Bei einer Verpflanzung von Haaren werden die Grafs aus dem hinteren Teil des Kopfes entnommen, der bei einer Haartransplantation Donorbereich genannt wird. Die Haare werden in den Transplantationsbereich eingesetzt, dem besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Was passiert jedoch mit dem hinteren Teil des Kopfes? Wie gut heilt er wieder ab? Was genau muss beachtet werden, damit im Spenderbereich die Heilung optimal erfolgen kann?

Der Haartransplantation Donorbereich – besondere Anforderungen für die Haarentnahme

Haartransplantation Donorbereich - Verpflanzung von Haaren

Damit die Verpflanzung mit Eigenhaar erfolgen kann, muss der Entnahmebereich besondere Anforderungen erfüllen. Die Haut muss intakt sein, damit eine optimale Heilung nach der Entnahme der Haarfollikel erfolgen kann. Liegt eine entzündliche Erkrankung der Kopfhaut, beispielsweise eine SchuppenfIechte, vor, ist die Entnahme der Haare riskant, da es im Haartransplantation Donorbereich zu Entzündungen kommen kann. Dementsprechend müssen genügend Haare vorhanden sein, die entnommen werden können, um die kahlen Stellen aufzufüllen. In den meisten Fällen dient der Hinterkopf als Quelle für die Entnahme, da dort in der Regel die meisten Haare vorhanden sind. Die Haare vom Hinterkopf fallen seltener aus als vom übrigen Kopfbereich. Sie sind robust und gehören fast schon zur Körperbehaarung. Bei einem diffusen Haarausfall, bei dem die Haare gleichmäßig auf dem gesamten Kopf ausfallen, sind nicht immer genügend Haare für eine Transplantation vorhanden. Wie im Haartransplantation Spenderbereich die Heilung erfolgt, hängt davon ab, wie die Entnahme der Haare erfolgt. 

Die Entnahme der Haare zur Weiterverarbeitung

Haartransplantation Donorbereich - Entnahme der Haare

Die Heilung bei einer Haarverpflanzung ist abhängig von der Methode. In jedem Fall, unabhängig von der Methode der Haarimplantation, werden der Entnahme und der Transplantationsbereich örtlich betäubt. Die FUT-Methode wird für die Eigenhaarverpflanzung heute nur noch selten angewendet. Der Hinterkopf dient als Spenderbereich. Eine Rasur des Kopfes ist nicht erforderlich. Lediglich der Bereich, aus dem die Haarentnahme erfolgt, muss rasiert werden. Ein Hautstreifen, der bis zu 20 Zentimeter lang und ein Zentimeter breit ist, wird entnommen. Aus diesem behaarten Hautstreifen werden Grafts aus Haarfollikeln entnommen, die in den Transplantationsbereich eingepflanzt werden. Der Entnahmebereich wird vernäht. Die Haartransplantation Spenderbereich Heilung kann mit Schmerzen verbunden sein. Im Entnahmebereich entsteht eine bleibende Narbe. Für viele Patienten ist die Narbe ein kosmetisches Problem, da sie ziemlich breit sein kann. 

Eine schnellere Heilung ist bei der Haarverpflanzung mit der FUE-Methode möglich. Der Kopf wird bei dieser Methode komplett rasiert. Aus dem hinteren Teil des Kopfes werden Haarfollikel mit einer Hohlnadel entnommen. Die Entnahmestellen werden nicht vernäht. Beim Abheilen entstehen so keine Narben.

Sanfte Entnahme der Haare bei den neuen Methoden der Eigenhaarverpflanzung 

Die FUE-Methode wurde inzwischen weiterentwickelt. Die Haarimplantation kann mit modernen, schonenden Methoden erfolgen, bei denen der hintere Teil des Kopfes schneller abheilt. Eine solche moderne Form der Haarverpflanzung ist die DHI-Methode (Direct Hair Implantation). Eine Rasur des Kopfes muss nicht erfolgen. Lediglich an den Entnahmestellen, müssen die Haare gekürzt werden. Diese werden dann mit einem Haarstift entnommen, der besonders dünn ist. Dadurch entstehen bei der Entnahme nur sehr kleine Einstiche, die ohne Narben abheilen.

Die Choi-Methode ist eine besondere Form der DHI-Methode. Der Kopf wird auch hier nicht rasiert. Diese Methode der Eigenhaarverpflanzung erfolgt völlig ohne Einstiche. Die örtliche Betäubung wird mit einem Hochdrucksystem vorgenommen. Mit Hochdruck wird das Betäubungsmittel in die Kopfhaut gepresst. Die Haare werden mit einem Choi-Stift aus dem hinteren Teil des Kopfes entnommen. Die Haarfollikel werden dabei nicht berührt, was eine hohe Erfolgsquote garantiert. Auch das Einsetzen der Haare erfolgt ohne Einstiche, unter Hochdruck. 

Die Haartransplantation Spenderbereich Heilung in den ersten Tagen

Haartransplantation Donorbereich

Nach der Behandlung kann es zu Juckreiz kommen. Du solltest allerdings nicht kratzen. Im Transplantationsbereich können die transplantierten Haare ausgerissen werden. Es kann durch das Kratzen zu Infektionen kommen. Rötungen können auf der gesamten Kopfhaut auftreten. Nach etwa zwei Tagen kommt es zur Krustenbildung an den Entnahmestellen der Haare und im Transplantationsbereich. Der Prozess der Genesung ist dann abgeschlossen, wenn die Rötungen abklingen und die Krusten abfallen. Das dauert etwa zwei Wochen. Bei den modernen Methoden dauert die Heilung nur etwa zehn Tage. 

Bei der Eigenhaarverpflanzung mit der FUT-Methode dauert es länger als bei der FUE-Methode, bis der hintere Teil des Kopfes abheilt. Die Fäden müssen entfernt werden. Auf der Narbe bildet sich eine größere Kruste. Um die Narbe nicht zu verletzen und die Kruste nicht abzureißen, solltest du nur vorsichtig kämmen.

Wie du zur Heilung beitragen kannst 

Mit dem richtigen Verhalten nach der Verpflanzung kannst du entscheidend zur Heilung im Haartransplantation Donorbereich beitragen. Du solltest nach der Haarverpflanzung auf einem Nackenkissen schlafen, damit der Kopf bestens geschützt ist. Für eine optimale Haartransplantation Spenderbereich Heilung solltest du in den ersten Tagen nach dem Eingriff keinen Sport treiben und körperliche Anstrengungen vermeiden. Beim Kämmen der Haare solltest du vorsichtig vorgehen. 

Um die Krusten nicht aufzuweichen, solltest du in den ersten zwei Wochen oder noch besser einen ganzen Monat nach der Haarimplantation nicht in die Sauna oder ins Solarium gehen. Die Haut ist nach dem Eingriff noch empfindlich, genau wie im Transplantationsbereich. Deinen Kopf solltest du vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen.

Was du beim Waschen unbedingt beachten solltest

https://www.youtube.com/watch?v=VpPMiAlmRBI

Du kannst den Kopf 48 Stunden nach der Verpflanzung zum ersten Mal waschen. Vor dem Waschen musst du auf den hinteren Teil des Kopfes und auf den Transplantationsbereich eine Lotion auftragen, die etwa 45 Minuten einwirken sollte. Die Lotion wird mit lauwarmem Wasser und mit mittlerem Druck ausgespült. Anschließend trägst du ein Spezialshampoo auf, das etwa drei Minuten einwirken sollte. Das Shampoo spülst du ebenfalls mit lauwarmem Wasser und mittlerem Druck aus.

Beim Waschen der Haare kannst du eine leichte Massage anwenden, da hier, im Gegensatz zum Transplantationsbereich, kein Risiko besteht, die transplantierten Haare auszureißen. Beim Trocknen der Haare kannst du stärker aufdrücken als im Transplantationsbereich. Noch besser ist das Trocknen an der Luft. 
Die Haare solltest du in den ersten zwei Wochen nach der Eigenhaarverpflanzung täglich waschen. Zuvor trägst du die Lotion auf, die jedoch nur noch 30 Minuten einwirken muss. 

Können Komplikationen auftreten?

Juckreiz, Rötungen und Krustenbildung an den Entnahmestellen sind völlig normal. Diese Erscheinungen treten immer nach einer Eigenhaarverpflanzung auf. Abhängig von der Methode heilen diese Erscheinungen nach 10 bis 14 Tagen ab. 

Infektionen können die Haartransplantation Spenderbereich Heilung verzögern. Sie treten entweder durch Unsauberkeit in der Klinik oder durch unsachgemäßes Verhalten des Patienten auf. Du solltest daher eine renommierte Klinik auswählen, die einen guten Ruf hat.

Auch kann es zu einem sogenannten „Shock Loss“ kommen. Die Haare fallen hierbei um die Entnahmestellen aus. Dieser Zustand ist jedoch in den meisten Fällen umkehrbar. Die Haarfollikel treten in die Ruhephase ein. Die Haare wachsen nach spätestens sechs Monaten wieder nach. 

Fazit: Der Spenderbereich ist bei einer Haartransplantation nicht zu vernachlässigen

Bei einer Eigenhaarverpflanzung ist der Haartransplantation Donorbereich nicht zu vernachlässigen. Bei der Entnahme der Haare entstehen kleine Verletzungen. Erfolgt die Haarentnahme nach der FUT-Methode, wird ein Streifen der behaarten Kopfhaut aus dem Hinterkopf entnommen. Dieser Bereich wird vernäht, sodass eine bleibende Narbe entsteht.

Bei der FUE-Methode und deren Weiterentwicklungen erfolgt die Entnahme der Haare schonender. Die Entnahmestellen werden nicht vernäht, somit entstehen auch keine Narben. Je schonender die Methode ist, desto kleiner sind die Entnahmestellen und desto schneller heilen sie ab. Du kannst dir zwei Wochen nach der Haarverpflanzung zum ersten Mal die Haare auf dem gesamten Kopf waschen. Nun ist auch ein leichtes Massieren möglich. Die ersten Ergebnisse sind nun sichtbar und du kannst dich über natürlich aussehendes Haar erfreuen, dass für Fülle und Volumen sorgt.