Haar, das immer dünner und wird und sich lichtet, bis es schließlich ganz ausfällt: Viele Männer können ein Lied davon singen. Tröstlich zu wissen, dass auch Prominente mit Haarausfall zu kämpfen haben. So sorgten auch Jude Law‘s Haare in der Presse des Öfteren für Gesprächsstoff. Zur Costume Institut Gala erschien er dann plötzlich wieder mit voller Haarpracht. Zauberei? Wohl kaum: Unterzog sich Jude Law einer Haartransplantation? Er wäre zumindest nicht der erste Prominente.

Androgenetischer Haarausfall: Darum verlor Jude Law seine Haare

An den typischen Stellen begann bei Jude Law Haarverlust: Die Geheimratsecken breiteten sich zunehmend aus, bis auch der Haaransatz der Stirn zurückwich. Das sind Anzeichen für die häufigste Form des Haarausfalls, von dem rund 60 Prozent aller Männer betroffen sind: dem sogenannten androgenetischen Haarausfall.

Oft fällt das Haar auch am Hinterkopf, genannt Tonsur, aus. Weiten sich Stirnglatze und Tonsur immer weiter aus, bis sie schließlich aufeinandertreffen, bleibt nur noch ein Haarkranz übrig. Die Ursache liegt in den Genen, er ist erblich bedingt und die Haare wachsen von alleine nicht mehr nach. Ist die Haarwurzel zerstört, ist er irreversibel.

Weitere Formen des Haarausfalls

Neben dem androgenetischen Haarausfall gibt es noch andere Formen, die sich ganz unterschiedlich auswirken.

Kreisrunder Haarausfall (Alopezie areata)

Plötzlich gehen die Haare büschelweise aus und hinterlassen kreisrunde, kahle Stellen. Wenn du das bei dir beobachtest, liegt bei dir kreisrunder Haarausfall vor. Meist beginnt er am Kopf. Bei Männern können die ersten kahlen Stellen aber auch in der Gesichtsbehaarung, also dem Bart, auftreten.

Alopezie areata verläuft in Schüben. So plötzlich, wie er gekommen ist, kann er auch wieder aufhören. Das Haar kann sogar wieder nachwachsen – bis der nächste Schub kommt. In schweren Verläufen fällt die gesamte Körperbehaarung an Armen, Beinen, Intimbereich, sogar die Augenbrauen und Wimpern, aus. Und nicht immer wachsen die ausgefallenen Haare wieder nach.

Diffuse Alopezie (unspezifischer Haarausfall)

Diese Form wird unspezifischer Haarausfall genannt, weil er überall am Kopf auftreten kann und kein spezifisches Erscheinungsbild aufweist. Auslöser sind immer äußere Umstände, die zu einer Störung im Wachstumszyklus des Haares führen. Das können bestimmte Krankheiten oder Medikamente, Stress und Mangelernährung sein.

Ursachen für Haarausfall

Nicht bei jeder Form kann die Ursache immer konkret bestimmt werden. In den meisten Fällen ist der Grund jedoch bekannt.

Erhöhte Anfälligkeit gegen Testosteron

Nicht nur Jude Law‘s Haare fielen dem erblich bedingten Haarausfall zum Opfer. Auch andere Hollywoodgrößen wie John Travolta, Bruce Willis oder Mel Gibson sind davon betroffen. Aber wie kommt es überhaupt zum androgenetischen Haarausfall?
Das Haar durchläuft verschiedene Wachstumsphasen: In der Anagenphase wächst das Haar. Sie dauert mit zwei bis sechs Jahren am längsten. Zur Übergangsphase (Katagenphase) kommt es, wenn die Nährstoffversorgung der Haarwurzel nach und nach versiegt. Sie entwickelt sich zurück und verhornt schließlich.

Nach ungefähr zwei Wochen tritt das Haar dann in die Ausfallphase (Telogenphase) ein. Da das Haar nicht mehr versorgt wird, stirbt es ab und fällt schließlich aus.
Bei Männern wie Jude Law, die unter androgenetischem Haarausfall leiden, besitzen die Haarwurzeln zu viele Rezeptoren, an denen die männlichen Hormone Testosteron und Dihydrotestosteron andocken.

Das führt zu einer beschleunigten Wachstumsphase – die Haare fallen immer schneller aus. Dazu kommt, dass sie nicht mehr so kräftig nachwachsen. Das Haar lichtet sich, bis es schließlich gar nicht mehr wächst.

Autoimmunerkrankung

Zwar konnte die Ursache für den kreisrunden Haarausfall noch nicht gänzlich geklärt werden, aber man geht von einer Autoimmunerkrankung aus. Dabei richtet sich die Abwehr gegen körpereigene Zellen und andere Strukturen. Offensichtlich wird der Ausbruch durch Faktoren wie Allergien, Stress oder Medikamente getriggert. Der Verlauf ist unberechenbar und von Fall zu Fall ganz unterschiedlich.

Medikamente und Krankheiten

Haarausfall kann auch durch bestimmte Krankheiten und Medikamente verursacht werden. Beispielsweise können Schilddrüsenerkrankungen, Schuppenflechte oder Diabetes mellitus den Haarzyklus beeinflussen. Meist kann der Haarausfall gestoppt werden, wenn die Ursache behandelt wird. Wenn die Haarwurzel allerdings nachhaltig geschädigt ist, ist die Glatze irreversibel.

Gleiches gilt für Medikamente, von denen die Haare ausfallen. Betablocker oder Cholesterinsenker können diese Auswirkung haben. Bestrahlung oder Chemotherapie hat immer den kompletten Haarverlust zur Folge; wird das Medikament abgesetzt, setzt das Haarwachstum wieder ein.

Das kannst du gegen Haarausfall tun

Die einfachste Lösung ist, sich zur Glatze zu bekennen. Promis wie Bruce Willis oder André Agassi machen es uns vor und tragen lässig “oben ohne”. Der Look steht aber nicht jedem – und nicht jeder fühlt sich damit wohl. So vermisste auch Jude Law seine Haare und wählte anscheinend einen Weg, das gewohnte Aussehen zurückzubekommen. Wenn auch du gegen deine Glatze angehen willst, hast du verschiedene Möglichkeiten.

Frei verkäufliche Haarwuchsmittel

Frei verkäufliche Haarwuchsmittel gibt es in Form von Shampoos oder Sprays. Die Inhaltsstoffe können variieren, aber alle sollen die Durchblutung der Kopfhaut und den Stoffwechsel der Haarwurzeln anregen. Die Wirkung konnte in klinischen Tests nicht nachgewiesen werden. Zur Vorbeugung und Kräftigung der Haarstruktur können diese Produkte durchaus geeignet sein.

Verschreibungspflichtige Haarwuchsmittel

Wenn dir dein Arzt ein Haarwuchsmittel verschreibt, enthält es höchstwahrscheinlich entweder Finasterid oder Minoxidil als Wirkstoff. Finasterid wird vorwiegend bei androgenetischem Haarausfall eingesetzt. Es verhindert, dass Testosteron in Dihydrotestosteron umgewandelt wird, das wesentlich aggressiver auf das Haarfollikel wirkt.

Minoxidil dagegen kurbelt die Durchblutung der Kopfhaut an und fördert so das Haarwachstum. Bis die Wirkung einsetzt, musst du etwas Geduld haben: Erste Erfolge zeigen sich nach ungefähr zwei Monaten. Und sie hält nur solange an, solange du das Medikament einnimmst. Wie bei jedem Medikament können zudem Nebenwirkungen auftreten.

Die Lösung von Jude Law – eine Haartransplantation

Anfangs versuchte der Schauspieler, mit Kopfbedeckungen aller Art zu verdecken, was irgendwann offensichtlich wurde: Jude Law’s Haare gingen rapide aus. Irgendwann trat er die Flucht nach vorne an und zeigte sich mit beginnender Glatze, aber auf Dauer war das wohl doch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Als er sich dann zu einem großen Event mit einer volleren Haarpracht präsentierte, häuften sich die Spekulationen, dass auch Jude Law sich einer Haartransplantation unterzogen hatte. Alternativ berichten einige Journalisten auch von einem Haarteil.

Mit einer Haartransplantation sind schon nach kurzer Zeit authentische Ergebnisse sichtbar. Die Haare sehen völlig natürlich aus, weil es deine eigenen sind. Die Behandlung hat keine Nebenwirkungen. Im Gegensatz zu Haarwuchsmitteln hält der Erfolg an, auch wenn die Nachsorge abgeschlossen ist.

Fazit

Haarausfall ist ein verbreitetes Phänomen, das auch bei vielen Hollywood-Berühmtheiten auftritt. Die Ursache ist meist genetisch bedingt. Promis wie Mel Gibson oder Nicolas Cage wollen sich damit nicht abfinden und haben sich der effektivsten Behandlung unterzogen, die es zur Zeit gegen Haarausfall gibt – die Eigenhaarbehandlung.

So machten auch Jude Laws Haare Geschichte, als die Presse zunächst ihren Verlust dokumentierte. Nachdem sich Jude Law einer Behandlung unterzog, war das Staunen groß. Der Schauspieler symbolisiert neben weiteren Kollegen, dass eine Behandlung der Haare die alte Identität und Lebensqualität zurückgeben kann.