Ein Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben. Oftmals ist er erblich bedingt. Es gibt aber auch Kopfhauterkrankungen mit Haarausfall. Bei manchen Patienten sind Medikamente die Ursache, beispielsweise bei einer Krebserkrankung. Werden die Haarwurzeln durch die Erkrankung zerstört, können die Haare nicht oder nur sehr dünn nachwachsen.

Eine häufig genannte Art der Therapie ist die Haartransplantation. Kann von dem Ergebnis langanhaltend profitiert werden? Welche Alternativen gibt es? In diesem Beitrag geben wir Dir Antworten auf diese Fragen!

Kopfhauterkrankungen mit Haarausfall sind weit verbreitet

Kopfhauterkrankungen mit Haarausfall - Juckende Kopfhaut hinter dem Kopf

Hauterkrankungen können den Patienten in jedem Lebensalter treffen und es spielt keine Rolle, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Dies unterscheidet den krankheitsbedingten Haarausfall von dem erblich bedingten. Hier sind überwiegend Männer betroffen.

Ein Haar wächst aus einem kleinen Follikel, der sich in der Kopfhaut befindet. Die Voraussetzung für ein gesundes und dickes Haar, das in der gewünschten Länge wächst, ist ein gesunder Follikel. Sollte die Kopfhaut erkranken, können die Auswirkungen auch die Wurzeln der Haare betreffen. Wenn sie nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden, verkümmern diese.

In der Folge werden die Haare dünner oder sie fallen aus. Es kommt vor, dass die Follikel ganz absterben. Dann kann sich auch nach dem Abklingen der Erkrankung kein Haar mehr bilden. Passiert dies mit mehreren tausend Follikeln, die nebeneinander liegen, entsteht eine Glatze.

Frauen neigen aufgrund ihrer gegenüber dem Mann veränderten Haarstruktur nicht so schnell zur Bildung einer vollständigen Glatze. Bei ihnen werden die Haare dünner und licht. Im Ergebnis lassen sie sich nicht mehr frisieren und beim Kämmen oder Bürsten fallen sie büschelweise aus.

Häufige Kopfhauterkrankungen, die einen Haarausfall zur Folge haben, sind die Knötchenflechte und die Schuppenflechte. Aber auch der sogenannte Milchschorf, der nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen zu einer schuppigen, nässenden und mitunter auch blutigen Ansammlung von Schuppen führen kann, beeinträchtigt die Gesundheit der Haarwurzeln.

Erkrankungen der Kopfhaut sind gar nicht so selten, wie Du vielleicht denkst. Sie können die Haarwurzeln stark und dauerhaft beeinträchtigen. Es kann aber auch sein, dass sie sich nach dem Abklingen der Symptome wieder erholen. Wenn Du aufgrund der Erkrankung unter einem dauerhaften Haarausfall oder unter der Bildung einer Glatze leidest, solltest Du Dich für eine Therapie entscheiden.

Infrage kommt eine Haartransplantation oder die Behandlung mit Haarwuchsmitteln. Beim Auftreten von Kopfhauterkrankungen mit anschließendem Haarausfall ist die Haartransplantation aufgrund der besseren Ergebnisse für viele Patienten das Mittel der ersten Wahl.

Haarwuchsmittel oder Haartransplantation – die Unterschiede

Die verbreitetsten wirksamen Mittel, die für die Therapie von einem Haarausfall infrage kommen, sind die Anwendung eines Haarwuchsmittels oder eine Haartransplantation. Wenn Du beide Methoden miteinander vergleichst, wirst Du schnell erkennen, dass Du mit der Haartransplantation eine nachhaltigere Option wählst, um Kopfhauterkrankungen mit Haarausfall zu behandeln.

Anwendung eines Haarwuchsmittels

Haarwuchsmittel Orangenscheibe und Ein Tube Creme

Ein Haarwuchsmittel ist frei im Handel verkäuflich. Es ist zwar empfehlenswert, wenn Du vor der Anwendung mit einem Mediziner Rücksprache nimmst. Du kannst es Dir aber auch einfach kaufen und es nach den Vorgaben auf der Packungsbeilage anwenden. Der Vorteil des Haarwuchsmittels gegenüber der Haartransplantation liegt zunächst darin, dass es günstiger ist und dass kein medizinischer Eingriff erforderlich wird.

Es gibt aber auch verschiedene Nachteile. Im Gegensatz zur Haartransplantation kann das Ergebnis der Anwendung des Haarwuchsmittels im Vorfeld nicht vorausgesagt werden. Die wichtigste Grundlage für den Erfolg der Anwendung ist, dass die Haarwurzeln noch aktiv sind. Dann werden sie von den Substanzen des Haarwuchsmittels versorgt.

Sie kräftigen sich und können wieder ein gesundes Haar produzieren. Nun ist es aber schwer vorauszusagen, in welchem Zustand sich die Haarwurzeln nach der Kopfhauterkrankung befinden. Eine Analyse im Labor wäre theoretisch möglich. Diese ist aber teuer und wenn dabei herauskommt, dass Deine Haarwurzeln nicht mehr reaktiviert werden können, bleibt Dir nur die Haartransplantation.

Selbst wenn eine Reaktivierung deiner Haarwurzeln möglich ist, kann auch ein erfahrener Arzt nicht vorhersagen, wie das Ergebnis der Behandlung aussehen wird. Mitunter dauert es mehrere Monate, bis Du überhaupt ein Ergebnis siehst.

Und wenn Du die Behandlung beendest, können sich die Haarwurzeln in ihrer Aktivität wieder zurückbilden. Im Endeffekt ist die Behandlung von Kopfhauterkrankungen mit Haarausfall durch ein Haarwuchsmittel unsicher und langwierig. Da die Krankenkassen aufgrund der unsicheren Prognose in der Regel nicht zahlen, musst Du die Kosten selbst tragen.

Die Haartransplantation

Entgenommene Haarfollikels von der Einpflanzung

Bei der Haartransplantation werden neue gesunde Haarfollikel in die Kopfhaut eingebracht. Wenn der Haarausfall im Zusammenhang mit einer Kopfhauterkrankung aufgetreten ist, darf eine Haartransplantation erst nach vollständiger Heilung erfolgen. Abhängig von der Dimension des Haarausfalls werden einzelne Partien der Kopfhaut mit neuen Follikeln verstärkt.

Hat sich bereits eine breitflächige Glatze gebildet, erfolgt die Transplantation mit größeren Hautlappen, die gesunde Follikel enthalten. Abhängig von der Ausprägung der Glatze und des noch vorhandenen Haaransatzes kann die Transplantation mit Eigenhaar oder mit Fremdhaar erfolgen.
Nach dem Einwachsen produzieren die Follikel neue gesunde und kräftige Haare.

Ein sehr gutes Ergebnis ist in der Regel schon nach einem Monat sichtbar, denn die Einheilung des Transplantats erfolgt schnell und in der Regel ohne Komplikationen. Es gibt sogar Krankenkassen, die aufgrund der hohen Erfolgsquote der Haartransplantation die Kosten übernehmen.

Dies gilt insbesondere nach einem krankheitsbedingten Haarausfall im Zusammenhang mit starken psychischen Problemen aufgrund des stark veränderten Äußeren, das auf die Glatze zurückzuführen ist. Im Gegensatz zur Anwendung des Haarwuchsmittels bringt die Haartransplantation ein dauerhaftes Ergebnis, das bereits vor der Operation sicher vorausgesagt werden kann.

Schnelle Erholung nach dem Eingriff

Wenn du Dich für eine Haartransplantation entscheidest, wirst Du gut auf den Eingriff vorbereitet. Die Zeit der Operation ist von der Ausprägung des Haarausfalls abhängig und kann bei einer fortgeschrittenen Glatze mehrere Stunden andauern. Du wirst Dich von dem Eingriff aber schnell erholen. Die Wundheilung bereitet in der Regel keine Probleme.

Sobald die Haarwurzeln eingewachsen sind und neue Haare produzieren, kannst Du Dich kämmen und stylen, wie Du es von deinen eigenen Haaren gewohnt bist. Das Ergebnis der Haartransplantation ist zeitlich nicht begrenzt. Wiederholt werden muss der Eingriff nur dann, wenn Teile einer beginnenden Glatze behandelt wurden und diese sich weiter über die Kopfhaut ausbildet. Dieses Phänomen kommt in der Regel aber nur bei einem erblich bedingten Haarausfall vor.

Wenn Kopfhauterkrankungen mit Haarausfall behandelt werden sollen, reicht eine einmalige Therapie an den Stellen, die durch die Hauterkrankung kahl oder licht geworden sind, vollkommen aus. Du bekommst deine natürliche Optik zurück und kannst die Folgen der Hauterkrankung durch die Haartransplantation erfolgreich abmildern.

Die Vorteile einer Haartransplantation

Die Haartransplantation ist eine wirksame Methode, um Kopfhauterkrankungen mit Haarausfall wirksam zu beseitigen. Bei der Eigenhaarverpflanzung werden neue Follikel dauerhaft in die Kopfhaut eingepflanzt. Dort wachsen sie ein, werden mit natürlichen Nährstoffen versorgt und können neue gesunde Haare produzieren.

Die Haartransplantation ist bei jeder Form von Haarausfall eine mögliche Methode der Therapie. Eine ausgeprägte Glatze kann ebenso behandelt werden wie einzelne kahle Stellen, die eine häufige Folge von Kopfhauterkrankungen sind. Auch Frauen, die eher mit lichtem Haar auf eine Kopfhauterkrankung reagieren, können die Haartransplantation mit großem Erfolg vornehmen lassen.

Hier werden keine ganzen Hautlappen transplantiert, sondern das Eigenhaar wird mit gesunden Follikeln wieder verdickt. Es ist nur eine einmalige Behandlung notwendig, und der Erfolg der Haartransplantation ist im Gegensatz zur Behandlung mit Haarwuchsmittel garantiert. Schon nach wenigen Wochen siehst Du ein perfektes Ergebnis und erhältst deine natürliche Optik zurück.