Haarausfall nach Heparin – die Nebenwirkung der Medikation

Geschrieben von | 7. Februar 2020 |Haarausfall Allgemein | 0

Mann nimmt Tablette ein

Bei Blutgerinnungsstörungen verschreibt der Arzt sehr häufig Heparin. Der Blutgerinnungshemmer zeichnet sich durch eine hohe Wirksamkeit und bei den meisten Patienten durch eine ebenso hohe Verträglichkeit aus.

Dennoch kann es zu Haarausfall nach der Heparin Behandlung kommen. Warum ist das so? Dieser Artikel klärt über die Problematik Heparin und Haarausfall – wie lange besteht das Problem – und was kannst Du dagegen tun auf.

Wichtig ist: Nicht verzagen, sondern handle frühzeitig und schließe auf diesem Weg die Gefahr der Kahlköpfigkeit aus. Viele Medikamente erzeugen Haarschwund. Das Medikament ist nur ein Präparat, bei dem Haarausfall als direkte Nebenwirkung bekannt ist.

Inhaltsverzeichnis


» Was ist Heparin?
» Heparinwirkung mit unerwünschten Begleiterscheinungen
» Ursachen für die Haarprobleme
» Diagnostik und Behandlung – wie lange schwindet der Haarwuchs?
» Wenn die gewünschte Heparin Wirkungsweise nicht allein kommt

Was ist Heparin?

Wie bereits angeschnitten, handelt es sich hierbei um den Grundstoff eines Blutgerinnungsmittels. In der natürlichen Form wird der Wirkstoff vom Körper selbst gebildet. Doch liegen bei Dir Blutgerinnungsprobleme vor und Dein Blut neigt zur Verklumpung, kann die Heparinwirkung künstlich erzeugt und durch eine Medikation begünstigt werden.

So findet das Präparat zur Prävention gegen Thrombose und in therapeutischer Anwendung gegen Verschlusserkrankungen von Venen und Arterien Verwendung. Die Heparin Wirkungsweise begründet sich darin, die Blutgerinnung zu hemmen und die Antithrombin Wirkung um ein Tausendfaches zu verstärken.

Auch in der Wundheilung hat sich das Medikament bewährt. Heparin Augentropfen helfen gegen Augentrockenheit, aber auch gegen wunde und juckende Augen. Der Wirkstoff ist vielseitig anwendbar, wodurch er in der modernen Medizin hohe Bedeutung einnimmt.

Heparinwirkung mit unerwünschten Begleiterscheinungen

Gerade Patienten die lange Zeit mit dem Medikament behandelt werden, müssen mit einigen Nebenwirkungen rechnen. So kann es zu Haarausfall nach Einnahme des Medikaments kommen. Das Risiko ist bei Augentropfen gering, doch bei der Verabreichung des Wirkstoffs zur Vermeidung einer Thrombose ist eine der hauptsächlichen Nebenwirkungen von Heparin Haarausfall.

Wie lange dieser anhält und ob er reversibel ist, entscheidet sich im Einzelfall. Leidest Du von Natur aus unter dünnem Haar und übermäßigem Haarschwund, kann sich die Problematik durch die unerwünschte Heparinwirkung verstärken.

Wenn Deine Behandlung mit niedermolekularem Heparin erfolgt, ist die Wirkung höher und die Gefahr für Nebenwirkungen sinkt. Doch nicht in jedem Fall wird eine Behandlung in diesem Rahmen anberaumt.

Wenn der Arzt die hochmolekulare Form in Deinem Fall für angebracht hält, ist die Hauptwirkung geringer – dabei verstärken sich aber die Nebenwirkungen. Im Endeffekt steht die Behandlung der Grunderkrankung im Fokus. Um Schlaganfälle, lebensgefährliche Thrombosen und Lungenembolien oder einen Herzinfarkt zu vermeiden, ist die Heparin Wirkungsweise optimal.

Illustration von Blutverklumpungen

Ursachen für die Haarprobleme

Viele Medikamente erzeugen Haarausfall. Nach Heparin ist das Risiko besonders hoch und betrifft einen Großteil der Patienten. Dennoch kannst Du aufatmen, da der Haarschwund im Regelfall nur vorübergehend und nicht von Dauer ist.

Die Problematik besteht darin, dass die unerwünschte Heparin Wirkungsweise drei bis vier Monate nach der Medikation eintritt und daher eher selten mit der Behandlung in Verbindung gebracht wird. Ein Grund für den Haarschwund basiert auf der Veränderung der Thrombozyten. Diese sind für einen gesunden Haarwuchs verantwortlich und damit auch die Ursache, die zu Haarausfall nach einer Behandlung mit dem Arzneimittel führt.

Du bekommst durch das Arzneimittel Haarausfall? Wie lange dauert der diffuse Haarschwund an und reguliert sich der Haarwuchs eigenständig? Wie bereits angeschnitten: Bei Heparin Augentropfenbrauchst Du diese Nebenwirkung nicht befürchten.

Doch wenn Du die Medikation oral einnimmst, ist Haarschwund eine häufige Nebenwirkung in unterschiedlich starker Ausprägung. Ob die Kopfhaut durchschimmert oder das Haar erschreckend dünn wird, hängt von der Dosis ab.

Eine geringe Dosis kann den Haarwuchs leicht ausdünnen, führt aber nicht zu ernsthaftem und mit Kahlköpfigkeit einhergehenden Haarverlust. Anders verhält es sich, wenn Du eine hohe Dosierung oral einnehmen und über einen längeren Zeitraum behandeln musst. Hier ist Haarausfall durch Heparin kaum vermeidbar.

Diagnostik und Behandlung – wie lange schwindet der Haarwuchs?

Mann erhält eine PRP Behandlung

Durch die verspätet eintretende Nebenwirkung wirst Du die Problematik Haarschwund nicht zwangsläufig mit der Prävention gegen Thrombose oder Lungenembolie in Verbindung bringen. Generell ist Dir angeraten, bei akutem oder langfristigem Haarausfall mit Deinem Arzt zu sprechen und die Ursache abklären zu lassen.

Fällt Dein Haar durch den Wirkstoff aus, lässt sich dieser Grund in einem Bluttest schnell und einfach ermitteln. Eine Absetzung der Medikation ist nicht angeraten, aber Du kannst effektiv gegen das Haarproblem vorgehen. Mit haarwuchsfördernder Zusatznahrung, einer vitaminreichen Ernährung und einem Besuch in der Haarklinik kannst Du die Glatzenbildung vermeiden.

Um Deine Kopfhaut mit ausreichend vital- und sauerstoffreichem Blut zu versorgen, empfiehlt sich in diesem Fall eine PRP Behandlung. Sollte der Haarausfall nach der Heparin Behandlung enorm sein und das Haar wächst nicht wieder nach, ist ein Eigenhaarimplantat eine gute und dauerhafte Lösung.

Ob die Haarverpflanzung nötig ist weiß Du, wenn auch ein halbes Jahr nach Absetzung der Medikation kein neues Haar nachwächst. Der minimalinvasive und schmerzfreie Eingriff ist Deine Chance, die unerwünschte Heparin Wirkungsweise Haarschwund zu kompensieren und neues Selbstbewusstsein zu erlangen.

Fazit | Wenn die gewünschte Heparin Wirkungsweise nicht allein kommt

Stehst Du vor der Frage, warum führt Heparin zu Haarausfall und wie lange dauert es bis das Haar wieder nachwächst? Am besten sprichst Du mit Deinem behandelnden Arzt, der Dich sicherlich von Anfang an über die Heparinwirkung und mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt hat.

Meist leiden Patienten unter Haarschwund, die bereits vor der Einnahme des Medikaments dünnes Haar oder anderweitige Probleme mit der Kopfhaut hatten. Die Nebenwirkung kommt einige Monate nach der Behandlung, so dass eine direkte Überleitung meist nicht gegeben ist. Doch in der Diagnostik beim Dermatologen zeigt sich schnell, warum Dein Haar ausfällt und ob die Follikel intakt sind.

Bei einer Beratung in einer Haarklinik erfährst Du alles zu den Vorteilen einer Eigenblutbehandlung und der Haarimplantation, die im Bedarfsfall vorgenommen wird. Sollte auch eine PRP Therapie keinen Erfolg bringen, kannst Du durch die Entnahme von Grafts am Hinterkopf und deren Verpflanzung auf den ausgedünnten Arealen gegen den Haarausfall durch Heparin vorgehen.

Wichtig ist aber, dass Du den Blutgerinnungshemmer zum Zeitpunkt der Haartransplantation nicht mehr einnimmst. Denn auch wenn der Eingriff minimalinvasiv ist, kann er bei der Einnahme der Medikation nicht durchgeführt werden.

Sprich offen und ehrlich mit dem Behandlungsteam der Haarklinik. Hier bekommst Du wertvolle Tipps für Dein Haar und kannst Dir sicher sein, dass es in jedem Fall eine Möglichkeit gegen die Kahlköpfigkeit gibt.

ÜBER DEN AUTOR

Haarausfallen

Warum führe ich diesen Haarausfall-Blog? Weil ich schon mit 19 unter Haarausfall gelitten und ihn nun endlich in den Griff bekommen habe. Ich möchte alle Erfahrungen der Menschen zum Thema Haarausfall verbinden, eine Plattform zur anonymen Diskussion über das sensible Thema Haarausfall bieten und gemeinsam Lösungen finden.

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