Haarausfall – Impotenz als Folge medikamentöser Behandlung

Geschrieben von | 8. April 2020 |Haarausfall Allgemein | 0

Mann hat Tablette in der Hand

Der Verlust der Haare wird von vielen Betroffenen mit Medikamenten behandelt. Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die helfen, die Haarwurzel zu stärken und den Haarwuchs wieder zu verbessern. Leider gibt es Nebenwirkungen, die andere Probleme hervorrufen können. So kann bei Haarausfall Impotenz auftreten, wenn das Medikament nicht vertragen wird. Erfahre hier, woran das liegt und was Du alternativ gegen Haarverlust unternehmen kannst.

Inhaltsverzeichnis


» Haarklinik und Haarchirurg: Helfende Hände bei Haarschwund
» Haarwuchsmittel – die Potenz kann beeinträchtigt werden
» Ursachen für die Einschränkung der Libido bei der Einnahme von Haarwuchsmitteln
» Alternative zur Einnahme von Medikamenten – die Haartransplantation

Haarwuchsmittel – die Potenz kann beeinträchtigt werden

Haarausfall stellt nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen ein großes Problem dar. Obwohl die Glatze beim Mann mittlerweile gesellschaftsfähig geworden ist, wünschen sich viele Männer volles Haar, aus dem sie eine attraktive Frisur zaubern können. Es gibt viele verschiedene Ursachen für Haarausfall. Neben der erblichen Veranlagung, die überwiegend Männer trifft, gilt die Einnahme von Medikamenten als ein Grund für den plötzlichen oder schleichenden Verlust der Haare.

Dünnes Haar oder kreisrunde Stellen sind deutlich sichtbar. Die Optik der Betroffenen ändert sich und das Selbstbewusstsein leidet. Viele entscheiden sich, etwas gegen den Haarausfall zu unternehmen. Ein Mittel, das gern und häufig verwendet wird, ist Haarwuchsmittel. Die Ergebnisse sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu gehören unter anderem die Ursache des Haarausfalls und die Häufigkeit der Anwendung des Haarwuchsmittels.

Viele Betroffene wissen nicht, dass Medikamente, die den Haarwuchs fördern sollen, auch Nebenwirkungen haben können. Eine häufige Nebenwirkung bei Männern ist eine Schwächung der Libido bis hin zur Impotenz. Verantwortlich ist ein Inhaltsstoff, der in einigen Haarwuchsmitteln enthalten ist.

Ursachen für die Einschränkung der Libido bei der Einnahme von Haarwuchsmitteln

Mann kämmt um seine Geheimratsecken herum

In einigen Medikamenten, die zur Förderung des Haarwuchses eingenommen werden, ist ein Wirkstoff namens Finasterid enthalten. Dieser Wirkstoff beeinflusst das männliche Hormon Testosteron. Somit können diese Haarwuchsmittel die Potenzbeeinträchtigen.

Bei Männern, aber auch bei Frauen ist Testosteron in unterschiedlichen Mengen im Körper enthalten. Es handelt sich um das männliche Sexualhormon, das auch bei Frauen in einer geringen Dosis vorhanden ist. Umgekehrt gibt es im Körper des Mannes auch weibliche Hormone. Nehmen diese Überhand, bekommen Männer oder Frauen Merkmale des anderen Geschlechts.

Die Sexualhormone entwickeln einen eigenen Stoffwechsel. Dieser wird durch den Wirkstoff Finasterid beeinflusst. In der Folge können Nebenwirkungen auftreten, die der Patient nicht gewünscht hat. Beim Mann ist es möglich, dass die Libido durch den Eingriff in den Stoffwechsel stark beeinträchtigt wird.

In der Folge können folgende Symptome auftreten:

  • Störungen der Erektionsfähigkeit
  • Störung des sexuellen Empfindens
  • vollständiger Verlust der Libido

Männer können von den Symptomen ganz unterschiedlich betroffen sein. Selbst wenn das Medikament nach dem Auftreten der Störungen abgesetzt wird, sind diese in einigen Fällen nicht verschwunden. Somit ist es wichtig zu wissen, dass ein Haarwuchsmittel die Potenz beeinträchtigen kann.

Forscher haben herausgefunden, dass die Probleme mitunter noch Jahre anhalten können. Eine ähnliche Symptomatik wird bei der Einnahme des Wirkstoffs Dutasterid beobachtet. Medikamente mit diesem Wirkstoff werden bei einer Vergrößerung der Prostata verabreicht. Der Eingriff in den Haushalt der Sexualhormone ist ähnlich massiv. In der Folge treten auch hier Störung der Erektion bis hin zum vollständigen Verlust der Libido auf.

Es wird beobachtet, dass diese Symptome auch über Jahre anhalten können. Bei den meisten Betroffenen verschwinden die Symptome jedoch, wenn das Medikament abgesetzt wird. Von 11.909 Männern, die das Mittel abgesetzt hatten, verspürten 167 Probleme mit der Impotenz, die bis zu dreieinhalb Jahren andauerten. Es gibt andere Möglichkeiten, um dem Haarschwund zu begegnen.

Alternative zur Einnahme von Medikamenten – die Haartransplantation

Nahaufnahme einer Haartransplantation

Eine Verpflanzung der Haare kann bei Männern und Frauen in jedem Lebensalter vorgenommen werden. Es handelt sich um einen verhältnismäßig kleinen Eingriff, der in jedem Lebensalter vorgenommen werden kann. Die Verpflanzung der Haarwurzeln erfolgt ambulant. Sie können einige Stunden nach dem Eingriff nach Hause gehen. Starke Nebenwirkungen wie bei einem Haarwuchsmittel, das die Potenz beeinträchtigt, gibt es nicht.

Von vielen Ärzten wird eine Eigenhaarverpflanzung angestrebt. Wenn ein Haarschwund auftritt, zeigt sich dieser häufig nur an einigen Stellen am Kopf. Auch Männer, die unter einem erblich bedingten Haarausfall leiden, haben im Nacken häufig noch dichtes Haar. Dies bedeutet, dass ausreichend Haarwurzeln vorhanden sind. Diese werden entnommen und an den Stellen auf der Kopfhaut eingepflanzt, die von dem Verlust der Haare betroffen sind. Da die eigenen Haarwurzeln verwendet werden, sieht das Ergebnis absolut natürlich aus. Nur in seltenen Fällen wird eine Fremdhaarspende benötigt, weil eigene Follikel nicht mehr verwendet werden können.

Bereits zwei Wochen nach dem Eingriff können die Haare wieder wie gewohnt gewaschen und gekämmt werden. Bis zu vier Wochen kann es dauern, bis das Transplantat vollständig eingewachsen ist. In dieser Zeit wachsen kurze Haare nach. Die Patienten bekommen ihre natürliche Optik zurück und können die Haare wie gewohnt stylen. Der Gang zum Friseur ist kein Problem. Niemand wird sehen, dass Sie sich einer Haarverpflanzung unterzogen haben. Wenn ein Haarausfall nicht zu Impotenz führen soll, ist die Transplantation von Eigenhaar die beste Alternative.

Fazit:

Wird dem Haarausfall mit Medikamenten vorgebeugt, kann ein Verlust der Libido in Verbindung mit Erektionsstörungen zu den Nebenwirkungen gehören. Ursache ist ein Wirkstoff, der in dem Haarwuchsmittel enthalten ist und der direkt in den Hormonhaushalt des Sexualhormons Testosteron eingreift. Der Haarwuchs kann durch dieses Mittel gefördert werden. Viele Patienten berichten von guten Ergebnissen.

Wenn jedoch Nebenwirkungen in Form von Störungen der sexuellen Leistungsfähigkeit auftreten, halten diese bei einigen Betroffenen auch Monate oder Jahre nach dem Absetzen der Medikamente an. In Studien wurde bewiesen, dass mehr als 1,5 Prozent der Männer auch nach dem Absetzen der Medikamente Probleme mit ihrer Libido haben.

Um eine Impotenz gar nicht erst zu riskieren, gilt es, den Schwund der Haare auf eine Weise zu stoppen, Gute Ergebnisse bietet eine Haartransplantation. Bei einem einmaligen risikoarmen Eingriff werden gesunde Haarwurzeln in die Partien der Kopfhaut eingebracht, die von dem Haarverlust betroffen sind. Das natürliche Ergebnis ist nach spätestens vier Wochen sichtbar. Da bis auf das Betäubungsmittel keine Medikamenteneinnahme erforderlich ist, gilt die Haarverpflanzung für viele Betroffene mit Haarverlust als Mittel der ersten Wahl.

Dass Haarausfall mit Impotenz in Zusammenhang stehen kann, ist vielen Patienten nicht bewusst. Dauerhafte Nebenwirkungen wie der Verlust der Libido über Monate oder Jahre bei der Haarverpflanzung nicht beobachtet. Die Ergebnisse sind hervorragend und sie wirken sehr natürlich.

ÜBER DEN AUTOR

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Warum führe ich diesen Haarausfall-Blog? Weil ich schon mit 19 unter Haarausfall gelitten und ihn nun endlich in den Griff bekommen habe. Ich möchte alle Erfahrungen der Menschen zum Thema Haarausfall verbinden, eine Plattform zur anonymen Diskussion über das sensible Thema Haarausfall bieten und gemeinsam Lösungen finden.

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