Erblich-bedingter Haarausfall bei Frauen

Geschrieben von | 12. Mai 2016 |Blog,Frauen und Haarausfall,Ursachen Haarausfall | 0

Erblich-bedingter Haarausfall bei Frauen

Zu erblich-bedingtem Haarausfall bei Frauen kommt es bei etwa jeder zweiten Frau im Laufe ihres Lebens. Häufig zeigt sich die sogenannte androgenetische Alopezie bei Frauen in den Wechseljahren, nach der Schwangerschaft. Aber auch nach der Entfernung von hormonabhängigen Tumoren, wie etwa bei der Behandlung von Brustkrebs, zeigt sich immer wieder der erblich-bedingte Haarausfall (kurz: AGA). Immer mehr Frauen klagen auch über Haarausfall nach Absetzen der Anti-Baby-Pille. Alle vier genannten Situationen verbindet eine Gemeinsamkeit: Der Organismus der Frau befindet sich in den genannten Fällen in einer Phase der hormonellen Umstellung.

Der Haarausfall zeigt sich bei Frauen in der Regel im Bereich des Mittelscheitels, während der erblich-bedingte Haarausfall bei Männern im Schläfen- und Tonsurbereich beginnt. Das wir Haare verlieren ist jedoch ganz normal. Jeder Mensch verliert täglich etwa 100 Haare. Das ist Teil des gewöhnlichen Haarzyklus, bei dem sich das Haar irgendwann in die Ruhephase begibt. Dafür treten in der selben Haarwurzel wieder neue Haare in die Wachstumsphase ein.


Inhaltsverzeichnis

» Grund für erblich-bedingter Haarausfall bei Frauen?
» Verlauf von erblich-bedingtem Haarausfall bei Frauen
» Was tun gegen erblich-bedingten Haarausfall?
» Haartransplantation
» Fazit | Erblich bedingter Haarausfall bei Frauen ist mit verschiedenen Methoden behandelbar


Grund für erblich-bedingter Haarausfall bei Frauen?

Der Grund für erblich-bedingten Haarausfall liegt an einer weitervererbten Überempfindlichkeit der eigenen Haarfollikel. Diese sind besonders empfindlich gegen das Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron, das sogenannte Dihydrostestosteron (kurz: DHT). Die Wachstumsphase unserer Haare verkürzt sich durch DHT, bis das Haar schließlich nicht mehr zu sehen ist. Bei einer Haartransplantation wird eine Verpflanzung von Eigenhaar aus dem Hinterkopf- und Nackenbereich vorgenommen, da diese Haare unempfindlich gegen DHT sind und somit auch nach einer Haartransplantation nicht ausfallen können.

Es kann auch zu stärkerem erblich-bedingten Haarausfall kommen, wenn die Veranlagung mit anderen Ursachen von Haarausfall in Kombination tritt. Als Beispiel möchte ich einen Nährstoffmangel oder hohen Stress erwähnen. Die Ursache des Haarausfalls sollte aber unbedingt von einem Facharzt diagnostiziert werden, bevor du auf Vermutungen etwas gegen den Haarausfall unternimmst. Dieser nimmt beispielsweise einen TrichoScan oder eine Kopfhautbiopsie vor.


Verlauf von erblich-bedingtem Haarausfall bei Frauen

Wie genau die androgenetische Alopezie bei Frauen verläuft, ist nicht zu prognostizieren, da der Haarausfall durch viele weitere Faktoren beeinflusst werden kann und im Einzelfall von der Veranlagung abhängt. Beispielsweise kann wird das Haar besonders durch übermäßige kosmetische Einflüsse, wie häufiges Färben, überbeansprucht werden.

Erblich-bedingter Haarausfall bei Frauen beginnt jedoch sehr häufig im Bereich des Mittelscheitels. Dünne Haare in diesem Areal, kennzeichnen diese Form der Alopezie. Die Haare werden hier zunehmend dünner. Das dünne Haar breitet sich immer weiter über den Oberkopf aus, bis die Kopfhaut im Bereich des Scheitels gänzlich zu sehen ist. Vom hinteren Oberkopfbereich bis zum Nackenbereich bleibt das Haar, wie bei Männern auch, durch den erblich-bedingten Haarausfall unbeeinflusst.

Der Unterschied zu diffusem Haarausfall ist also, dass die Haare bei erblich-bedingtem Haarausfall nicht über die gesamte Kopfhaut, sondern nur in bestimmten Bereichen dünner werden, bzw. ausfallen. Bitte lasse dich bei dem Verdacht von deinem Dermatologen durchchecken. Dieser kann die Ursache des Haarausfalls diagnostizieren und so gemeinsam mit dir deinen Haarausfall gezielt stoppen.


Was tun gegen erblich-bedingten Haarausfall?

Viele Möglichkeiten erblich-bedingten Haarausfall zu stoppen, existieren tatsächlich nicht. Doch du kannst Haarausfall-beschleunigende Faktoren gezielt beeinflussen. So solltest du deinen Stress reduzieren oder deine Ernährungsweise umstellen. Unter Nährstoffe für gesunde Haare erfährst du genau, welche Nährstoffe und welche Lebensmittel du für ein gesundes Haarwachstum zu dir nehmen solltest. So kannst du einen starken erblich-bedingten Haarausfall in jedem Fall aufhalten.

Ganz wichtig ist, dass du nicht resignierst und im Selbstmitleid versinkst. Denn das würde dich in Stress versetzen und so zu einer Verschlimmerung des Haarausfalls führen. Wie bereits angesprochen, solltest du jeglichen Stress reduzieren und deine Ernährungsgewohnheiten prüfen. Bei sehr starkem Haarschwund hast du sicherlich auch schon über eine pharmazeutische Behandlung nachgedacht. Doch dieser Weg ist in den meisten Fällen mit nicht zu unterschätzenden Nebenwirkungen verbunden und kann schlimmstenfalls dazu führen, dass du deine Gesundheit aufs Spiel setzt.

Bei den meisten Medikationen verhält es sich obendrein so, dass die Wirkung endet, sobald das Medikament abgesetzt wird. Wenn du nicht über eine lebenslange Behandlung mit pharmazeutischen Präparaten nachdenkst, solltest du von dieser Behandlungsvariante Abstand nehmen. Effektiv und frei von Nebenwirkungen ist die PRP-Behandlung. Aus einer kleinen Menge deines eigenen Blutes wird plättchenreiches Plasma zentrifugiert, das gegebenenfalls mit haarwuchsfördernden Vitalstoffen angereichert und dir anschließend in die Kopfhaut injiziert wird. Die Behandlung kann in regelmäßigen Abständen wiederholt werden und führt bei erblich bedingtem Haarschwund meist zum Erfolg. In Kombination mit einer Ernährungsumstellung und weniger Stress wächst dein Haar durch die PRP-Therapie wieder nach und findet zu neuer Stärke.


Haartransplantation

Sollten alle Methoden nicht die gewünschte Wirkung erzielen, ist eine Haartransplantation eine Möglichkeit gegen durchscheinende Kopfhaut. Die Methoden wurden in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und sind heute so schonend, dass du keine Narbenbildung oder postoperativen Probleme befürchten musst. In einer renommierten Haarklinik kannst du zwischen verschiedenen innovativen Methoden wählen und dich zum Beispiel für die SDHI Methode, oder für eine Saphire Haartransplantation entscheiden.

Der neueste Trend in der Eigenhaarverpflanzung ist die NEO FUE Methode, bei der dein Haar schon vor der eigentlichen Verpflanzung gestärkt und auf den minimalinvasiven Eingriff vorbereitet wird. Unter allen Behandlungsmethoden hat sich die Eigenhaarverpflanzung als das Verfahren etabliert, das mit der größten Sicherheit zum Ergebnis führt. Die stetige Weiterentwicklung der Implantationsmethoden sorgt heute dafür, dass die Verfahren besonders haut- und follikelschonend sind. Eine geeignete Haarklinik findest du, in dem du die Bewertungen anderer Betroffener liest und dich ausführlich mit den Vorher-Nachher-Ergebnissen beschäftigst.

Konzentrierst du dich vor allem auf die modernen und sehr schonenden Methoden, ist eine Haartransplantation auch bei sehr starkem erblich bedingten Haarausfall immer eine gute Lösung. Entscheide dich für eine Haarklinik, die dich mit den neuesten Methoden behandelt und die in ihrem Bereich mit Erfahrungskompetenzen überzeugt.


Fazit | Erblich bedingter Haarausfall bei Frauen ist mit verschiedenen Methoden behandelbar

Auf den ersten Blick scheint deine Situation ausweglos. Du siehst dich im Spiegel an und stellst fest, dass dein Scheitel immer breiter wird und das die Kopfhaut bereits sehr stark durchschimmert. Mit den üblichen Tricks, so zum Beispiel mit einer scheitelfreien Frisur, kannst du die Problematik nicht mehr kompensieren. Ehe du über eine Eigenhaarverpflanzung nachdenkst, solltest du die Behandlung mit plättchenreichem Plasma versuchen.

Bei vielen Frauen führt die PRP-Therapie zu einer schnellen Haarverdichtung und lässt dort neues Haar sprießen, wo davor die Kopfhaut durchschien und für eine Minderung des Selbstbewusstseins gesorgt hat. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Haarfollikel noch lebendig und nur geschwächt sind. Ist das Haar mitsamt der Wurzel ausgefallen, ist die Haartransplantation die einzig wirkungsvolle Behandlung mit einem sicheren Ergebnis. Auch wenn du in diesem Fall ein wenig Geduld mitbringen solltest, wirst du nach spätestens einem Jahr von der Entscheidung überzeugt und begeistert sein.

Gegen erblich bedingten Haarschwund ist nicht nur sprichwörtlich kein Kraut gewachsen. Daher lohnt es sich, die möglichen Behandlungsmethoden abzuwägen und dich in einer kompetenten Haarklinik beraten zu lassen. Ehe du einen Termin für die Haartransplantation vereinbarst, solltest du die PRP-Therapie versuchen. Viele Frauen haben durch die Eigenblutbehandlung eine neue Haardichte und neuen Haarwuchs auf einst kahlen Arealen erzielt.

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ÜBER DEN AUTOR

Haarausfallen Autor
Haarausfallen

Warum führe ich diesen Haarausfall-Blog? Weil ich schon mit 19 unter Haarausfall gelitten und ihn nun endlich in den Griff bekommen habe. Ich möchte alle Erfahrungen der Menschen zum Thema Haarausfall verbinden, eine Plattform zur anonymen Diskussion über das sensible Thema Haarausfall bieten und gemeinsam Lösungen finden.

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