Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Haarfarbe und Haarausfall?

Geschrieben von | 3. September 2020 |Blog,Ursachen Haarausfall | 1

Blonde, rote und dunkle Haare

Es gibt eine ganze Menge bekannter und wissenschaftlich fundierter Ursachen für Haarschwund. Doch eine Frage stellen sich alle Betroffenen. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der natürlichen Haarfarbe und dem Haarausfall Risiko? Diese Frage wird der Artikel klären, mit Mythen aufräumen und die wahren Ursachen für Haarverlust erläutern.

Fakt ist, dass die Haarfarbe die Anzahl der Haarfollikel in der Kopfhaut bestimmt. Menschen haben zwischen 90.000 und 150.000 Haare. Bei einer Haarmenge von 90.000 ist von dünnem Haar die Rede, doch erhöht sich dadurch auch die Gefahr einer Glatze?

Schwarzhaarige und brünette Menschen haben etwa 110.000 Haare, während sich blonde Menschen über bis zu 150.000 Haare freuen können. Mit dem geringsten Haarwuchs sind rothaarige Menschen ausgestattet, da die Haarmenge hier nur rund 90.000 beträgt.

Wer unter Haarschwund leidet, verliert an Selbstbewusstsein und empfindet seine eigene Ausstrahlung meist wenig ästhetisch. Dabei spielt die Haarfarbe für den Haarausfall keine Rolle, denn ausfallendes Haar mit Glatzenbildung wird bei jeder Haarfarbe wahrgenommen.


Inhaltsverzeichnis

» Weniger Haar, mehr Haarausfall – Mythos oder Wahrheit?
» Warum die Kopfbehaarung wirklich dünner wird
» Warum sich Haarschwund auf das Selbstbewusstsein auswirkt
» Die Gene sind schuld – Haarfarbe und Haarausfall bedingen sich nicht


Weniger Haar, mehr Haarausfall – Mythos oder Wahrheit?

Frau mit blonden Haaren sitzt in der Natur

Wenn die Anzahl der Haare mit dem Risiko für Haarschwund in Verbindung stünde, müssten rothaarige Menschen am häufigsten zur Glatze tendieren. Doch diese Annahme ist in der Realität nicht zu bestätigen. Vielmehr zeigen sich Geheimratsecken und eine Tonsur besonders häufig bei dunkelhaarigen Menschen, die in puncto Haarmenge zwischen Blond und rothaarig liegen.

Das hat einen einfachen Grund. Bei dunklem Haar schimmert die Kopfhaut deutlich sichtbarer durch die dünner werdenden Haare, als es bei einer blonden Haarfarbe der Fall ist. Wenn es sich im Zusammenhang um eine wahre These handeln würde, müssten vor allem rothaarige Menschen frühzeitig kahl werden und besonders häufig unter der Tonsur, einer hohen Stirn und Geheimratsecken leiden.

Eine Orientierung entspricht allerdings der Wahrheit. Wenn Du mehr Haar auf dem Kopf hast, kann auch mehr Haar ausfallen. Um Dich vor der Kahlköpfigkeit zu schützen und bis ins höhere Alter volles Haar zu haben, kannst Du einige präventive Maßnahmen ergreifen.

Im folgenden Absatz erfährst Du, dass nicht Deine Haarfarbe, sondern ein anderer Grund für den Haarausfall und alle damit verbundenen Unannehmlichkeiten in Deinem gesellschaftlichen Wohlbefinden verantwortlich ist. Um einen Kontext zwischen der Haarfarbe und Haarausfall musst Du Dir keine Gedanken machen, denn diesbezüglich gibt es keinerlei wissenschaftliche Beweise.


Warum die Kopfbehaarung wirklich dünner wird

Ein hauptsächlicher Grund für frühzeitigen Haarschwund sind die Gene. Haarausfall ist oftmals erblich bedingt und ist vor Dir auch bei anderen Familienmitgliedern aufgetreten. Früher war gegen genetischen Haarschwund kein Kraut gewachsen und Du konntest davon ausgehen, dass Du einem glatzköpfigen Vater oder Großvater frühzeitig nacheifern wirst.

Besonders bei schwarzhaarigen Männern fällt der Haarverlust deutlich auf. Das liegt, wie Du im vorangegangenen Absatz erfahren hast, aber nicht an der Haarfarbe, sondern am sichtbareren Durchschimmern der Kopfhaut. Sind die Gene schuld, geht dieser Umstand meist mit einer Überempfindlichkeit gegen das männliche Geschlechtshormon Testosteron einher.

Bei einem hohen Testosteronspiegel wird mehr DHT gebildet, das Deine Haarwurzeln angreift und über kurz oder lang zu Haarverlust führt. Die Sensibilität gegen DHT tritt vor allem in der Kopfhaut auf.

Wenn Du zusätzlich unter Mangelerscheinungen leidest oder viel Stress hast, kann sich der Haarschwund beschleunigen und bereits in den 20er Lebensjahren für eine sichtbare Tonsur, Geheimratsecken und eine Verschiebung der Stirnhaarlinie sorgen.

Sollte sich Dein Kopfhaar ohne für Dich ersichtlichen Grund oder mit dem Blick auf Deine Ahnen ausdünnen, kannst Du mit rechtzeitiger Prävention gegensteuern. Wichtig ist, dass Du der Ursache auf den Grund gehst und damit die vollständige Glatzenbildung ausschließt.

Sicherlich kann eine Haartransplantation für die Auffüllung kahler Areale auf dem Kopf sorgen. Doch wenn Du den Grund für den Haarverlust kennst, kannst Du bei vielen nicht genetisch bedingten Haarausfallursachen handeln.


Warum sich Haarschwund auf das Selbstbewusstsein auswirkt

Junge Dame mit bruenetten Haaren

In unserer Gesellschaft und Kultur gilt volles Haar als wichtiges ästhetisches Merkmal. Es steht für die Jugend und Potenz, für die Dynamik und Gesundheit. Kahlköpfigkeit hingegen wird als Zeichen der Alterung bewertet.

Wenn Du in jungen Jahren unter sichtbarem Haarschwund leidest, kann dieser Umstand einen hohen Einfluss auf Dein Selbstbewusstsein nehmen. Bis zu 100 Haare verliert jeder Mensch pro Tag, egal ob er schwarzhaarig oder brünett, blond oder rothaarig ist.

Fakt ist dennoch, dass Du bei dunklem Haar viel eher die durchscheinende Kopfhaut siehst und die Ausdünnung der Kopfhaare bemerkst. Blonde Menschen hingegen können eine beginnende Tonsur und Geheimratsecken verhältnismäßig lange “verstecken”, da sich das helle Haar nur marginal von der ebenfalls hellen Farbe der Kopfhaut abhebt.

Anfangs lässt sich eine Tonsur bei jeder Haarfarbe und Haarausfall noch unter einer entsprechenden Frisur verbergen. Doch schon bald schimmert die Kopfhaut auch durch das darüber gekämmte Haar und Du fühlst Dich in Deiner Haut unwohl.

Das muss nicht sein, denn die moderne ästhetische Medizin bietet verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Du kannst Dir Eigenhaar verpflanzen und die kahlen Areale mit neuen Haarfollikeln auffüllen lassen. Wenn Du frühzeitig handelst, kann eine Eigenblut-Therapie hilfreich sein und Glatzenbildung Vorfeld ausschließen. Wichtig ist, dass Du handelst und Dich in erster Linie um Erkenntnis zur Ursache des Haarschwunds bemühst.


Die Gene sind schuld – Haarfarbe und Haarausfall bedingen sich nicht

Junge Frau mit roten Haaren

Es gibt viele bekannte, aber auch zahlreiche bis heute unbekannte genetische Ursachen für Haarausfall. Nicht die Haarfarbe ist schuld, sondern allein die genetische Veranlagung und Dein Stoffwechsel.

Haarschwund kann auf einem hormonellen Ungleichgewicht, auf einer Überempfindlichkeit gegen das aus Testosteron gebildete DHT oder durch Mangelerscheinungen entstehen. Auch Erkrankungen oder eine Entzündung der Kopfhaut können Gründe für dünner werdendes Haar mit Glatzenbildung sein.

Fakt ist, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Haarfarbe und Haarausfall – dem Risiko zu Kahlköpfigkeit gibt. Du musst daher nicht bedauern, dass Du blond oder rothaarig, schwarzhaarig oder brünett bist. Neigst Du aus einem der aufgeführten Gründe oder auf Basis einer anderen Ursache zu Haarverlust, trifft Dich dieser Umstand mit jeder Haarfarbe.

Ebenso hast Du auch mit jeder Haarfarbe die Möglichkeit, Haarschwund vorzubeugen oder Dich im Falle einer Tonsur und Geheimratsecken für eine Haartransplantation zu entscheiden. Hinweis: Auch bei erblichem Haarverlust kann der Verlauf zwischen Vater und Sohn in der Ausprägung deutlich variieren.

Wichtiger Hinweis:

Alle Beiträge und Inhalte der Webseite dienen ausschließlich zu Informations- und Unterhaltungszwecken. Trotz sorgfältiger Kontrolle übernehmen wir keine Haftung bezüglich der Vollständigkeit und Richtigkeit der Inhalte und externer Links. Unsere Beiträge dienen nicht als Beratungsfunktion, sodass alle angewandten Empfehlungen eigenverantwortlich zu nutzen sind. Wir ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, sich bei persönlichem Bedarf oder Zustand an fachspezifische Experten zu wenden.

ÜBER DEN AUTOR

Haarausfallen Autor
Haarausfallen

Warum führe ich diesen Haarausfall-Blog? Weil ich schon mit 19 unter Haarausfall gelitten und ihn nun endlich in den Griff bekommen habe. Ich möchte alle Erfahrungen der Menschen zum Thema Haarausfall verbinden, eine Plattform zur anonymen Diskussion über das sensible Thema Haarausfall bieten und gemeinsam Lösungen finden.

1 Antwort auf „Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Haarfarbe und Haarausfall?“

Hinterlasse eine Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.