Kann es zu Haarausfall durch Lercanidipin kommen?

Geschrieben von | 19. September 2022 | Haarausfall Allgemein | 0

Lercanidipin

Ein Haarausfall durch Lercanidipin dürfte eine Ausnahmeerscheinung sein, denn bei den Nebenwirkungen dieses Blutdrucksenkers ist er nicht angegeben. Es kann bei der Einnahme von verschiedenen Beta-Blockern, die den Blutdruck senken, zu Haarverlust kommen. Lercanidipin gehört jedoch nicht zu den Beta-Blockern, sondern zu den Calciumkanal-Blockern, die einen anderen Wirkungsmechanismus haben.

Solltest Du bei der Einnahme dieses Blutdrucksenkers einen Haarverlust feststellen, kann er andere Ursachen haben. Auf keinen Fall solltest Du das Medikament eigenmächtig absetzen. Sprich mit Deinem Arzt darüber, der die Ursache Deines Haarausfalls anhand verschiedener Untersuchungen feststellen kann. Der Arzt entscheidet, wie sich Dein Haarverlust am besten behandeln lässt, abhängig von der Ursache.


Inhaltsverzeichnis

» 1. | Ist ein Haarausfall durch Lercanidipin möglich?
» 2. | Was ist Lercanidipin und wie wirkt es?
» 3. | Wie könnte sich ein Haarverlust durch Lercanidipin bemerkbar machen?
» 4. | Was solltest Du tun, wenn Du einen Haarausfall bemerkst?
» 5. | Fazit: Lercanidipin führt in der Regel nicht zu Haarverlust


Ist ein Haarausfall durch Lercanidipin möglich?

Lercanidipin ist ein Blutdrucksenker und gehört zu den Calciumkanal-Blockern. So wie bei allen Medikamenten sind auch bei Lercanidipin in der Packungsbeilage Nebenwirkungen aufgeführt. Haarausfall durch Lercanidipin ist dort nicht genannt, auch nicht bei den seltenen, sehr seltenen oder vereinzelt auftretenden Nebenwirkungen.

Du kannst also davon ausgehen, dass Du keinen Haarverlust befürchten musst. Allerdings sind als Nebenwirkungen Hautrötungen und andere Hautreaktionen aufgeführt. Sollten diese Hautveränderungen auch die Kopfhaut betreffen, ist es möglich, dass Du Dir durch das Kratzen die Haare ausreißt. Es ist aber so gut wie ausgeschlossen, dass Du die Haare verlierst. Einen Totalverlust Deiner Haare musst Du nicht befürchten.

Hat Dir der Arzt Lercanidipin verordnet und kommt es zu Haarausfall, solltest Du ihn darüber informieren. Selten auftretende Nebenwirkungen sind nicht immer in der Packungsbeilage aufgeführt. Da es unwahrscheinlich ist, dass dieser Blutdrucksenker zu Haarverlust führt, sollte der Arzt anhand verschiedener Untersuchungen feststellen, was die tatsächliche Ursache Deines Haarausfalls ist.


Was ist Lercanidipin und wie wirkt es?

Der Blutdrucksenker Lercanidipin wird zur Behandlung von leichtem bis mittelschwerem essentiellem Bluthochdruck verordnet. Der Bluthochdruck ist nicht durch eine vermeidbare Ursache wie die Einnahme von Medikamenten, eine Grunderkrankung oder eine ungesunde Lebensweise entstanden. Das Medikament wird also dann verordnet, wenn der Patient keinen Einfluss auf seinen Bluthochdruck hat.

Als Calciumkanal-Blocker senkt Lercanidipin den Blutdruck, da es gefäßerweiternd wirkt. Der Einstrom von Calcium führt in den Muskelzellen der Arterienwände zu einer Anspannung. In der Folge steigt der Blutdruck, da sich die Blutgefäße verengen. Hier setzt Lercanidipin an, da es die Calciumkanäle blockiert.

Die Blutgefäße sind entspannt, wodurch eine dauerhafte Erhöhung des Blutdrucks verhindert wird. Zumindest theoretisch könnte sich Lercanidipin sogar positiv auf das Haarbild auswirken. Das ist jedoch nicht bewiesen. Auch Minoxidil wurde ursprünglich als Blutdrucksenker entwickelt und wirkt gefäßerweiternd. Es fördert die Durchblutung der Kopfhaut und kann die Haarfollikel zur Bildung neuer Haare stimulieren.


Wie könnte sich ein Haarverlust durch Lercanidipin bemerkbar machen?

Würde Lercanidipin einen Haarausfall verursachen, wäre das wahrscheinlich ein diffuser Haarausfall. Die Haare fallen gleichmäßig auf dem gesamten Kopf aus. Das Haar wird immer dünner, bis schließlich die Kopfhaut sichtbar wird.

Da ein Haarverlust bei der Einnahme von Lercanidipin unwahrscheinlich ist, musst Du keinen Totalverlust der Haare befürchten. Bei einem diffusen Haarausfall wachsen die Haare in den meisten Fällen wieder nach, wenn die Ursache beseitigt ist. Du solltest jedoch auf keinen Fall eigenmächtig das Medikament absetzen.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine Traktionsalopezie, bei der die Haare durch Kratzen auf der Kopfhaut ausgerissen werden. Das könnte passieren, wenn es zu einer Hautveränderung kommt, die mit Juckreiz auf der Kopfhaut verbunden ist. Auch bei der Traktionsalopezie wachsen die Haare wieder nach, wenn die Ursache nicht mehr vorhanden ist und sich die Haarfollikel wieder erholen.

Die Haare könnten jedoch durch das Kratzen auch nur kurz über der Kopfhaut abbrechen, wenn Du kratzt. In diesem Fall sind die Haarfollikel nicht geschädigt und die Haare nicht ausgerissen. Die Haare wachsen dann wieder.


Was solltest Du tun, wenn Du einen Haarausfall bemerkst?

Nimmst Du Lercanidipin ein und bemerkst Du Hautveränderungen oder einen Haarausfall, solltest Du Deinen Arzt konsultieren.

Bei Hautveränderungen und anderen Nebenwirkungen, beispielsweise

  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Wassereinlagerung in Armen oder Beinen
  • Herzrasen
  • Pulsbeschleunigung
  • Müdigkeit
  • Übelkeit
  • Muskelschmerzen

kann Dir der Arzt einen anderen Blutdrucksenker verordnen.

Bei einem Haarverlust wird er sich das Haarbild anschauen. Eine androgenetische Alopezie, der erblich bedingte Haarausfall, ist an seinem Erscheinungsbild eindeutig erkennbar und wird nicht durch Lercanidipin verursacht. Tritt Haarverlust in anderer Form auf, beispielsweise als diffuser oder kreisrunder Haarausfall, wird Dir der Arzt Fragen zu bekannten Erkrankungen, zur Einnahme weiterer Medikamente und zu Deiner Lebensweise stellen.

Er kann eine Blutuntersuchung vornehmen, um eine Grunderkrankung als Ursache festzustellen. Kann der Hausarzt die Ursache nicht ermitteln, wird er Dich an einen Dermatologen überweisen, der weitere Untersuchungen vornimmt. Neben verschiedenen Erkrankungen wie Rheuma, Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen können auch ein Mangel an Vitaminen, Stress oder starke psychische sowie körperliche Belastungen die Ursachen von Haarausfall sein. Es gilt, die Ursache zu behandeln, um den Haarverlust zu stoppen.

Wie die Behandlung erfolgt, hängt von der Ursache ab. Eine Haarverpflanzung ist in solchen Fällen zumeist nicht nötig. Mitunter reicht es schon aus, die Ernährung umzustellen und viele vitaminreiche Nahrungsmittel in den Speiseplan aufzunehmen. Auch eine Änderung der Lebensweise, beispielsweise Stressmanagement, kann zu einer Verbesserung Deines Haarbildes führen.


Fazit: Lercanidipin führt in der Regel nicht zu Haarverlust

Lercanidipin ist ein Blutdrucksenker, der gefäßerweiternd wirkt. Ein Haarausfall durch Lercanidipin ist unwahrscheinlich. Bei den Nebenwirkungen ist Haarausfall nicht aufgeführt. Allerdings sind Hautrötungen oder Juckreiz bei den Nebenwirkungen angegeben. Treten diese Hautveränderungen auf der Kopfhaut auf, wäre ein Haarverlust durch Kratzen denkbar.

Nimmst Du Lercanidipin ein und bemerkst Du einen Haarausfall, solltest Du das Medikament auf keinen Fall eigenmächtig absetzen. Sprich mit Deinem Arzt darüber. Er nimmt verschiedene Untersuchungen vor, um die Ursache Deines Haarausfalls zu ermitteln und die entsprechende Behandlung je nach Ursache einzuleiten.

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ÜBER DEN AUTOR

Haarausfallen

Warum führe ich diesen Haarausfall-Blog? Weil ich schon mit 19 unter Haarausfall gelitten und ihn nun endlich in den Griff bekommen habe. Ich möchte alle Erfahrungen der Menschen zum Thema Haarausfall verbinden, eine Plattform zur anonymen Diskussion über das sensible Thema Haarausfall bieten und gemeinsam Lösungen finden.

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