Entzündungen nach der Haartransplantation umgehend behandeln

Geschrieben von | 9. November 2020 |Blog,Haartransplantation | 0

Entzündungen nach der Haartransplantation

Entzündungen nach der Haartransplantation können vielfältige Gründe haben. Bemerkbar machen sie sich oft durch anhaltende Schmerzen sowie eine Schwellung der Transplantationsbereiche. Bemerkst du diese Symptome an Dir, solltest du dich sofort zu einem Arzt begeben. Dies gilt vor allem dann, wenn die Entzündung kurz nach dem Eingriff auftritt – denn in diesem Fall ist die Gesundheit der neu verpflanzten Haare gefährdet.


Inhaltsverzeichnis

» Darum kommt es zu Entzündungen nach der Haartransplantation
» Wende Dich sofort an die Klinik
» Wann können Infekte auftreten?
» Die Anwuchsrate fällt nicht wie gewünscht aus – sind Korrekturen möglich
» Fazit – wirke Infekten rechtzeitig entgegen


Darum kommt es zu Entzündungen nach der Haartransplantation

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb Infekte an den Transplantationsbereichen auftreten können. Von persönlichem Fehlverhalten bis hin zu einem inkompetenten Transplanteur ist alles möglich. Hier erhältst Du einen Überblick über die möglichen Ursachen.

Mangelhaften Hygienestandards: Geht der Operateur beim Eingriff nicht vorsichtig vor und hält er sich nicht an die geltenden Hygienestandards, können Erreger in die Transplantationsbereiche eindringen. In weiterer Folge kommt es dort zu Infekten.

Ein Fehlverhalten des Patienten: Halte Dich nach dem Eingriff unbedingt an die Angaben Deines Arztes. So solltest Du die Transplantationsbereiche in den ersten Wochen so wenig wie möglich angreifen. Setze sie keinesfalls einer mechanischen Belastung aus. Außerdem solltest Du Deinen Kopf in den ersten Wochen nachts sowie im Freien mit einem Tuch bedecken. So schützt Du die neu verpflanzten Haare zusätzlich. Bei der Haarwäsche ist stets sanft vorzugehen und kein starker Druck auszuüben.

Verunreinigte Instrumente beim Friseur: Lässt Du Dir nach dem Eingriff zum ersten Mal die Haare schneiden, solltest Du Dich dafür an eine erfahrene Fachkraft wenden. Außerdem musst Du den Friseur im Vorfeld unbedingt über die Operation informieren. Er darf an den Transplantationsbereichen keinesfalls einen Rasierer anwenden. Die nachwachsenden Haare sind mit einer scharfen Schere direkt über die Kopfhaut abzuschneiden.


Wende Dich sofort an die Klinik

Befürchtest Du, dass bei Dir eine Entzündung vorliegt, solltest Du Dich auf der Stelle mit der Klinik in Verbindung setzen. Bedenke, dass eine Entzündung der Transplantationsbereiche die Anwuchsrate negativ beeinflussen kann. Es kommt dadurch also zu einem dauerhaften Ausfall des neu verpflanzten Kopfhaars. Diesem Szenario kann Du durch das rechtzeitige konsultieren eines Arztes entgegenwirken.

Eine seriöse Einrichtung nimmt nach der Operation ohnehin regelmäßige Nachkontrollen vor und steht Dir auch bei Fragen zur Seite. Bei dringenden Anliegen kannst Du in der Regel sofort einen Termin mit Deinem Arzt vereinbaren. Er wird Dich daraufhin gründlich untersuchen und Dir mitunter Medikamente verschreiben und Dich über die weitere Vorgehensweise aufklären.

Bei Entzündungen nach der Haartransplantation ist Schonung essenziell. Strenge Deinen Körper nicht an und ernähre Dich gesund. Du musst mit Deiner Kopfhaut unbedingt sanft umgehen und Dich strikt an die Vorgaben des Experten halten. Damit stellst Du sicher, dass der Heilungsprozess schnell vonstattengeht.


Wann können Infekte auftreten?

Geht es um Entzündungen nach der Haartransplantation, zählen die Wochen nach dem Eingriff zur empfindlichsten Phase. Während dieser Zeit sind die Transplantationsbereiche noch offen. Dadurch können Erreger leichter in die Haut vordringen und dort einen Infekt verursachen. Sind die Krusten aber bereits abgeheilt, nimmt auch die Wahrscheinlichkeit einer Entzündung ab.

Natürlich kann es theoretisch jederzeit zu einem Infekt der Kopfhaut kommen. Dies gilt vor allem dann, wenn Du aggressive Pflegemittel verwendest oder beim Haare waschen und dem Kürzen des Kopfhaars nicht sanft vorgehst. Willst Du einer Entzündung entgegenwirken, solltest Du mit Kopfhaut und Haaren stets behutsam umgehen. Setze ausschließlich Shampoos und Haarpflegen guter Qualität ein.

Außerdem solltest Du Dich bei Entzündungen nach der Haartransplantation stets in ärztliche Behandlung begeben – und dabei ist es ganz gleich, wann der Infekt auftritt. Bedenke, dass unbehandelte Erkrankung im ungünstigsten Fall zu einem erneuten Haarverlust führen.


Die Anwuchsrate fällt nicht wie gewünscht aus – sind Korrekturen möglich?

Bevor Du an eine Korrektur denkst, solltest Du Dich in Geduld üben. Halte Dir vor Augen, dass das endgültige Ergebnis erst rund ein Jahr nach dem Eingriff zu sehen ist. Vor allem an der Tonsur dauert es länger, bis alle Haare nachgewachsen sind – es handelt sich hierbei nämlich um einen Bereich, der schlechter durchblutet ist.

Sind nach diesem Zeitraum immer noch kahle Stellen zu sehen, setze Dich mit der Klinik in Verbindung. Mitunter ist es notwendig, eine weitere Operation durchzuführen. Bei den meisten Patienten ist dies problemlos möglich. Lasse Dich aber im Vorfeld über Deine Optionen beraten.

Auch sollte ausreichend Zeit zwischen den einzelnen Eingriffen liegen. Damit stellst du sicher, dass sich der Spenderbereich von der Operation erholt. Anderenfalls kann es dort zum sogenannten “Shock-Loss” kommen – es wachsen an diesem Areal folglich keine Haare mehr, sodass Du Dich mit einer weiteren kahlen Stelle herumschlagen musst. Spreche Dich daher unbedingt mit Deinem Arzt ab und halte Dich an dessen Angaben.


Fazit – wirke Infekten rechtzeitig entgegen

In Bezug auf Entzündungen nach der Haartransplantation, ist Vorsorge besser als Nachsorge. Bemerkst Du, dass Deine Kopfhaut brennt und schmerzt, solltest Du Dich zeitnah an einen Arzt wenden. Denn ein Infekt kann die Anwuchsrate negativ beeinflussen, da er zum erneuten Ausfall des noch jungen Kopfhaars führt.

Besondere Vorsicht ist in den ersten Wochen nach dem Eingriff geboten. Denn hier ist die Haut an Transplantations- und Spenderbereich noch offen. Du darfst also keinesfalls mit ungewaschenen Händen auf die Areale greifen. Auch solltest Du bei der Haarwäsche sanft vorgehen. Verwende dafür am besten Produkte, welche Dir von Deinem Arzt empfohlen wurde. Mit ihnen kannst Du außerdem die neu verpflanzten Haare und die Kopfhaut stärken.

Doch bedenke, dass eine Entzündung jederzeit auftreten kann. Dies gilt vor allem dann, wenn Du zu einem aggressiven Pflegemittel greifst oder Deinen Kopf intensiven Witterungsbedingungen aussetzt. Du musst also auch dann, wenn nach der Operation bereits mehrere Monate verstrichen sind, sanft zu Deiner Kopfhaut sein.

 

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ÜBER DEN AUTOR

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Haarausfallen

Warum führe ich diesen Haarausfall-Blog? Weil ich schon mit 19 unter Haarausfall gelitten und ihn nun endlich in den Griff bekommen habe. Ich möchte alle Erfahrungen der Menschen zum Thema Haarausfall verbinden, eine Plattform zur anonymen Diskussion über das sensible Thema Haarausfall bieten und gemeinsam Lösungen finden.

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