch FUE Methode

Bei der Follicular Unit Extraction Methode entnimmt der Haarchirurg die Follikel einzeln mithilfe einer Hohlnadel. Es wird in Nährlösung zwischengelagert und nach einer Prüfung in das Empfängerareal versetzt.

Darum dauert eine Sitzung länger als bei der FUT. Dafür heilt die Kopfhaut schneller und es gibt keine sichtbaren Narben, weil die Einschnitte minimal sind. Hier ist eine sehr dichte Verpflanzung möglich.

Nachhaltige Eigenhaarbehandlung: Das ist ihr Vorteil!

Beide Methoden erzielen durch die Einzelversetzung von Grafts ein überaus natürliches Ergebnis. Der Grund: Dein Spezialist arbeitet mit Wuchsrichtung, Tiefe beim Einsetzen und Haarstruktur. So passt er das Ergebnis an jeden Patienten individuell an. Kahle Stellen lassen sich so komplett wieder auffüllen.

Die richtige Nachsorge ist für ein langfristig gutes Ergebnis

Für eine nachhaltige Haartransplantation ist besonders die Nachsorge wichtig. Davon hängt nämlich der langfristige Erfolg der Haartransplantation ab.

Nachsorge bedeutet, dass die Pflegehinweise des Haarchirurgen nach der Behandlung zu beachten sind. Hier spielen Schlafposition, Pflege mit Shampoo oder auch Schutz vor der Sonne eine Rolle.

Die richtige Behandlung der gereizten und wunden Kopfhaut entscheidet darüber, ob die versetzten Follikel gut anwachsen. Nur dann, wenn Du Dich so genau wie möglich an diese Empfehlungen hältst, wird Deine Eigenhaarverpflanzung wirklich nachhaltig sein.

Was Du tun kannst, um die Haartransplantation nachhaltig zu unterstützen:

Auch Deine Ernährung in den ersten Tagen nach dem Eingriff beeinflusst die nachhaltige Eigenhaarbehandlung. Salzreiche Kost etwa verzögert nachweislich das Abschwellen der gereizten Bereiche. Ernährst Du Dich hingegen salzarm, kannst Du Deinem Körper bei der Genesung helfen.

Auch die Haarpflege sollte kurz nach dem Eingriff so penibel wie möglich erfolgen. Weil mechanische Reizung den frisch versetzten Follikeln gar nicht gut bekommt, solltest Du die Haare in den ersten Stunden gar nicht waschen. Anschließend kannst Du ein Spezialshampoo verwenden, welches neben der Haarwäsche auch sanft desinfiziert. Damit tötest Du Keime ab, welche die Wundheilung beeinträchtigen könnten.

Generell sind in den ersten Tagen aggressive Shampoos tabu! Die Kopfhaut sollte sehr vorsichtig massiert werden, hartes Reiben mit dem Handtuch kann anfänglich dazu führen, dass die versetzten Follikel wieder ausfallen.

Fazit – eine Haartransplantation für Nachhaltigkeit

Um nachhaltig gegen Haarverlust anzugehen, gibt es viele Methoden. Auf den ersten Blick helfen sie alle, doch nur wenige davon sind wirklich nachhaltig. Die Spanne reicht vom Haarwuchsmittel bis zur Eigenhaarbehandlung.

Wer mit Haarwuchsmitteln arbeitet, sollte sich auf langfristig hohe Kosten einstellen. Denn die Wirksamkeit der Haarwuchsmittel lässt sofort nach, wenn man sie absetzt. Eine Haartransplantation erscheint hingegen zunächst etwas teuer. Doch angesichts der Langfristigkeit und dem nachhaltigen Ergebnis, rentiert diese sich schon eher.

Die entsprechende Nachsorge unterstützt langfristig betrachtet die Ergebnisse der Haartransplantation.

Doch es ist nicht nur eine Kostenfrage – auch von der Wirkung her ist eine Eigenhaarverpflanzung ästhetisch ansprechend. Diese kann lichte oder kahle Stellen auffüllen und dabei natürlich wirken. So lässt sich sagen, dass die Haartransplantation für Nachhaltigkeit und somit für ein ideales Ergebnis sorgt.