Mirtazapin – Haarausfall als Nebenwirkung therapieren

Geschrieben von | 11. Dezember 2019 | Blog, Ursachen Haarausfall | 0

Mann liegt und schaut sein Medikament an

Mirtazapin ist ein Medikament, das zur Behandlung von Depressionen eingesetzt wird. Die Patienten nehmen das Medikament häufig über einen Zeitraum von Monaten oder Jahren ein. Nicht selten ist die Verordnung der Antidepressiva lebenslang notwendig.

Mirtazapin hat Nebenwirkungen wie Haarausfall, die den Patienten zusätzlich belasten. Bei depressiven Erkrankungen können Veränderungen gravierende Folgen für das Krankheitsbild haben. Da ein Haarausfall die Optik nachhaltig verändert, ist eine Therapie wichtig. Eine Haartransplantation bringt sehr gute Ergebnisse.


Inhaltsverzeichnis

» Mirtazapin – Haarausfall durch die Zusammensetzung der Wirkstoffe bedingt
» Gute Ergebnisse bei der Behandlung von Depressionen
» Depressionen und Haarausfall – wenn ein Kreislauf beginnt
» Haarwurzeln haben eine empfindliche Struktur
» Haarausfall kann depressive Erkrankungen verstärken
» Haarwuchsmittel
» PRP Behandlung
» Haartransplantation
» Fazit


Mirtazapin – Haarausfall durch die Zusammensetzung der Wirkstoffe bedingt

Person greift zu Mirtazapin

Bis zu zehn Prozent der Patienten, die Mirtazapin von ihrem Arzt verordnet bekommen, klagen über Haarausfall. Die Nebenwirkung kann eine sehr unterschiedliche Ausprägung haben. Bei einigen Patienten wird das Haar dünner.

Es lässt sich nicht mehr so einfach frisieren. Die Spitzen sind brüchig. Ist der Haarausfall sehr ausgeprägt, kommt es zu kahlen Stellen. Eine Glatze ist selten. Dieses Phänomen tritt ein, wenn die Haarwurzeln durch die Einnahme des Medikaments vollständig zerstört werden.

Während einige Männer das Problem durch das bewusste Tragen einer Glatze beseitigen, ist der Haarausfall für viele andere Betroffene sehr einschneidend. Nicht nur Frauen, sondern auch Männer möchten ihr gesundes Haar nicht verlieren. Die dunkle Stimmung in die negativen Gedanken, die eine Depression begleiten, können sich durch den Haarausfall verstärken.


Gute Ergebnisse bei der Behandlung von Depressionen

Mirtazapin gehört in die Medikamentengruppe NaSSA. Es handelt sich um eine Wirkstoffzusammensetzung für noradrenerge und spezifisch serotonerge Antidepressiva, die in Bezug auf die Behandlung von Depressionen sehr gute Ergebnisse zeigt. Die Patienten können am Leben teilhaben. Die Symptome werden spürbar verbessert.

Aus diesen Gründen verschreiben Ärzte das Medikament häufig. Die Zusammensetzung der Wirkstoffe hat aber nicht nur diese positiven Eigenschaften. Die Struktur der Haarwurzel kann angegriffen werden. Die Versorgung der Haarwurzeln ist gestört. In der Folge fallen die Haare aus oder sie werden dünn und brüchig.


Depressionen und Haarausfall – wenn ein Kreislauf beginnt

Da Mirtazapin positive Wirkungen auf die Stimmungsaufhellung nimmt, wird es von vielen Psychiatern bei mittleren bis schweren Depressionen verschrieben. Doch leider hat dieses Antidepressivum Auswirkungen auf den natürlichen Haarwuchs. Von Haarausfall betroffene Menschen verfallen häufig in Depressionen und stellen fest, dass sich die Depression mit einer Verstärkung des Haarschwunds ebenfalls intensiviert. Das kann bis hin zu schweren Panikattacken und in die vollständige Isolation führen. Der Rückzug aus dem Freundeskreis und aus der Familie ist ein typisches Symptom der Depression und eine ebenso häufige Begleiterscheinung, wenn das Haarwachstum nachlässt und sich kahle Stellen auf der Kopfhaut zeigen.

Fakt ist, dass Du eine bestehende Depression zeitnah behandeln lassen solltest. Doch es gibt verschiedene Arzneimittel, die ebenso gut wie Mirtazapin wirken und die ein deutlich geringeres Risiko für Haarverlust aufweisen.

Bei Patienten mit bereits bestehenden Haarproblemen ist eine Therapie mit Mirtazapin nicht angeraten. Für eine Kurzzeitbehandlung kannst Du das Präparat probieren, doch solltest Du es keinesfalls langfristig oder gar dauerhaft einnehmen. Da sich Depressionen und Haarausfall gegenseitig bedingen, ist es aus therapeutischer Sicht kontraproduktiv, wenn die Erkrankung mit einem Pharmazeutika behandelt wird, das eine der häufigsten Ursachen für Depressionen auslösen kann. In jeder Behandlung mit Antidepressiva geht es im Kern darum, Dein Selbstbewusstsein wieder aufzubauen und Dir ein Fundament für die Einnahme einer neuen Perspektive aufs Leben zu schaffen. Für ein gesundes Selbstbewusstsein und das Wohlbefinden in Gesellschaft anderer Menschen ist dichtes und gesundes Haar wichtig. Der Haarwuchs ist bei Männern und Frauen gleichermaßen ein Symbol der Jugend, der Dynamik und der Fruchtbarkeit. Darin begründet sich auch, warum ein Großteil aller von Haarschwund betroffenen Menschen an leichten bis schweren Depressionen leiden und sich in ihrer Haut sprichwörtlich nicht mehr wohl fühlen.

Was kannst Du also tun, wenn Dich Dein Therapeut mit Mirtazapin behandeln möchte? Erkundige Dich, ob es eine für Deinen Haarwuchs weniger riskante Medikation mit der gleichen Wirkung gibt. Nimm alternative therapeutische Angebote in Anspruch und widme Deinem Haar im Behandlungszeitraum viel Aufmerksamkeit. Du kannst die empfindliche Struktur der Haarfollikel schützen, in dem Du sie mit zusätzlichen Vitalstoffen versorgst und so eine Vorkehrung gegen die Schwächung und den Ausfall der Haarwurzeln triffst. Solltest Du während der Behandlung mit Mirtazapin verstärkten Haarausfall feststellen, setze die Medikation nicht eigenmächtig ab. Sprich mit Deinem Psychiater oder Psychologen, der eine passende Alternativbehandlung finden und Dich medikamentös umstellen wird. Der Kreislauf aus Depressionen und Haarausfall lässt sich auf diesem Weg unterbrechen oder bereits im Vorfeld ausschließen.


Haarwurzeln haben eine empfindliche Struktur

Die Haarwurzeln befinden sich unter der Kopfhaut und benötigen eine optimale Versorgung. Jede der Wurzeln bringt ein einzelnes Haar hervor. Wenn die Haarwurzel nicht optimal mit Nährstoffen versorgt und mit Sauerstoff angereichert wird, kann sie in ihrer Funktion gestört sein.

Mit der Zeit verkümmert sie oder sie stirbt ganz ab. Wenn dies tausendfach geschieht, entwickelt sich auf dem Kopf eine kahle Stelle. Medikamente aus der Gruppe der NaSSA können die empfindliche Struktur der Haarwurzeln beeinträchtigen. Dies gehört leider zu den häufigen Mirtazapin Nebenwirkungen.

Besonders in der Wachstumsphase wirken sich Beeinträchtigungen auf die Struktur der Haare aus. Ein verkümmertes Haar wächst zwar aus der Kopfhaut heraus. Es ist aber extrem dünn und erreicht nicht die gewöhnliche Länge. Nicht selten bricht es beim Kämmen ab.

Wenn dies mit vielen Haaren geschieht, wird die Beeinträchtigung deutlich sichtbar. Das Selbstbewusstsein der Patienten, das durch die Erkrankung ohnehin schon stark eingeschränkt ist, wird in hohem Maße beeinträchtigt. Patienten, die unter Depressionen leiden, sind von einem Haarausfall in ihrem gesamten Befinden häufig stärker betroffen als Menschen, die beispielsweise von einem erblich bedingten Haarausfall betroffen sind.


Haarausfall kann depressive Erkrankungen verstärken

Antidepressiva Tabletten

Menschen mit Depressionen führen häufig einen intensiven Kampf um ein normales und selbstbestimmtes Leben. Die Wiedergewinnung der Lebensfreude und die Bewältigung des Alltags stehen im Mittelpunkt einer jeden Therapie.

Ein Haarausfall beeinträchtigt das Selbstbewusstsein und die Empfindungen bei jedem Menschen. Eine Depression verstärkt das negative Empfinden. Aus diesen Gründen ist es für Dich sehr wichtig, dass Du etwas gegen den Haarausfall unternimmst.

Aus medizinischer Sicht stehen Dir drei wirksame Methoden zur Verfügung, mit denen Du dem Mirtazapin Haarausfall begegnen kannst. Welche Methode Du wählst, ist eine individuelle Entscheidung.


Haarwuchsmittel

Die Anwendung von Haarwuchsmittel ist einfach. Es bedarf keiner medizinischen Betreuung. Du kannst das Haarwuchsmittel in der Apotheke kaufen. Es ist von Vorteil, wenn Du mit Deinem Arzt über den Haarausfall sprichst.

Die Anwendung des Mittels ist dann aber in Eigenregie möglich. Die Nachteile liegen in der langen Behandlungsdauer. Außerdem weißt Du vorab nicht, ob das Haarwuchsmittel das gewünschte Ergebnis bringen wird.


PRP Behandlung

Hierbei handelt es sich um eine Behandlung mit Eigenblut. Diese muss von einem versierten Experten durchgeführt werden. Haarausfall als eine der Mirtazapin Nebenwirkungen kann mit einer PRP Behandlung sehr gut therapiert werden. Der Vorteil ist, dass die Behandlungsdauer kurz ist. Allerdings weißt Du vorab nicht, wie viele Behandlungen du brauchst. Die Kosten stehen somit im Vorfeld nicht fest.


Haartransplantation

Die Eigenhaarverpflanzung bringt sehr gute Ergebnisse. Es ist nur ein Eingriff erforderlich. Die Kosten sind Dir vorab bekannt. Der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden. Wenn Du Dich für eine Haarimplantation entscheidest, erhältst Du ein absolut natürliches Ergebnis. Bereits nach vier bis sechs Wochen kannst Du Deine Haare schon frisieren.


Fazit

Mirtazapin ist ein Medikament, das von den Ärzten zur Behandlung von Depressionen verschrieben wird. Eine der häufigen Nebenwirkungen ist der Haarausfall. Bei Menschen, die unter depressiven Schüben leiden und Medikamente einnehmen müssen, ist die Lebensqualität oftmals herabgesetzt.

Ein Haarausfall kann die Symptome verstärken. Somit ist es wichtig, dass Du etwas gegen diese Nebenwirkung tust. Du hast verschiedene Möglichkeiten, dem Verlust der Haare entgegenzuwirken. Gute Ergebnisse bringt eine Haarverpflanzung. In den meisten Fällen wird Eigenhaar verwendet. Die natürlichen Ergebnisse überzeugen und schenken Dir Deine gewohnte Optik zurück.

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ÜBER DEN AUTOR

Haarausfallen

Warum führe ich diesen Haarausfall-Blog? Weil ich schon mit 19 unter Haarausfall gelitten und ihn nun endlich in den Griff bekommen habe. Ich möchte alle Erfahrungen der Menschen zum Thema Haarausfall verbinden, eine Plattform zur anonymen Diskussion über das sensible Thema Haarausfall bieten und gemeinsam Lösungen finden.

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