Bei vielen Menschen laufen Henna und Haarausfall Hand in Hand einher. Generell ist das Färben der Haare mittels diverser Substanzen oft mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Viele Frauen haben nach dem Färben manchmal mit Haarschwund oder -bruch zu kämpfen. Denn die enthaltenen Chemikalien sind teils aggressiv und greifen Haar und Kopfhaut an.

In Anbetracht solcher Risiken werden die unterschiedlichsten Präparate ausprobiert. So stellt sich die Frage: Kann auch Henna Haarausfall verursachen? Wir geben Dir in diesem Beitrag genau darauf die Antwort!

Haare färben – verursacht Henna Haarausfall? 

Gemahlenes Henna in der Schale

Manche Haarfärbemittel sind reich an Substanzen unterschiedlichster Art, die zwar als “Gesamtkonzept” einerseits ihren Dienst erfüllen – nämlich Dir die Haarfarbe zu schenken, die Du Dir wünschst -, die aber auf der anderen Seite gefährliche Risiken bergen:

Einzelne Haare oder ganze Strähnen fallen beim bzw. nach dem Färben aus oder die Haarspitzen können brechen. All dies macht vielen Frauen Angst. Aus diesem Grund greifen Sie zu Henna, um Haarausfall zu vermeiden, weil Henna ein natürliches Haarfärbemittel ist.

Aber nichtsdestotrotz befürchten viele Verwenderinnen, dass auch Henna Haarverlust verursachen könnte. Die Verunsicherung ist einfach zu groß. Daher lohnt es sich, beim Kauf eines Haarfärbemittels ganz genau hinzusehen.

Die Geschichte des Haarefärbens

Schon in der Antike haben die Menschen zum Färben ihrer Haare und ihrer Haut Henna genutzt. Die Farbpartikel legen sich wie eine Schicht um jedes einzelne Haar. Ganz anders, als es bei den chemischen Haarfärbemitteln der Fall ist. Denn die dringen in Dein Haar ein und färben es quasi von innen heraus.

Die Farbschicht des Henna-Präparates wirkt im Zuge dessen wie ein Schutzschild für die Haare. Außerdem profitierst Du aufgrund der besonderen Produktbeschaffenheit von mehr Volumen und einem seidigen Glanz. Besonders schön ist, dass das Färben mit Henna immer auch ein individuelles Färberesultat hervorruft.

Die Farbtöne, die durch das Pflanzenpräparat entstehen, hängen stets von Deiner natürlichen Haarfarbe ab. Wenn Du willst, kannst Du die Färbungen so oft wie Du willst wiederholen, damit Dein Haar jederzeit natürlich schön aussieht. Sicherlich hält der Farbeffekt mit Henna als Naturprodukt nicht so lange an wie bei chemischen Erzeugnissen. Vielmehr wird die Farbe mit der Zeit verblassen.

Ein Vorteil von Henna ist aber in dem Zusammenhang, dass Dein Haaransatz sowie auch die Farbübergänge durch das natürliche Haarwachstum nicht so sehr auffallen. Stattdessen ist dieser Vorgang insgesamt eher fließend.

Der Blick hinter die Kulissen 

Immer wieder zeigt sich, dass Henna Haarausfall verursachen kann. Sicherlich ist diesbezüglich nicht von natürlichem Henna die Rede, sondern von den industriell hergestellten Haarfärbemitteln, die Henna enthalten.

Bei diesen Produkten handelt es sich meist um Farb- und Wirkstoffkombinationen, denen unter anderem Parfumstoffe und etliche chemische Substanzen zugesetzt sind. Daher ist bei der Auswahl der entsprechenden Erzeugnisse Vorsicht geboten. Viele Frauen vertragen die Nebenprodukte nicht: Ihre Kopfhaut reagiert allergisch auf die chemischen Inhaltsstoffe, ihr Haar bricht ab oder es fällt aus.

Was kannst Du bei anhaltend geschädigten Haaren tun?

Haarverlust ist für betroffene Frauen eine Katastrophe. Wenn Henna Haarausfall verursacht, ist schnell Handlungsbedarf gefragt. Trotz allem muss Haarverlust kein Grund zum Verzweifeln für Dich sein. Denn es gibt heute sehr gute Möglichkeiten, um den Haarschwund zu stoppen und sogar das Haarwachstum wieder anzuregen.

Haarwuchsmittel – eine vielversprechende Lösung

Gemahlenes Henna in der Schale neben den Blumen

Bevor Du Dich für ein Haarwuchsmittel entscheidest, solltest Du darauf achten, dass das Präparat auf Deinen Haar- und Kopfhauttyp abgestimmt ist. Ebenso ist es wichtig, dass das Produkt eine zielgerichtete Ursachenbekämpfung gewährleistet.

Sofern Du ein Haarwuchsmittel wählst, das bei hormonellem Haarverlust hilft, ist es denkbar, dass sich selbst nach monatelanger Anwendung nichts tut. Wähle das Haarwuchsprodukt deshalb so aus, dass es zu Deinem Haarproblem “passt”. Denn nur auf diese Weise kannst Du optimale Ergebnisse erzielen.

Wissenswertes zum Haarwuchsmittel 

Sicherlich sind die Wachstumsresultate nicht “von heute auf morgen” sichtbar, sondern eine derartige Behandlung braucht meist Monate, bis sie “anschlägt”. Wichtig ist, dass Du das jeweilige Präparat regelmäßig anwendest, weil erst dadurch ein nachhaltiger Effekt erzielt werden kann. Hierbei ist nicht allein die Verdichtung der Haare von Relevanz, sondern ebenso eine Verlängerung der Haarwachstumsphase.

Hinweis:

Anstelle eines Haarwuchsmittels oder in Kombination dazu sind Perücken oder Haarteile durchaus empfehlenswert. Sicherlich ist die Anschaffung einer Perücke für viele Frauen, die unter Haarschwund leiden, ein sehr schwerer Schritt. Eine praktische Notlösung sind derartige Hilfsmittel allerdings in jedem Fall. Mit ihnen gelingt es, die Folgen des Haarverlustes diskret, stilvoll und nahezu unauffällig zu kaschieren. Und das innerhalb kürzester Zeit.

Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest Du einen Arzt aufsuchen, der Dich ausführlich berät und Dir kostbare Hilfestellung bietet, wenn Du Dein Haarproblem nicht selbst lösen kannst. Von der Eigenbluttherapie bis hin zur Haartransplantation hat die weite Welt der Medizin heute sehr viel zu bieten.

Innovativ und natürlich – die PRP Eigenbluttherapie

PRP steht für Platelet-Rich Plasma. Es handelt sich dabei um hochkonzentriertes Blutplasma, dem Mittels einer Zentrifuge die roten Blutkörperchen entnommen wurden. So injiziert der Mediziner das verbliebene Blutplasma des Patienten in die direkte Umgebung der Haarwurzeln. Durch die im Plasma enthaltenen zahlreichen Proteine und Wachstumsfaktoren wird das Zellwachstum nachhaltig angeregt.

Das Gewebe wird in der Konsequenz dabei unterstützt neue Zellen zu bilden und das Haarwachstum zu fördern. Insgesamt werden mit diesem Verfahren die Nährstoffversorgung und die Durchblutung von Kopfhaut und Haarwurzeln verbessert. So vielversprechend die PRP Eigenblut-Therapie ist, so lange dauert es meist, bis sich tatsächlich die ersten Ergebnisse zeigen. Wenn Du schneller sichtbare Resultate willst, kann eine Haartransplantation eine wertvolle Alternative sein.

PRP-Behandlung bei Haarausfall

Die Haartransplantation

Eine Haartransplantation ist ein operativer Eingriff. Dabei werden einzelne gesunde Haare des Patienten in besonders dünn besiedelte oder in haarlose Bereiche des Kopfes umgepflanzt. Die Haarwurzeln stammen vom Patienten selbst, sodass das Risiko einer Unverträglichkeit nahezu ausgeschlossen ist. Die Erfahrungsberichte behandelter Patienten lässt hierbei für sich sprechen und untermauert die Aussage, dass eine Eigenhaarverpflanzung eine nachhaltige und erwägenswerte Option ist.

Fazit

Wenn durch chemische Haarfärbemittel oder durch Henna Haarausfall ausgelöst wurde, ist das für Betroffene ein echtes Dilemma. Jedoch gibt es heute sowohl auf kosmetischer als auch auf medizinischer Ebene vielversprechende Mittel und Behandlungsformen, die Abhilfe schaffen. Ob Haarwuchsmittel oder Haartransplantation – es lohnt sich, die Angebotsvielfalt in Augenschein zu nehmen und in Absprache eines Arztes von den modernen Möglichkeiten zu profitieren.